Hamburg, 04.03.10. Im Kampf um den Erhalt der Nordic Yards in Wismar und Rostock-Warnemünde erhöht die IG Metall Küste den Druck auf die Landesregierung und den Eigentümer: Die Gewerkschaft ruft für Mittwoch, 10. März, zu einer Großdemonstration vor dem Landtag in Schwerin auf und rechnet mit mehreren hundert Teilnehmern. Neben Beschäftigten werden auch zahlreiche Bürger aus den beiden Städten und Delegationen von anderen norddeutschen Werften erwartet.
„Die Landesregierung und der Eigentümer müssen sich zu den Werften bekennen“, sagte Jutta Blankau, Bezirksleiterin der IG Metall Küste, am Donnerstag. „Der Werfteigner darf jetzt nicht nachlassen und muss für weitere Aufträge sorgen. Wir erwarten, dass er seine vertraglich zugesagte Verpflichtung erfüllt und jetzt umgehend mindestens 1.200 Beschäftigte einstellt“, forderte die Gewerkschafterin. Auch Ministerpräsident Sellering und Wirtschaftsminister Seidel sieht Blankau in der Verantwortung: „Sie dürfen es nicht bei Appellen an die Bundesregierung, den Insolvenzverwalter und den Investor bewenden lassen. Wir wollen sehen, dass der versprochene Schulterschluss mit den Werftarbeitern jetzt endlich zu Stande kommt.“
Die Kundgebung vor dem Schweriner Schloss beginnt um 9 Uhr. Im Anschluss ziehen die Teilnehmer zur Staatskanzlei, wo eine Mahnwache auf die dramatische Situation in Wismar und Rostock-Warnemünde hinweisen wird. „Damit wollen wir deutlich machen, dass mit dem Schiffbau die Kernindustrie Mecklenburg-Vorpommerns in größter Gefahr ist“, so IG Metall-Bezirksleiterin Blankau.
Die Forderungen der IG Metall Küste:
Die Busse aus Wismar fahren am Mittwoch, 10. März, um 7 Uhr vor der Transfergesellschaft, Werftstraße 4, Haus 3 ab. Ansprechpartner vor Ort ist Thomas Rickers, IG Metall Lübeck/Wismar, Mobil 0170-3333-110















