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Montag, 21. Mai 2012 23:39:34 Uhr

Migräne: Neues Gerät soll Schmerzen rasch lindern – Behandlungsalternative ohne Medikamente unter der Lupe

Albert Einstein College of Medicine

New York (pte/04.03.2010/10:10) – Ein neues Handheld Device, das magnetische Impulse – sogenannte sTMS – auf die Rückseite des Kopfes abgibt, könnte zu einer Behandlungsalternative für Migräne-Patienten werden. Ein Test hat ergeben, dass 40 Prozent der Patienten zwei Stunden nach dem Einsatz des Gerätes schmerzfrei waren.

Keine Nebenwirkungen

Forscher des Albert Einstein College of Medicine http://www.einstein.yu.edu wiesen jetzt nach, dass es keine ernstzunehmenden Nebenwirkungen gibt. Die Teilnehmer konnten das Gerät auch zu Hause leicht einsetzen. Experten wie Wendy Thomas, Direktorin des Migraine Trust http://www.migrainetrust.org, weisen aber darauf hin, dass weitere Untersuchungen erforderlich sind, um das genaue Timing der jeweiligen Dosis zu erforschen.Die Wissenschaftler führten die Tests durch, um die Sicherheit und die Wirksamkeit des Gerätes zu überprüfen. Bei früheren Studien wurden nur große und teure Geräte getestet, die in Krankenhäusern eingesetzt werden sollten. Das Handgerät gibt einzelne, kurze und sehr starke Magnetimpulse ab. Diese unterbrechen die elektrischen Impulse im Gehirn, die die ersten Symptome einer Migräne mit Aura verursachen. 200 Patienten wurden ersucht, eine Migräne mit Aura über einen Zeitraum von drei Monaten mit dem Gerät zu behandeln. Die Hälfte der Patienten erhielt ein Blindpräparat.

Entscheidender Fortschritt

Die Ergebnisse zeigten, dass der reale Impuls deutlich mehr Wirkung hatte als das Placebo. Mehr Patienten waren nach zwei, 24 und 48 Stunden schmerzfrei. Hans-Christoph Diener, Direktor der Universitätsklinik und Poliklinik für Neurologie der Universität Essen, betonte laut BBC, dass der Einsatz von sTMS einen entscheidenden Fortschritt in der Behandlung von Migräne mit Aura darstellen könnte. Das gelte vor allem für Patienten, bei denen die Behandlung mit den derzeit zur Verfügung stehenden Medikamenten erfolglos ist.

Details der Studie werden in The Lancet Neurology http://www.sciencedirect.com/science/journal/14744422 veröffentlicht.

TBF am 4. März 2010, 13:25 Uhr

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