Die Anpassung der Wohn- und Lebensräume an sich verändernde Bedürfnisse der Menschen ist nach Ansicht von Innenminister Klaus Schlie eine der zentralen Herausforderungen künftiger Wohnungs- und Stadtentwicklungspolitik. „”Der Prozess des demografischen Wandels führt zu großen Anforderungen an die generationen-, alters- und behindertengerechte Gestaltung von Wohnungen wie Stadtquartieren”“, sagte Schlie am Freitag (3. September) zum „Tag des Bauministers“ auf der NordBau 2010 in Neumünster.
Insbesondere die Möglichkeiten für selbständiges Leben im Alter müssten angesichts der zunehmenden Zahl älterer Menschen verbessert und ausgeweitet werden, sagte der Minister. Gefordert seien neue Formen des bedarfsgerechten Wohnens ebenso wie innovative Lösungen für entsprechende Dienstleistungen. „”Wir müssen sicherstellen, dass die Menschen sich im Alter wohlfühlen können”“, sagte Schlie. Dazu sei ein differenziertes Altersbild notwendig. „”Die so genannten Älteren und Alten sind keine homogene Zielgruppe mit klar abgrenzbaren Merkmalen.”“ Dabei sei nicht nur die Politik gefordert. Der Minister appellierte an Architekten, Planer, Handwerk und Industrie, Wohnungswirtschaft und Kommunen, sich dem „Wettbewerb der Ideen“ zu stellen.
Das Land begleite die Kommunen bei ihren regionalen Planungen unter anderem durch die finanzielle wie fachliche Unterstützung bei der Erstellung von Wohnungsmarktprognosen und Integrierten Stadtentwicklungskonzepten. Durch die mit den Konzepten einhergehenden Untersuchungen könnten die Stärken, Defizite, Bedarfe und Potentiale in den bestehenden Wohnquartieren als Grundlage für deren bedarfsgerechte Ausgestaltung erhoben werden, sagte der Minister. Die Wohnraumförderung des Landes biete dazu passende Förderangebote. Modellvorhaben wie Projekte zur Inklusion (Teilhabe an der Gesellschaft) in Kaltenkirchen und Norderstedt oder zur Entwicklung eines generationenübergreifenden Stadtteils wie in Flensburg-Mürwik nannte Schlie vorbildlich.















