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Montag, 24. November 2014 18:32:06 Uhr

3. christliche (Mai)Glaubenskonferenz in Neumünster

Fotos: TBF/Wolfgang Freywald – (v.lks.) Wilfried Plock, Klaus-Dieter Marwede, Manfred Dannat, Rudi Joas – “Zum Bilderbogen”

Am Sonntag fand in Neumünster die 3. christliche (Mai)Glaubenskonferenz unter demThema “Wahre Jüngerschaft” in Neumünster statt. Über 400 Christen waren aus ganz Schleswig-Holstein angereist, um die Vorträge von Rudi Joas (Missionswerk Heukelbach) und Wilfried Plock (Konferenz für Gemeindegründung) zu hören. Klaus-Dieter Marwerde, Freie Bibel Gemeinde Lübeck, Hauptorganisator der Veranstaltung, begrüsste die anwesenden Gäste, Rudi Joas sprach sehr erbaulich über “Die Kosten wahrer Jüngerschaft” und Wilfried Plock ebenso erbaulich über “Den Segen wahrer Jüngerschaft”.     Jeweils nach den Vorträgen stellten sich das Bilbel-Center Breckerfeld und das EBTC-Berlin, (Europäisches Bibel Trainings Centrum) mit Ihrer Arbeit vor. Hier die Vorträge in den wichtigsten Punkten vorgestellt:

Der Redner
Rudi Joas, gebürtiger Österreicher, Jahrgang 1947, ist verheiratet und hat 3 Kinder und 5 Enkel. Als Ingenieur arbeitete er 6 Jahre in Kanada und Mexiko und 14 Jahre in Deutschland. 1988 wurde er Vertriebsleiter eines christlichen Verlags. Seit 2002 ist Rudi Joas Missionsleiter des Missionswerkes Werner Heukelbach. Er wurde bekannt als Autor verschiedener Broschüren und durch Radiosendungen bei Radio Luxemburg. Zuhause ist er im oberbergischen Bergneustadt.

Die Kosten wahrer Jüngerschaft oder die 5 Kennzeichen eines echten Jüngers
Wusstet ihr, dass es Unterschiede zwischen Gläubigen und Jüngern gibt?
Jemand der sich bekehrt ist dadurch nicht automatisch auch ein Jünger.
Beispiel: Es gibt so viele Instant-Produkte zu kaufen. Instantkaffee, Instantlimo., Instantmilch. Und immer braucht man nur Wasser zuzufügen und schon ist es fertig.
Manche Christen meinen, mit Jüngern wäre es ebenso einfach. Nimm einen Gläubigen, füge etwas Taufwasser hinzu und „wusch“, schon ist der Jünger fertig.
So geht es natürlich nicht! Jünger werden nicht geboren sondern herangebildet.
Jünger Jesu fallen nicht vom Himmel, sondern wachsen in der Schule des Herrn.
Der Schatten des Kreuzes, unter dem Jesus Christus immer lebte, nimmt immer schärfere Konturen an. Er befindet sich auf seinem letzten Weg nach Jerusalem.
Immer mehr Leute sammelten sich um den HJ, aber viele wollten nur ein Wunder sehen oder eine kostenlose Mahlzeit von ihm haben.
Da fing der Herr plötzlich an über die Kosten der Jüngerschaft zu reden und das Nachfolge keine Frage der Lust, sondern der totalen Hingabe ist.
► Beispiel: Schwein und Huhn hörten, dass die Gemeinde den Armen helfen will.
Sie diskutieren wie sie helfen können. Huhn: „Ich habs! Wir stiften Eier m. Speck
►für die Hungrigen!” Schwein denkt nach: “Da gibts nur einen Haken mit deiner Eier-und-Speck-Idee. Du leistest nur einen Beitrag, aber ich muss mich ganz hingeben!“ Beim Thema Jüngerschaft geht es genau darum: Um totale Hingabe!

In Lk 14,25-35 stellt uns der Jesus Christus fünf Kennzeichen eines Jüngers vor und erteilt uns damit wichtige Lektionen in Bezug auf die Frage: „Was sind denn die Kosten eines echten Jüngers?“

Damals wie Heute, waren die Beziehung der Menschen zu ihm ganz unterschiedlich intensiv. Wie standen und stehen die Leute zu Jesus?
1. Da gab es einmal diejenigen, die ich einfach nur „Zuschauer“ nennen würde.
Sie wussten zwar wer er war, aber sie würden sich auch rasch gegen ihn wenden.
Das wären heute die Leute, die dem christlichen Gedankengut relativ offen und tolerant gegenüber stehen.
2. Etwas näher zum Zentrum stehen die sogenannten Namens-Christen.
Das sind vielleicht die Leute, die schon öfter mal zur Kirche gehen.
Die zwar Kirchenmitglieder sind aber nicht aktiv am Gemeindeleben teilnehmen.
3. Noch näher dran stehen die echten Christen, die, soweit man das beurteilen kann, wiedergeboren und eng mit ihrer örtlichen Gemeinde verbunden sind.
Die aber zufrieden sind zu wissen: Wir kommen mal in den Himmel.
4. Und dann gibt es noch Leute die eine tiefe Beziehung zum J. Chr. haben und für die ein Leben mit dem HJ starke Auswirkungen auf ihr praktisches Leben hat.
Die möchte ich im Zusammenhang mit unserem Thema „Jünger“ nennen.

In welcher Gruppe würdest du dich sehen? In welcher möchtest du denn sein?
Der Platz eines Jüngers ist so nah wie möglich am Mittelpunkt zu leben, um dann nach draußen zu gehen und andere Menschen „zu Jüngern zu machen“.

Fangen wir einfach mal an die 5 Bilder zu betrachten die der HJ benutzt um echte Jünger zu beschreiben, und uns dann fragen, was das für uns bedeutet!

► 1. Bild. DIE FAMILIE: LIEBE DEN HJ MEHR ALS ALLES!
Als erstes benutzt der HJ also das Bild einer Familie.
Wer von euch hat sich darüber noch nie gewundert?
Der HJ will, dass du deine Familie hassen sollst, wenn du sein Jünger werden willst?
„Redet der Herr an anderer Stelle nicht davon, dass wir den Nächsten, und sogar unsere Feinde, lieben sollen?“
Nicht vergessen, der HJ bedient sich oft Methoden um seinen Worten größere Durchschlagskraft zu geben. Hier benutzt er das Mittel der „Übertreibung“.
… Es kann also sein, dass es Situationen gibt, wo dich deine Liebe zum HJ zum Feind der eigenen Familie macht.
Beispiel: Ali R. musste sich entscheiden, als er sich bekehrte, ob er sich taufen lässt und enterbt und Todfeind seiner Familie wird, oder ob er zum HJ steht.

Wenn du dem HJ konsequent und treu folgen willst, dann brauchst du keine Leute zu suchen die dich nicht mögen oder die sich lustig über dich machen – die werden dich finden, und es könnten sogar die eigenen Familienmitglieder sein!
► Mt 10,22.37 Und ihr werdet von allen gehasst werden um meines Namens willen. Wer aber ausharrt bis ans Ende, der wird errettet werden. […] Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig; und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig;

► Beispiel: 2001 wurden in Afghanistan 8 Shelter-Now Mitarbeiter entführt. Die Mutter der Amerik. Heather Mercer wurde interviewed und die Presse stürzte sich auf die Aussage der Mutter, dass sie radikal gegen die Entscheidung der Tochter war, nach Afghanistan zu gehen. Die Presse stellte es so dar, als ob Heathers Hingab. an Jesus die Familie gespalten hätte. Sie fragten sie, wie sie so was tun konnte, obwohl die Mutter so dagegen war. Das ist genau das, was der HJ in Lk 14,26 meinte!

► 2. Bild: DAS KREUZ – LEBE WIE EIN TOTER!
Als nächstes benutzt der HJ das Kreuz um einen echten Jünger zu beschreiben.
Ein Jünger ist jemand, der sein Kreuz trägt! „Was bedeutet das denn überhaupt?“
“Migräne? Rückenschmerzen? Pflege eines alten Menschen?“
Ich würde mal sagen, wenn du Kopf- oder Rückenschmerzen hast, dann geh doch einfach mal zu Arzt und bei der Pflege hilft dir der häusliche Pflegedienst.

Auf jeden Fall ist das nicht das Kreuz, von dem der Herr Jesus hier spricht.
Heute hat das Kreuz für die meisten Menschen seinen Schrecken verloren.
Wir haben das Kreuz schon längst sterilisiert und domestiziert!

► Die Leute tragen heute ein Kreuz um den Hals oder einen Ohrstecker.
► Oder man hat ein hübsches Kreuz auf dem Umschlag seiner Bibel
► oder über dem Podium hängt ein Kreuz. Das sieht doch alles nett aus – oder?
Das wäre im 1. Jahrh. völlig undenkbar gewesen!
Die Botschaft des Kreuzes hieß damals: „brutalster Tod“!
Wir haben uns aber ans Kreuz gewöhnt!
► Deswegen nimm doch mal in Gedanken das hübsche Kreuz aus Edelholz von der
► Wand und hänge ein Bild an seine Stelle, mit einem elektrischen Stuhl auf dem jemand sitzt, dem schon der Qualm aus den Kopföffnungen kommt.
Stell dir vor da kommt jemand zu dir und sagt: „Das ist aber ein hübscher Elektrischer Stuhl, den du da um den Hals trägst.“
► Oder wie wär’s mit dem Modell eines Galgens gleich neben dem Podium?
Da würden wir doch erschrecken – oder?

Das Kreuz hat heute jeden Schrecken verloren, aber in der Zeit des HJ war es ein furchtbares Folter- und Hinrichtungsinstrument.
► Wenn man damals jemand mit einem Kreuz sah, dann hieß das, der Mann ist so gut wie tot!
► Beispiel: Helen Prejean (geb. 1939) schrieb 1992 Buch „Dead man walking. Sein letzter Gang“. Wenn ein Todeskandidat von der Todeszelle zur Hinrichtung geführt wurde riefen die anderen Gefangenen „Dead man walking!“
Er lebt und geht, aber er ist so gut wie tot.
► (LEER) Das ist eine treffende Beschreibung von dem, was der HJ meinte, als er davon sprach, dass ein wahrer Jünger sein Kreuz trägt.
Wir sind tote Leute und wir sollten langsam anfangen uns so zu verhalten wie Tote.
Paulus wusste was es heißt ein Kreuz zu tragen.
Im Gal-brief finden wir 3 Dynamitverse zu Thema „Kreuz tragen“:
► Gal 2,20 Ich bin mit Christus gekreuzigt und nicht mehr lebe ich, sondern Christus lebt in mir;
► Gal 5,24 Die aber dem Christus Jesus angehören, haben das Fleisch samt den Leidenschaften und Begierden gekreuzigt.
► Gal 6,14 Mir aber sei es fern, mich zu rühmen als nur des Kreuzes unseres Herrn Jesus Christus, durch das mir die Welt gekreuzigt ist und ich der Welt.
Das heißt, es gibt für den Jünger Jesu nichts womit die Welt sein Interesse wecken könnte. Gerade so, als wäre die Welt für ihn tot und er für die Welt.
Ein toter Mann ist von diesen Dingen befreit und Paulus redet genau davon:
► Röm 6,11 Haltet euch der Sünde für tot, Gott aber lebend in Christus Jesus!
Ein Jünger Jesu macht sich immer wieder (täglich) bewusst, dass er eigentlich tot ist!

► 3. Bild: DER TURM – BEDENKE DEN WERT EINES VOLLENDETEN WERKES!
Als nächstes präsentierte der HJ einen Mann, der, bevor er anfing einen Turm zu bauen, die Kosten überschlug, ob er den Bau auch abschließen könnte.
Hier geht es um die Kosten der Jüngerschaft und nicht um die Errettung!
Wenn du fragen würdest: „Habe ich genug um mich zu bekehren?“ Dann wäre die Antwort natürlich NEIN, niemals. Es liegt nicht an dem was wir haben.
Gott sorgt in dieser Beziehung für alles was wir brauchen. Das meint auch Paulus:
► Phil 1,6 Ich bin ebenso in guter Zuversicht, dass der, der ein gutes Werk in euch angefangen hat, es vollenden wird bis auf den Tag Christi Jesu.
Das hat mit dem Erlösungswerk des HJ zu tun
Aber hier im Lk 14 redet der Herr über die Kosten der Hingabe eines Jüngers.
Da sollten wir vielleicht nicht so sehr an Kosten, als an Wert denken.
Ein gutes Ende als Jünger – das ist der Schlüssel eines erfüllten Lebens.
Viele sind zurückgefallen und kommen vielleicht in den Himmel, aber sie hinterlassen keinen besonders guten Ruf.
Je älter ich werde, desto klarer wird mir, dass es im Leben eines echten Jüngers keinen Leerlauf geben darf. Keinen „geistlichen Ruhestand“.
Die Bibel ist voll von großen Leuten die ihren Lauf nicht gut beendet haben.

Noah und seine Familie fanden Gnade in den Augen des Herrn und wurden vor der großen Flut gerettet. Aber er endete betrunken und nackt und verfluchte seinen Sohn.
Salomon war der weiseste Mann der je gelebt hat, aber er beendete sein Leben nicht gut – seine vielen Frauen wandten sein Herz weg von dem einen Gott.

Wirst du deinen Lauf gut beenden? Ich kenne eine ganze Reihe von Leuten, die einmal treu den Weg mit dem Herrn gegangen sind, aber dann sind sie irgendwann und irgendwie abgeirrt und haben ihren Lauf nicht gut beendet.

► 4. Bild: DIE SCHLACHT – UNTERWERFE DICH DEM STÄRKEREN KÖNIG!
In diesem Bild beschreibt der HJ zwei Könige. Einer ist zahlenmäßig unterlegen, deswegen schließt er mit dem stärkeren König Frieden, noch bevor es zum Krieg kommt.
Zu biblischen Zeiten war es möglich, dass der aufgebende König zu einem Sklaven wurde, es war also eine gehörige Portion Demut notwendig, sich vor einem anderen zu beugen und nach den Bedingungen für Frieden zu fragen.
Es erfordert auch Demut ein echter Jünger Jesu zu sein.
Du kannst kein echter Jünger Jesu sein, ohne ihm die Herrschaft über dein Leben zu überlassen. Und das ist gar nicht so einfach. Keinem von uns fällt das leicht!

Bist du in deinem Leben schon an den Punkt gekommen, an dem du dich mit allem was du bist und hast dem Herrn völlig ausgeliefert hast?
Wahre Jüngerschaft heißt zum HJ kommen uns sagen: „HJ, ich gebe auf. Ich gebe die Herrschaft über mein Leben auf – übernimm du das Steuerrad!“
► 1Petr 5,6 Demütigt euch nun unter die mächtige Hand Gottes, damit er euch erhöhe zur rechten Zeit.

5. und letztes Bild, das der HJ benutzt ist:
► DAS SALZ – HALTE DICH REIN UM ANDERE ZU SCHÜTZEN!
Salz war damals ein sehr wertvoller Stoff.
Sprichworte reden vom Wert des Salzes: „Der ist das Salz in der Suppe nicht wert.“
Der besondere Wert damals lag im Salz als Konservierungsmittel und Schutzmittel.
Damals gab es keine Kühlmöglichkeiten und so bewahrte Salz das Fleisch vor dem Verderben (Verzögerung des Verwesungsprozesses).
So gebrauchte der HJ in der Bergpredigt das Bild mit dem Salz:
► Mt 5,13 Ihr seid das Salz der Erde.
Wir leben in einer Gesellschaft, in der die Moral rasant zerfällt.
So wie das Salz damals mit dem zu schützenden Material in Kontakt kommen musste um seine Wirkung zu entfalten, so müssen wir Christen mit unserer Kultur in Berührung kommen um den Verwesungsprozess zu verlangsamen.
Als Salz sollen wir das Gute in unserer Gesellschaft hochhalten und nicht schweigen, wenn sich um uns herum das Böse wie ein Krebsgeschwür ausbreitet.
· Wir müssen in Liebe sagen, dass Abtreibung Töten von ungebor. Leben ist.
· Wir müssen in Liebe sagen, dass alle Arten des Zusammenlebens außerhalb der von Gott gestifteten Ehe zwischen Mann und Frau nicht den Gedanken Gottes entspricht und Sünde ist.
· Wir müssen in Liebe sagen, dass Ehebruch nicht erst im Bett der Nachbarin beginnt, sondern schon, wenn man sich den Porno im Internet anschaut.
Wenn wir zu diesen Zuständen schweigen, oder vielleicht sogar selber mitmachen, dann haben wir unsere Salzkraft verloren.
Negative Dinge in unserer Gesellschaft ansprechen ist nicht besonders populär.
Salz brennt, wenn man es in eine offene Wunde streut?
Salz hat also nicht nur eine konservierende, sondern auch eine reizende und eine antiseptische, also sterilisierende Wirkung.
Wenn wir mit der Menge, unerkannt mitlaufen, weil wir nicht anecken wollen, dann entsprechen wir nicht dieser Wirkung von Salz.

Damals wie heute haben viele Christen ihre Salzkraft verloren, weil sie sich in die verdorbenen Wege dieser Welt verstrickt haben. Moralisch und geistlich.
(Beispiel der Ausbreitung von Pornographie auch unter Christen)

Wenn wir es zulassen, dass sich unreine Gedanken und unreines Verhalten mit unserer Persönlichkeit vermischt, dann verlieren wir schnell die Würze die Salz eigentlich haben sollte. Der HJ fragt da völlig zu Recht:
► Lk 14,34 Wenn aber auch das Salz kraftlos geworden ist, womit soll es gewürzt werden?
Wenn du kraftlos geworden bist, dann hat Gott nur ein Mittel um dich wieder zu reinigen und brauchbar zu machen:
► 1Jo 1,7.9 Das Blut Jesu, seines Sohnes, reinigt uns von jeder Sünde. […] Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von jeder Ungerechtigkeit.
Sein Blut macht dich rein und sein Wort hält dich rein:
► Ps 119,11 „In meinem Herzen habe ich dein Wort verwahrt, damit ich nicht gegen dich sündige.

ABSCHLUSS
► (LEER) Eigentlich sollten wir „gefährliche“ Leute in unserer Gesellschaft sein.
Gefährlich deshalb, weil wir nicht alles mitmachen und Böses deutlich ansprechen.
Bist du ein wahrer Jünger Jesu?
Willst du näher zum Mittelpunkt der hingebungsbereiten Nachfolger rücken?
· ► Liebst du den HJ mehr als alles, sogar mehr als deine Familie?
· ► Bist du ein „Dead man walking“, der sein Kreuz trägt?
· ► Willst du den Auftrag den der Herr dir gab mit aller Kraft vollenden?
· ► Gibst du dich und alles was du hast immer wieder neu dem König hin?
· ► Nimmst du dir vor dich rein zu halten, damit du einen guten Einfluss in der deiner Welt ausüben kannst?
Der Referent
Wilfried Plock, Jahrgang 1957, verheiratet mit Sylvia, zwei erwachsene Kinder, war 15 Jahre lang in Gemeindeaufbauarbeiten in Karlsruhe und Mannheim tätig. 1995 übernahm er die Leitung der »Konferenz für Gemeindegründung« (KfG), die sich für den Aufbau biblisch ausgerichteter Gemeinden im deutschsprachigen Raum einsetzt. W. Plock ist Autor mehrerer Bücher, darunter der Bestseller »Jesus ist der Weg«. Von seinem Wohnort im Landkreis Fulda aus ist er immer wieder zu Vorträgen, Predigten und Seminaren unterwegs.

Der Segen der Jüngerschaft
Matthäus 28,16-20

Einleitung:
Unser Herr Jesus Christus verabschiedet sich von seinen Jüngern mit dem Befehl:
„Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf Erden. Geht nun hin und macht alle Nationen zu Jüngern, sie taufend auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und sie lehrend alles zu bewahren, was ich euch geboten habe“ (Mt 28,19)!
In den letzten Jahren hörte ich manche Predigten, Bibelarbeiten und Missionsvorträge über die letzten Worte Jesu. Meistens war vom „Missionsbefehl“ die Rede. Manchmal ging es auch um den „Taufbefehl“. Aber bei genauerer Betrachtung des griechischen Textes finden wir in diesem Vers nur eine Befehlsform, nämlich: „…macht zu Jüngern…!“ Taufend und lehrend sind Partizipien. D.h.: Indem wir hingehen in alle Welt, zu allen Nationen und Bevölkerungsgruppen, führen wir immer denselben Befehl aus: Jünger zu machen. Doch zunächst taucht die Frage auf:

1. Wer ist ein Jünger?
Der Begriff Jünger meint zunächst einmal „Schüler eines Lehrers“ (Rabbis). Ein Jünger ist einer, der von einem Reiferen Lektionen erhält. Er ist ein Lehrling. Er ist ein Lernender. Allerdings erstreckte sich zur Zeit Jesu das Lehrer-Schüler-Verhältnis nicht nur auf den Unterricht, sondern es umfasste eine Art von Lebensgemeinschaft.
Rab = der Überfließende, überfließend an Weisheit und Frömmigkeit (ethymol. verwandt mit der Mutterbrust).
Es gab z.Z. Jesu eine ganze Reihe von Rabbiner-Schulen. Und wer Weisheit suchte, der wählte sich seinen Rabbi selbst aus. Der Schüler suchte sich seinen Rabbi und schloss sich diesem an.
Wie war das bei unserem Herrn? Umgekehrt!
„Ihr habt nicht mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und euch gesetzt, dass ihr hingeht und Frucht bringt und eure Frucht bleibe“ (Joh 15,16).
In Mark. 3,14 steht eine sehr wichtige Aussage: „…und er bestellte zwölf, damit sie ihm seien…“ Jünger sind Menschen, die im übertragenen Sinn in die Lebensgemeinschaft mit Jesus Christus gerufen worden sind.
Im Neuen Testament kommt das Wort „Jünger“ auffällig oft in den Evangelien vor, in der Apostelgeschichte schon weniger und in den Briefen gar nicht mehr. Das Wort wird im allgemeinen für bekehrte Menschen gebraucht.
In der Apostelgeschichte wird der Begriff „Jünger“ durchgängig zum Synonym für Gläubige. Hier wird der Ausdruck „Jünger“ zu einem Qualitätsbegriff.
Eine Gegenüberstellung soll den Unterschied zwischen einem „Gläubigen“ und einem „Jünger“ veranschaulichen, wie er oft in der praktischen Nachfolge deutlich wird.

Ein Gläubiger Ein Jünger
– hat Vergebung der Sünden erlebt – ist getauft (möglichst im ersten Jahr)
– hat Gewissheit der Errettung erlangt – betet für andere (Fürbitteliste)
– pflegt für sich die Beziehung zu Jesus – gebraucht das Wort Gottes auch für
andere
– dient anderen mit seiner Gabe
– beginnt, materielle Opfer zu bringen
– beginnt, andere geistlich zu betreuen
– lernt, für andere zu leben

Fünf Kennzeichen der Jüngerschaft
1. Selbständiges Bibelstudium
2. Selbständiges Gebet
„Jüngerschaft beginnt mit einem 20 Euro-Schein: Kauf dir dafür einen guten Wecker – und dann gehorche deinem Wecker!“
3. Teilnahme an der Anbetung
4. Gemeinschaft
„In Südamerika sehen 80 % der sog. „Bekehrten“ nie eine christliche Gemeinde von innen.“
5. Selbständiges Zeugnisgeben
Jünger sind Menschen, die von der Liebe Jesu so ergriffen sind, dass sie Ihn an die erste Stelle ihres Lebens gesetzt haben. Er hat ihr Leben reich gemacht. Ihm folgen sie selbst unter Ablehnung, Leiden und Schmach (Luk. 14,25-27).

Frage: Bist Du ein Jünger?
(Zuerst: Bist Du ein Gläubiger? Weißt Du ganz gewiss, dass Du errettest bist?)
Dann: Bist Du ein Jünger? Hast Du begonnen, für Deinen Herrn und damit auch für andere Menschen zu leben? Oder bist Du noch ganz bei Dir selbst?
Eine andere Frage bewegte mich bei der Vorbereitung: Warum gibt es heute so relativ wenig Jünger? Antwort: Kann es sein, dass wir den großen Auftrag Jesu nicht ernst genug nehmen, der gesagt hat: „Macht zu Jüngern“?

2. Wie wird man ein Jünger?
Im Prozess der Jüngerschaft braucht der junge Gläubige auch Begleitung, Vorbilder, die ihr Leben an Jesus Christus und seinen großen Auftrag hingeben. Die Kette geht also weiter. Gott braucht nicht nur Jünger, er braucht „Jüngermacher“.

a) Ein Beispiel aus dem Alten Testament
à 1Kön 19,16: Elia soll Elisa zum Propheten an seiner Stelle salben. Mit anderen Worten: er soll einen Ersatzmann ausbilden.
à 1Kön 19,19-21: „Dann machte er sich auf und folgte Elia nach und diente ihm.“
Später im 2Kön 3,11 lesen wir:
„Elisa ist hier, Der Sohn des Schafat, der Wasser über Elias Hände goss.“
Noch einmal einige Zeit später hat Elisa Prophetenschulen gegründet! Versteht Ihr, was hier über Jahre gewachsen ist? Das war eine „Jüngerschaftsbeziehung“ im AT.

Wie sieht eine Jüngerschaftsbeziehung in der Praxis aus?
a) die Auswahl (Mk. 3,13 à Apg. 4,13)
– zuverlässig sein
– Zeit haben
– lernwillig, belehrbar sein
b) in alles mit hinein nehmen
– Stille Zeit
– Familie
– Besuche und Dienste
– Aufgaben delegieren
c) ein Vorbild sein
à Geduld: Jünger dürfen Fehler machen (z.B. Mt 16,16-24)

Ziele des Jüngerschaftsprozesses
– Gemeinschaft, Leben teilen
– Charakterveränderung – nicht nur Wissensvermehrung!
– Zurüstung, Bevollmächtigung zum Dienst
Motto: Tue nichts allein, was du auch zu zweit tun könntest!

Kol 1,28 à 4,12 Gebetsziele verinnerlicht
à Lebensziele verinnerlichen
à Gemeindeschau verinnerlichen

* Mike à Begleitung hin zum Ältestendienst
* Matthias + Nikolai à Zurüstung in der Verkündigung
* Benjamin à Jüngerschaft

„Jünger werden nicht am Fließband hergestellt. Ein Jünger entwickelt sich dadurch, dass einer die Mühe auf sich nimmt, ihn anzuleiten, zu belehren, zu ermahnen, zu erziehen und ihm die richtige Nahrung zu geben.“ Oswald Sanders

Also, wenn Du in den letzten Jahren zum Glauben gekommen bist, und Du wurdest noch nicht zur Jüngerschaft zugerüstet, dann schnapp Dir einen der Mitarbeiter beim Bart oder beim Zipfel seines Gewandes und lass ihn nicht eher los, bis eine Jüngerschaftsbeziehung mit einem entsprechen Bruder oder einer Schwester eingefädelt ist, okay?

3. Wer ist ein Jüngermacher?
Werfen wir einen Blick in Leben und Dienst des Herrn Jesus Christus.
Unser Herr Jesus Christus wirkte drei Jahre lang in der Öffentlichkeit. In der ersten Hälfte dieser Zeit sprach er oft vor Tausenden. Er wollte sein Volk Israel zur Umkehr rufen und zum Glauben an seinen Messias. Während dieser Zeit tat er viele seiner öffentlichen Zeichen und Wunder (Mt 4 – 12).
Als ihn aber die Führungsschicht der Juden definitiv ablehnte, konzentrierte er sich fortan auf die Zurüstung seiner Jünger (Mt 13 – 28). Jesus wollte Jünger haben. Er hat selbst Menschen in seine Nachfolge gerufen und zu seinen Jüngern gemacht.
In Joh 4,1 heißt es: „Als nun der Herr erkannte, dass die Pharisäer gehört hatten, dass Jesus mehr Jünger mache und taufe als Johannes….“
Hier sehen wir: Es ging unserem Herrn von Anfang an um Jünger! Deshalb nutzte er die relativ kurze Zeit seiner Wirksamkeit, um zwei Hände voll Jünger heranzubilden. Statt ständig Tausenden zu predigen, konzentrierte er sich auf ein Dutzend. Mit niemanden verbrachte er soviel Zeit wie mit seinen Jüngern.
Je näher sein Ende kam, desto mehr Zeit verbrachte er mit ihnen. Und als die letzte Woche anbrach, war er fast nur noch mit den Zwölfen zusammen. Jesus Christus wollte Jünger. Er teilte sein Leben mit ihnen. Er redete, aß und litt mit ihnen. Er war ihr Rabbi, ihr Lehrer, ihr Meister, ihr Freund, aber auch ihr Vorbild. Jesus investierte sein Leben in das Leben der Jünger. Auf diese Weise prägte er sie für ihr gesamtes weiteres Leben.
Auch die Zeit zwischen Auferstehung und Himmelfahrt widmete der Sohn Gottes ausschließlich seinen Jüngern. 40 Tage “heilsgeschichtliches Seminar” mit Jesus (Apg 1,3). Er hätte sich im Tempel zeigen können oder wiederum viele Wunder tun können, aber er konzen­trierte sich allein auf seine späteren Apostel.
Als der Sohn dann zum Vater zurück ging, da befahl er denen, die er selbst zu Jüngern herangebildet hatte, wiederum andere zu Jüngern zu machen.
Mt 28,19: „Geht nun hin und macht alle Nationen zu Jüngern…“ – Wie geht das?
Wörtlich: „…sie taufend auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und sie lehrend alles zu bewahren, was ich euch geboten habe!“
Das ist der große Auftrag! Macht zu Jüngern – nicht nur zu Hauskreis- oder Gottesdienstbesuchern, sondern zu Jüngern! Unser Herr Jesus machte Menschen zu Jüngern!

Werfen wir einen Blick in Leben und Dienst des Apostels Paulus!
In Apg. 20,17-38 wird berichtet, wie sich Paulus von den Ältesten der Gemeinde Ephesus verabschiedet. Drei Jahre lang hatte er als Gemeindegründer in dieser Stadt gewirkt. Nun hatte er einen neuen Auftrag und musste gehen. Ich möchte ein paar Gedanken herausgreifen.
V.18: “… ich allezeit bei euch gewesen bin.”
Paulus hatte ein großes Vorrecht: Er konnte sich auf eine Arbeit konzentrieren. Konzentration statt Verzettelung! Konzentrierter Aufbau statt Gießkannen – Prinzip! Paulus war allezeit bei den Ephesern. Rund um die Uhr. Tag und Nacht. Er war einfach da.
V. 26+27: Paulus hat in Ephesus nicht nur evangelisiert, sondern er hat „den ganzen Ratschluss Gottes“ verkündigt. Was heißt das? Den ganzen Ratschluss Gottes?
Paulus hat den Bogen gespannt von der Schöpfung bis zum Weltgericht und Ewigkeit, er hat Gericht und Gnade verkündigt, Sünde und Vergebung, Himmel und Hölle, Verlorensein und Rettung! Paulus hat die Ungläubigen evangelisiert und die Gläubigen weitergeführt und zwar zum Wachstum im geistlichen Leben, zur Heiligung, zur Hingabe an Jesus, zum Dienst für Ihn – mit einem Wort ausgedrückt: Er hat die Bekehrten in die Jüngerschaft hineingeführt. Das Ergebnis lesen wir in…

V.29+30: Die Jünger! Nach drei Jahren Dienst in Ephesus waren Jünger da! Paulus hat den großen Auftrag Jesu sehr ernst genommen. Er evangelisierte nicht nur, sondern machte die Gläubiggewordenen zu Jüngern!

In Deutschland und auch in anderen Ländern gibt es Gemeinden mit Hunderten oder sogar Tausenden von Besuchern. Aber es kann sein, dass in einer solchen Gemeinde nicht ein einziger Jüngermacher dabei ist. Ist das nicht erschütternd!?
Aber wir wollen nicht auf andere Gemeinden schauen, sondern bei uns bleiben. Haben wir Jünger in unseren Reihen?
à Sind Brüder und Schwestern da, die bereit sind den großen Auftrag Jesu zu erfüllen? Haben wir solche, die evangelisieren? Und solche, die bereit sind, die jungen Gläubigen in die Jüngerschaft zu führen?
Ihr Lieben, das will unser Herr! Qualität ist ihm wichtiger als Quantität! Zehn Jünger sind ihm garantiert wichtiger als hundert bloße Besucher! Lasst uns neu seinen großen Auftrag erkennen!

Wenn Du ein Jüngermacher sein möchtest, was kannst Du tun?
Der Apostel Paulus beschreibt den Vorgang, wie Jünger wieder andere in die Jüngerschaft führen:
“Was du (2) von mir (1) gehört hast vor vielen Zeugen, das befiehl treuen Menschen (3) an, die tüchtig sind, auch andere (4) zu lehren (2Tim 2,2)”.
Zuerst sollten wir um einen „Sohn im Glauben“ bitten (bei Schwestern kann es kann auch eine Tochter sein).
Alles, was Paulus war und was er wusste, investierte er in seinen geistlichen Sohn Timotheus. Paulus teilte sein Leben mit Timotheus. Und dieser folgte nach seiner Lehre, seinem Lebenswandel, seinem Glauben, seiner Liebe, aber auch seinen Verfolgungen und Leiden (2Tim 3,10-11).
Wenn Du mit dem Herrn lebst und in seinem Wort verwurzelt bist, dann erbitte Dir doch einen Timotheus! Für uns Familienväter oder Mütter kommen zuerst unsere leiblichen Kinder in Betracht. Das ist das Schönste, Kinder in die Jüngerschaft führen zu dürfen!
Wenn es Deine Kinder nicht sein können, dann erbitte Dir einen anderen männlichen oder weiblichen Timotheus, in den Du investieren kannst, was Du bist, und was Du weißt! Auf diese Weise wirst Du zu einem Jüngermacher!
Aber damit ist die Kette der Multiplikation noch nicht zu Ende. Die 1.+2. Generation schaffen wir manchmal noch. Aber schon die dritte ist eine große Herausforderung.
Die Kette der Multiplikation setzte sich fort, als aus dem Jünger Timotheus wiederum ein Jüngermacher wurde (Phil 2,19-22).
Jesus Christus hat seinen Aposteln befohlen, Jünger zu machen. Paulus hat in Ephesus (und an anderen Orten) Jünger herangebildet. Und wir sollen heute das gleiche tun.

Schluss
Wie sollen wir das schaffen? Wie können wir mit unserer kleinen Kraft diesen großen Auftrag erfüllen?
Die Antwort finden wir in Joh. 17, dem sogenannten hohepriesterlichen Gebet. Als seine Stunde gekommen war, da betete unser Heiland im Schatten des Kreuzes:
„Ich habe dich verherrlicht auf der Erde; das Werk habe ich vollbracht, das du mir gegeben hast, dass ich es tun sollte.“
Dieser Vers wird oft auf das Werk der Erlösung bezogen. Aber das ist hier nicht gemeint. Der Kreuzestod stand ja noch vor ihm. Nein, Jesus sprach hier von dem Werk der Jüngererwählung und -zurüstung! Das zeigt auch der Zusammenhang:
In den Versen 17,6-19 betet der Herr Jesus für seine elf Jünger (plus dem Apostel Paulus). Und in V. 20 heißt es: „Aber nicht für diese allein bitte ich, sondern auch für die, welche durch ihr Wort an mich glauben…“ Das sind wiederum die treuen Menschen… Wir sehen also auch hier das gleiche Prinzip wie bei Paulus in 2Tim 2,2. D.h. der sterbende Herr hat dafür gebetet, dass in der damals noch zukünftigen Gemeinde einmal nach den Prinzipien von Evangelisation und Jüngerschaft gearbeitet wird!
Vergiss es nicht: Wir haben seine Kraft, sein Auferstehungsleben in uns, seine Autorität und sein unaufhörliches Gebet als Hoherpriester beim Vater! Er betet für geistliche Multiplikation.
Darum investiere doch Dein kurzes Leben nicht in Dinge oder Gebäude, sondern gib es doch an Christus und an seinen großen Auftrag hin!
Er hat gesagt: “Ich will meine Gemeinde bauen! Darum geht hin und macht zu Jüngern alle Völker!”

Unser gesamtes Gemeindeprogramm sollte ein einziges Jüngerschaftsprogramm sein!

Wilfried Plock

TBF am 2. Mai 2011, 06:35 Uhr
 

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