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Freitag, 18. Mai 2012 06:29:33 Uhr

Wilfried Plock erwirkt einstweilige Verfügungen gegen „taz“ und „Welt“ – Vorwurf zum Aufruf zur Kinderzüchtigung haltlos

Am 22. Dezember berichteten wir darüber, dass die Bündnis 90/Die Grünen-Politikerin und stellvertretende Fraktionsvorsitzende Miriam Staudte Wilfried Plock („freiberuflicher Vortragsreferent“) angezeigt haben soll, weil er angeblich einen Aufruf zur Kinderzüchtigung gestartet hätte. Darüber berichtete der NDR, die taz und die Welt und auch der epd. Wir zitieren: “Wer Kinder schlägt, begeht nicht nur Körperverletzung, sondern schädigt die Entwicklung eines Kindes für das ganze Leben”, soll die Politikerin des Bündnis 90/Die Grünen, in Hannover gesagt haben. Dann konnte man an anderer Stelle hören, das sie Strafanzeige gegen den freikirchlichen Theologen erstattet habe, der in öffentlichen Veranstaltungen zu entsprechenden Züchtigungen aufgefordert haben soll. Die Anzeige, so hiess es, richtet sich auch gegen mehrere Verlage, die Erziehungsratgeber mit solchen Empfehlungen veröffentlicht haben sollen.

Plock: „Gegen die „taz“ und die „Welt“ sind nun am 04. Januar „Einstweilige Verfügungen“ vom Landgericht Fulda erlassen worden. Die beiden Zeitungen müssen jetzt in Kürze ihre falschen Aussagen von ihren Internetseiten entfernen und evtl. vier Wochen lang am selben Platz, in der selben Größe und Aufmachung eine Gegendarstellung abdrucken, die ihnen bereits zugegangen ist. Bei Zuwiderhandlung drohen ihnen sonst 250.000,- Euro Ordnungsstrafe an die Staatskasse.“ Der Freikirchler überlegt noch mit seiner Anwältin, „…ob wir auch gegen den NDR noch eine „Einstweilige Verfügung“ beantragen.“ Der Sender hatte anscheinend aus zwei unterschiedlichen Veranstaltung sein 4,0 Min.-Stück zusammengeschnitten.

Plocks Dimenti am 22. Dezember: „Ich werfe den Verantwortlichen des NDR-Beitrags eine „völlige Verdrehung der Tatsachen“ vor. Seine Äußerungen, die er bei einem Vortrag im Juli 2010 gemacht habe, seien „aus dem Zusammenhang gerissen“ worden. Im Mittelpunkt habe die Aussage gestanden, dass es in der christlichen Erziehung um „bedingungslose Annahme und Liebe“ gehe, sagte er gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur idea. „Außerdem habe ich nie jemanden aufgefordert, seine Kinder körperlich zu züchtigen.“

Heute kommt nun unglaubliches zu Gunsten Plocks zu Tage. Die (angebliche) Strafanzeige von der Grünen-Politikerin war bis zum 03.01. nicht eingegangen (zumindest nicht in ganz Niedersachsen); „das haben uns Polizei und Staatsanwaltschaft schriftlich bestätigt“, so Plock.

Im Internet ist in einem Kommentar nachzulesen: „Schlechtester Artikel aller Zeiten. Ich wünsche euch (NDR-Redakteuren) mehr Hirn!“ ;-)

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