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Freitag, 24. Januar 2020 06:17:49 Uhr

POL-SH-AFB: Ein Kalender fürs Leben – Vortrag eines Zeitzeugen des Holocaust bei der Polizeidirektion AFB in Eutin

Eutin (ots) – Tswi Herschel, Zeitzeuge des Holocaust, hielt am Dienstag, 20.03.2018, einen Vortrag bei der Eutiner Polizeidirektion für Aus- und Fortbildung und für die Bereitschaftspolizei Schleswig-Holstein (PD AFB). In der Zeit von 14.00 – 15.30 Uhr fanden sich im Speisesaal 125 Auszubildende der PD AFB Eutin und Studierende der Fachhochschule für Verwaltung und Dienstleistung (FHVD) Altenholz, Fachbereich Polizei, ein. Der Einladung folgten weitere 65 Gäste aus Politik, Verbänden, Organisationen und Landespolizei. In seiner Begrüßung dankte Polizeidirektor Arne Dunka Frau Gabriele Hannemann. Diese hatte als Vorsitzende des Vereins „Yad Ruth e. V.“ den Kontakt zwischen Landespolizei und dem Referenten hergestellt und so die Möglichkeit der aktiven und aktuellen Auseinandersetzung der Polizei mit ihrer Rolle im Dritten Reich eingeräumt. Ein Grußwort hielt Innenstaatssekretär Torsten Geerdts. Dieser appellierte an die Zuhörer: „Meinungsvielfalt und Pluralität sind Kernelemente unserer Demokratie. Selbst ein unvorstellbares Verbrechen wie der Holocaust begann mit der gezielten sprachlichen Entwertung von Menschen. Wer heute als Polizistin oder Polizist auf der Straße unterscheiden soll, wann eine Meinung eine Meinung ist, und wann es sich um wohlmöglich radikale Bestrebungen handelt, unsere Verfassung und unseren Staat zu bekämpfen, der braucht das nötige Rüstzeug. Gespräche mit Zeitzeugen stehen hier an der Polizeischule in Eutin deshalb zu Recht immer wieder auf dem Stundenplan.“ In einem bewegenden Vortrag berichtete Tswi Herschel aus seinem Leben. Als Kind einer jüdischen Familie wurde er im Jahr 1942 im niederländischen Zwolle geboren. Noch vor ihrer Deportation traf die Familie die schwierige Entscheidung, ihren Sohn zunächst aus dem Amsterdamer Juden-Ghetto schmuggeln zu lassen, um sein Überleben zu sichern. Als dieses gelang, wurde Tswi Herschel als 6. Kind bei der protestantischen Familie de Jongh aufgenommen, die ihn unter dem Namen „Henkie“ liebevoll aufzog. Im Alter von acht Jahren erfuhr Tswi Herschel seinen Geburtsnamen und ging ab diesem Zeitpunkt seiner Herkunft nach. Orientierung bot der Lebenskalender, den Tswi Herschels Vater kurz nach der Geburt des Sohnes gezeichnet hatte. Dieser war von großer Hoffnung und Zuversicht auf eine selbstbestimmte Zukunft der Familie geprägt. Tswi Herschel blieb es verwehrt, seine Eltern kennenlernen können. Sie wurden im Vernichtungslager Sobibor ermordet.

Quelle: presseportal.de

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