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Mittwoch, 19. September 2018 21:26:34 Uhr

Verletzte Polizeibeamte bei fünf Widerständen in vier Tagen

In der Zeit von Donnerstag, 27.06.2013, bis Sonntag, 20.06.2013, kam es im Lübecker Stadtgebiet zu vier Widerstandshandlungen, bei denen mehrere Polizeibeamte verletzt wurden.

1. Fall: Am Donnerstagabend, um 19.40 Uhr, waren zwei Lübecker (40 und 43 Jahre alt) zum wiederholten Male in Streit geraten. Dabei wurde der Ältere vom Jüngeren verletzt und musste mit Gesichtsverletzungen ins UKSH eingeliefert werden. Der 40- Jährige hatte des Weiteren einen 55-jährigen Lübecker geschlagen und beleidigt. Der Geschädigte musste aber nicht ärztlich behandelt werden.
Dem Tatverdächtigen, der einen Atemalkohlwert von 1,46 Promille hatte, wurde von den eingesetzten Polizeibeamten ein Platzverweis erteilt. Diesem nachzukommen, verweigerte der Mann völlig. Daher wurde er, nachdem es ihm auch schon angedroht worden war, zunächst in Gewahrsam genommen. Dabei riss der Mann sich los und fing an, unkontrolliert um sich zu schlagen. Er konnte aber von den Polizeibeamten auf dem Boden festgelegt werden. In diesem Fall wurde niemand mehr verletzt.

2. Fall: Freitagabend, gegen 22.50 Uhr, hatte ein 36-jähriger Preetzer zunächst einen Glasflasche auf der Straße kaputt geworfen und war anschließend an ein Auto herangetreten, das an „roten“ Ampel An der Untertrave/Beckergrube wartete. Der Ostholsteiner riss die Autotür auf und versuchte unter Schlägen, den Fahrer aus dem Auto zu zerren. Der Beifahrer lief daraufhin um das Auto, um seinem Freund zu helfen. Zusätzlich kamen Passanten dazu und halfen den beiden Lübeckern, den Mann festzuhalten, bis die Polizei eintraf.

Auf die Ansprache der Polizeibeamten beruhigte sich der Mann zunächst kurzfristig, fing aber schon nach kurzer Zeit wieder an, aggressiv zu werden. Trotzdem gelang es, den Mann zunächst am Boden festzulegen und in den Streifenwagen zu bringen. Dort trat der Mann eine Lampe im Streifenwagen kaputt und versuchte weiter, nach den Beamten zu treten.

Beim zentralen Polizeigewahrsam angekommen, beruhigte sich der Mann ein wenig. Ein vorläufiger Atemalkoholwert von 1,37 Promille wurde bei ihm festgestellt. Ferner gab er an, Drogen und Medikamente genommen zu haben und unter einer psychischen Krankheit zu leiden. Eine Blutprobe wurde ihm entnommen.

3. Fall: Eine Frau (36J.) und zwei Männer (36 und 32 J.) waren in einer Wohnung im Stadtteil St. Lorenz Nord in Streit geraten, nachdem sie gemeinsam Alkohol getrunken hatten. Es war zu Körperverletzungen gekommen. Einer von ihnen hatte daraufhin die Polizei verständigt.
Nach der Sachverhaltsklärung, während deren die Frau sich ausgesprochen aggressiv den Polizeibeamten gegenüber verhielt und sie fortwährend beleidigte („Fotze, Arschlöcher, Wichser“ u.ä) sollten dem einen Mann (36J) und ihr Blutproben entnommen werden, da sie vorläufige Alkoholwerte von 2,46 Promille und 2,51 Promille hatten.

Noch während der Blutprobenentnahmen war die Frau derartig aggressiv, dass sie vorbeugend ein paar Stunden im Gewahrsam verbringen musste.

Der dritte Beteiligte lehnte in der Wohnung eine ärztliche Behandlung ab, obwohl er im Gesicht verletzt worden war. Mitfahren musste er aber trotzdem. Gegen ihn lag ein Vollstreckungshaftbefehl wegen einer Verkehrsstraftat vor. Da er das Geld (150 Euro) nicht zahlen konnte, wurde er der JVA Lübeck zugeführt.

 

4. Fall: Sonntagabend, 20.50 Uhr, wurden Polizeibeamte in eine soziale Einrichtung in die Straße Engelsgrube gerufen. Ein 41-Jähriger war dort mehrfach negativ aufgefallen. Ihm sollte daraufhin von der Einrichtungsleiterin ein Hausverbot erteilt werden.
Der Mann reagierte aggressiv, verschanzte sich in seinem Zimmer zunächst hinter einem Tisch, den er den eingesetzten Beamten mit Schwung entgegen stieß. Danach richtete er ein Messer gegen die Beamten. Durch Reden konnten sie ihn auch zunächst beruhigen, so dass er das Besteckmesser weglegte. Kurz darauf wurde er aber wieder aggressiv und fing an, nach den Beamten zu schlagen und zu treten. Er wurde daraufhin am Boden festgelegt. Er stand nicht unter Alkohol- oder Drogeneinfluss, wurde aber vorsorglich zur Verhinderung weiterer Straftaten in Gewahrsam genommen

Der Fall liest sich ähnlich wie die drei oberen Fälle. Jedoch wurden hier drei Polizeibeamten verletzt: Eine 24-Jährige erlitt eine Knie-, eine Hand- und eine Augenverletzung. Sie wurde ambulant in der SANA-Klinik behandelt und kann bis auf Weiteres keinen Dienst versehen. Zwei Kollegen wurden ebenfalls verletzt, blieben jedoch dienstfähig. Ein 33-Jähriger erlitt eine Handverletzung, ein 30-Jähriger eine leichte Kopfverletzung, als er einen Schlag am Kopf erhielt.

5. Fall: Sonntagabend, 21.40 Uhr: Eine Frau aus Moisling ruft über Notruf an und teilt mit, dass ihr Sohn (36J.) in der Wohnung randalieren würde. Auf Klingeln und Klopfen wird den alarmierten Beamten nicht geöffnet. Sie können aber über einen Balkon in die beschriebene Wohnung gelangen. Sie treffen dort zunächst keine Personen an, eine Zimmertür ist jedoch von innen verschlossen. Da auch hier auf Zuruf nicht geöffnet wird und zu befürchten stand, dass die Anruferin oder der Sohn in einer Notlage sein könnten, brachen die Beamten die Zimmertür auf. Sie trafen dort auf den 36-jährigen Lübecker. Da in der Wohnung eine nähere Sachverhaltsklärung nicht möglich war, kam der Mann freiwillig in das Treppenhaus des Mehrfamilienhauses. Hier fing er dann jedoch an, sich am Treppengeländer festzuhalten und wirre Dinge zu rufen. Dabei trat er nach den Beamten. Da der Mann knapp 2 m groß ist und weit über 100 Kg wiegt, riefen die Beamten Verstärkung. Gemeinsam konnte der Mann, der nicht unter Alkoholeinwirkung stand, überwältigt werden. Da er offenbar psychisch krank war, wurde von einer Amtsärztin die Einweisung in ein psychiatrisches Krankenhaus angeordnet.

Die Mutter meldete sich wenig später noch einmal fernmündlich bei der Polizei. Ihr ginge es den Umständen entsprechend gut.

 

 

 

Carola Aßmann

ots Originaltext : http://www.newsaktuell.de
Rückfragen bitte an : Carola Aßmann – Pressesprecherin
Polizeidirektion Lübeck
Stabsstelle / Öffentlichkeitsarbeit
Possehlstraße 4, 23560 Lübeck
Tel.: 0451 / 131- 2004/ -2015( mit AB)
Fax: 0451 / 131 – 2019
Pressestelle.luebeck.pd@polizei.landsh.de

 

In  der Zeit von Donnerstag, 27.06.2013, bis Sonntag, 30.06.2013, kam es im Lübecker Stadtgebiet zu vier Widerstandshandlungen, bei denen mehrere Polizeibeamte verletzt wurden.

  1. Fall: Am Donnerstagabend, um 19.40 Uhr, waren zwei Lübecker (40 und 43 Jahre alt) zum wiederholten Male in Streit geraten. Dabei wurde der Ältere vom Jüngeren verletzt und musste mit Gesichtsverletzungen ins UKSH eingeliefert werden. Der 40- Jährige hatte des Weiteren einen 55-jährigen Lübecker geschlagen und beleidigt. Der Geschädigte musste aber nicht ärztlich behandelt werden.

Dem Tatverdächtigen, der einen Atemalkohlwert von 1,46 Promille hatte, wurde von den eingesetzten Polizeibeamten ein Platzverweis erteilt. Diesem nachzukommen, verweigerte der Mann völlig. Daher wurde er, nachdem es ihm auch schon angedroht worden war, zunächst in Gewahrsam genommen. Dabei riss der Mann sich los und fing an, unkontrolliert um sich zu schlagen. Er konnte aber von den Polizeibeamten auf dem Boden festgelegt werden. In diesem Fall wurde niemand mehr verletzt.

  1. Fall: Freitagabend, gegen 22.50 Uhr, hatte ein 36-jähriger Preetzer zunächst einen Glasflasche auf der Straße kaputt geworfen und  war anschließend an ein Auto herangetreten, das an „roten“ Ampel An der Untertrave/Beckergrube wartete. Der Ostholsteiner riss die Autotür auf und versuchte unter Schlägen, den Fahrer aus dem Auto zu zerren. Der Beifahrer lief daraufhin um das Auto, um seinem Freund zu helfen. Zusätzlich kamen Passanten dazu und halfen den beiden Lübeckern, den Mann festzuhalten, bis die Polizei eintraf.

Auf die Ansprache der Polizeibeamten beruhigte sich der Mann zunächst kurzfristig, fing aber schon nach kurzer Zeit wieder an, aggressiv zu werden. Trotzdem gelang es, den Mann zunächst am Boden festzulegen und in den Streifenwagen zu bringen. Dort trat der Mann eine Lampe im Streifenwagen kaputt und versuchte weiter, nach den Beamten zu treten.

Beim zentralen Polizeigewahrsam angekommen, beruhigte sich der Mann ein wenig. Ein vorläufiger Atemalkoholwert von 1,37 Promille wurde bei ihm festgestellt. Ferner gab er an, Drogen und Medikamente genommen zu haben und unter einer psychischen Krankheit zu leiden. Eine Blutprobe wurde ihm entnommen.

 

  1. Fall: Eine Frau (36J.) und zwei Männer (36 und 32 J.) waren in einer Wohnung im Stadtteil St. Lorenz Nord in Streit geraten, nachdem sie gemeinsam Alkohol getrunken hatten. Es war zu Körperverletzungen gekommen. Einer von ihnen hatte daraufhin die Polizei verständigt.

Nach der Sachverhaltsklärung, während deren die Frau sich ausgesprochen aggressiv den Polizeibeamten gegenüber verhielt und sie fortwährend beleidigte („Fotze, Arschlöcher, Wichser“ u.ä)  sollten dem einen Mann (36J) und ihr Blutproben entnommen werden, da sie vorläufige Alkoholwerte von 2,46 Promille und 2,51 Promille hatten.

Noch während der Blutprobenentnahmen war die Frau derartig aggressiv, dass sie vorbeugend ein paar Stunden im Gewahrsam verbringen musste.

Der dritte Beteiligte lehnte in der Wohnung eine ärztliche Behandlung ab, obwohl er im Gesicht verletzt worden war. Mitfahren musste er aber trotzdem. Gegen ihn lag ein Vollstreckungshaftbefehl wegen einer Verkehrsstraftat vor. Da er das Geld (150 Euro) nicht zahlen konnte, wurde er der JVA Lübeck zugeführt.

 

4.Fall: Sonntagabend, 20.50 Uhr, wurden Polizeibeamte in eine soziale Einrichtung in die Straße Engelsgrube gerufen. Ein 41-Jähriger war dort mehrfach negativ aufgefallen. Ihm sollte daraufhin von der Einrichtungsleiterin ein Hausverbot erteilt werden.

Der Mann reagierte aggressiv, verschanzte sich in seinem Zimmer zunächst hinter einem Tisch, den er den eingesetzten Beamten mit Schwung entgegen stieß. Danach richtete er ein Messer gegen die Beamten. Durch Reden konnten sie ihn auch zunächst beruhigen, so dass er das Besteckmesser weglegte. Kurz darauf wurde er aber wieder aggressiv und fing an, nach den Beamten zu schlagen und zu treten. Er wurde daraufhin am Boden festgelegt. Er stand nicht unter Alkohol- oder Drogeneinfluss, wurde aber vorsorglich zur Verhinderung weiterer Straftaten in Gewahrsam genommen

Der Fall liest sich ähnlich wie die drei oberen Fälle. Jedoch wurden hier drei Polizeibeamten verletzt: Eine 24-Jährige erlitt eine Knie-, eine Hand- und eine  Augenverletzung. Sie wurde  ambulant in der SANA-Klinik behandelt und kann bis auf Weiteres keinen Dienst versehen. Zwei Kollegen wurden ebenfalls verletzt, blieben jedoch dienstfähig. Ein 33-Jähriger erlitt eine Handverletzung, ein 30-Jähriger eine leichte Kopfverletzung, als er einen Schlag am Kopf erhielt.

 

  1. Fall:  Sonntagabend, 21.40 Uhr: Eine Frau aus Moisling ruft über Notruf an und teilt mit, dass ihr Sohn (36J.) in der Wohnung randalieren würde. Auf Klingeln und Klopfen wird den alarmierten Beamten nicht geöffnet. Sie können aber über einen Balkon in die beschriebene Wohnung gelangen. Sie treffen dort zunächst keine Personen an, eine Zimmertür ist jedoch von innen verschlossen. Da auch hier auf Zuruf nicht geöffnet wird und zu befürchten stand, dass die Anruferin oder der Sohn in einer Notlage sein könnten, brachen die Beamten die Zimmertür auf. Sie trafen dort auf den 36-jährigen Lübecker. Da in der Wohnung eine nähere Sachverhaltsklärung nicht möglich war, kam der Mann freiwillig in das Treppenhaus des Mehrfamilienhauses. Hier fing er dann jedoch an, sich am Treppengeländer festzuhalten und wirre Dinge zu rufen. Dabei trat er nach den Beamten. Da der Mann knapp 2 m groß ist und weit über 100 Kg wiegt, riefen die Beamten Verstärkung. Gemeinsam konnte der Mann, der nicht unter Alkoholeinwirkung stand, überwältigt werden. Da er offenbar psychisch krank war, wurde von einer Amtsärztin die Einweisung in ein psychiatrisches Krankenhaus angeordnet.

Die Mutter meldete sich wenig später noch einmal fernmündlich bei der Polizei.  Ihr ginge es den Umständen entsprechend gut.

 

 

 

 

 

 

 

Carola Aßmann

 

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