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Montag, 23. April 2018 21:25:48 Uhr

Kategorie Menschlich gesehen

Und plötzlich Pflegefall – Tipps und Infos für Angehörige

Und plötzlich Pflegefall – Tipps und Infos für Angehörige – Eltern-PflegeheimGerät ein Angehöriger in eine Situation, in der er sich nicht mehr selber versorgen kann, steht die Familie vor einem Problem. Der klassische Fall ist, dass die Eltern hilfe- oder pflegebedürftig werden. Passiert das, ändert sich für die Familie sehr viel. Doch wie lassen sich finanzielle Anforderungen, erforderliche Pflegeleistungen und organisatorischen Fragen so klären, dass den Betroffenen gezielt geholfen wird? Ein hilfreicher Ansatz in Lübeck ist das Netzwerk Altenpflegebranche. Der vorliegende Artikel liefert konkrete Tipps und Hinweise zum Thema Pflege von Angehörigen zuhause.

Die Vierfachbelastung im Alltag

Einen Angehörigen zu versorgen hat vier wesentliche Aspekte. Zum einen gibt es die körperliche Belastung, die zum Beispiel für die Körperpflege nötig ist oder auch beim Einkaufen, Putzen und anderen haushaltsnahen Leistungen Auswirkungen hat. Der zweite Belastungsfaktor spielt sich auf emotionaler Ebene ab. Zum einen sollen Mutter oder Vater liebevoll versorgt sein, zum anderen stehen eigene private Verpflichtungen und auch berufliche Anforderungen dagegen. Der dritte Faktor bezieht sich auf die Kosten. Nicht nur, dass pflegerische Hilfsmittel zusätzlich aufs Haushaltsbudget schlagen, auch das Bezahlen von externen Dienstleistern, die eine ambulante Pflege übernehmen, geht ins Geld. Und nicht zuletzt erfordern die Organisationen zur Pflege eines Angehörigen einen hohen zeitlichen Aufwand. Den Überblick zu behalten, ist gar nicht so leicht. Doch die Pflege muss flexibel sein, irgendwie müssen alle Anforderungen unter einen Hut gebracht werden. Die Verbraucherzentrale verschafft einen umfangreichen Überblick über die Möglichkeiten von Familien pflegebedürftiger Menschen und von Betroffenen selbst.

Finanzielle Hilfen

Die Leistungen der gesetzlichen Pflegekasse reichen oftmals nicht aus, um die anfallenden Kosten im abzudecken. Wer vorgesorgt und eine Pflegezusatzversicherung abgeschlossen hat, erfährt ein Stück weit monetäre Erleichterung. Dabei gibt es unterschiedliche Modelle der Pflegeversicherung, nämlich die Pflegetagegeldversicherung und die Pflegekostenversicherung. Der Vorteil einer Pflegetagegeldversicherung liegt darin, dass der Versicherte pro Tag ein bestimmtes Budget zur Verfügung hat, dass er frei verwenden kann. Im Gegensatz dazu deckt die Pflegekostenversicherung tatsächlich belegte Pflegekosten ab, wobei es hier klare Grenzen gibt.

Weitere finanzielle Hilfen werden von der Pflegekasse, den Krankenkassen und Sozialämtern ausgegeben. Informationen erteilen das Versorgungsamt sowie die zuständigen Krankenkassen. Neben den direkten finanziellen Leistungen gibt es geldwerte Vorteile, die in Form von Selbsthilfegruppen, Betreuungsangeboten, Kurzzeitpflege, Verhinderungspflege, Pflegekursen, Kuren und Urlaub sowie finanzierte Pflegezeit bestehen. Das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben vergibt zinslose Darlehen, um Beschäftigten, die sich für die Pflegeleistung zu Hause von der Arbeit freistellen lassen, einen gewissen sicheren finanziellen Rückhalt zu bieten.

Erst informieren, dann aktiv werden

Bevor Betroffene in Aktivismus ausbrechen, sollten Sie sich über Ihre Möglichkeiten informieren. Die Pflegeberatung ist erste Anlaufstelle, die in jedem Bundesland zu finden ist. Organisiert wird die Pflegeberatung über die Kommunen, die mit der Pflegekasse zusammenarbeiten. Verbraucher können sich beim Zentrum für Qualität in der Pflege in einer umfangreichen Datenbank anzeigen lassen, wo der nächste zuständige Pflegestützpunkt liegt. Neben dieser Anlaufstelle kann jeder Versicherte Kontakt zur Pflegekasse aufnehmen. Diese berät kostenfrei und fallbezogen sehr individuell. Weitere spezielle und kostenfreie Beratungsangebote können über Selbsthilfegruppen oder private Angebote und Linksammlungen von Betroffenen online und offline gefunden werden. Wenn möglich, sollten sich Angehörige schnellstens einen Überblick über die lokalen Möglichkeiten verschaffen und gemeinsam entscheiden, wie es weitergeht.

Pflegekurse nutzen

Pflege-der-ElternWenn ein Angehöriger nach einem Krankenhausaufenthalt zum Pflegefall wird, stehen in der Regel Sozialstationen vor Ort zur Verfügung. Mit der sogenannten Überleitungspflege sollen sie den Übergang vom Krankenhausaufenthalt in eine sichere häusliche Versorgung gewährleisten. Die Sozialstationen haben ihr Büro direkt im Krankenhaus und sprechen mit den Angehörigen die lokalen Möglichkeiten durch. Krankenhäuser arbeiten mit vielen unterschiedlichen Pflegediensten zusammen und können zum Beispiel hilfreiche Pflegekurse vermitteln. In diesen Pflegekursen lernen Angehörige bei einem Pflegedienst oder in einer Altenpflegeschule, wie sie ihren Angehörigen zu Hause pflegen können. In Einzelfällen findet die Schulung auch im häuslichen Umfeld statt, und zwar dann, wenn der zu pflegende Angehörige sehr speziell erkrankt ist und eine spezielle Behandlung erfordert. Einige Kursanbieter erheben Kursgebühren, andere bieten kostenlose Kurse an. Ein Vergleich ist immer ratsam.

Quellen:

Bild 1: pixabay.com © geralt (CC0 Public Domain)

Bild 2: pixabay.com © longleanna (CCO Public Domain)

Video: https://youtu.be/xCKFv0I_bEk

Flüchtlingsfrage: Herausforderung gemeinsam bewältigen

Herausforderung gemeinsam bewältigen – Zum heutigen (30.9.2015) Treffen des Ministerpräsidenten mit VertreterInnen der Kommunen zur Unterbringung und Betreuung von Flüchtlingen sagt die Fraktionsvorsitzende und flüchtlingspolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Eka von Kalben: „Das Treffen der Landesregierung mit den Kommunen zeigt genauso wie die Bund-Länder-Verhandlungen in der letzten Woche, dass wir nur gemeinsam mit allen Ebenen die Zuwanderung der Flüchtlinge gut gestalten können. Deshalb ist es auch richtig, dass das Land Maßnahmen zur Stärkung der kommunalen Unterbringung vorgestellt hat. Ziel ist es, schnell Winternotunterkünfte und perspektivisch Wohnraum für die Menschen zu schaffen, die nach Schleswig-Holstein kommen. Jetzt gilt es für die beschlossene Arbeitsgruppe, zügig zu handeln, denn der Herbst steht nicht mehr vor der Tür, der Herbst ist da. Weiterlesen »

Kinderhaus KF feiert sein vier jähriges Bestehen

Das Kinderhaus Kids & Fips feiert dieses Jahr sein vier jähriges Bestehen. Das Kinderhaus ist eine private Kindertagespflegestelle, die von zwei Tagesmüttern geführt wird. In den letzten vier Jahren hat sich eine Menge im Kinderhaus getan. Weiterlesen »

Warum Danke zu sagen so wichtig ist

Hand-drawn vector drawing of a Danke! (Thank You!) German Text Speech Bubble. Black-and-White sketch on a transparent background (.eps-file). Included files are EPS (v10) and Hi-Res JPG.
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Sich in den richtigen Situationen zu bedanken, ist vor allem etwas, zudem wir von unseren Eltern und unserem Umfeld erzogen werden. Als Kind wird man immer wieder dazu aufgefordert, Danke zu sagen, wenn man etwas geschenkt bekommen hat. Im Erwachsenenleben vergessen wir diese nette Geste leider viel zu schnell. Dabei kann ein einfaches Danke für eine andere Person so viel bedeuten.

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Philippinen: Christen muslimischer Herkunft unter Druck

Open-DoorsSeit 20 Jahren ist Open Doors auf den Philippinen unter verfolgten Christen tätig. Bemerkenswert daran ist, dass das Land freiheitlich-demokratisch regiert wird und fast 90 Prozent der Einwohner Christen sind. Einige Teile des aus über 7.000 Inseln bestehenden Landes sind jedoch islamisch geprägt, insbesondere einige Provinzen der zweitgrößten Insel Mindanao im Süden des Landes. In diesen Gebieten stehen Christen zum Teil unter massivem Druck. Eine Open Doors Mitarbeiterin gibt Einblick in die Entwicklungen der vergangenen Jahre und die aktuelle Situation in dieser Region. Weiterlesen »

Unverzichtbarer Mosaikstein der Willkommenskultur

Zur Pressekonferenz der Diakonie und Nordkirche anlässlich der Flüchtlingskonferenz der Landesregierung sagt die flüchtlingspolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Eka von Kalben:  Die Diakonie und die Nordkirche leisten eine klasse Arbeit. Ihr flächendeckendes Engagement ist ein unverzichtbarer Mosaikstein der Willkommenskultur in Schleswig-Holstein. Weiterlesen »

„Hoch auf dem gelben Wagen…

…sitzen die Wahlverwandten vorn……und das Alt&JungMobil rollt!“ Liebe Freunde von Wahlverwandtschaften, liebe Wahlverwandten, ab sofort haben wir die tolle Gelegenheit ein „Alt&JungMobil“ für alle Mitglieder und Freunde von Wahlverwandtschaften für gemeinsame Ausflüge zur Verfügung zu stellen. Weiterlesen »

Mit Knast gegen mögliches Bleiberecht!

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Landesbischof Ulrich: Herzliche Gastfreundschaft in der Abrahams Herberge in Beit Jala

Beit Jala (ce). Eine von Landesbischof Gerhard Ulrich geleitete Delegation der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) ist heute (19. Februar) zu einem siebentägigen Besuch in Israel und den palästinensischen Gebieten eingetroffen. Sie ist einer Einladung des Bischofs der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Jordanien und im Heiligen Land (ELCJHL), Dr. Munib Younan, gefolgt und wohnt derzeit im Gästehaus der Partnerkirche, der „Abrahams Herberge“. „Hier spüren wir sofort herzliche Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft. Außerdem sorgen wir als Gäste dafür, dass Arbeitsplätze bei unseren palästinensischen Partnern gesichert werden“, betonte Ulrich bei seiner Ankunft. Weiterlesen »

Bible verse of the day

Und alle, die fromm leben wollen in Christus Jesus, müssen Verfolgung leiden.
 

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