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Samstag, 29. August 2015 02:12:24 Uhr

3. christliche (Mai)Glaubenskonferenz in Neum├╝nster

Fotos: TBF/Wolfgang Freywald – (v.lks.) Wilfried Plock, Klaus-Dieter Marwede, Manfred Dannat, Rudi Joas – ÔÇťZum BilderbogenÔÇŁ

Am Sonntag fand in Neum├╝nster die 3. christliche (Mai)Glaubenskonferenz unter demThema „Wahre J├╝ngerschaft“ in Neum├╝nster statt. ├ťber 400 Christen waren aus ganz Schleswig-Holstein angereist, um die Vortr├Ąge von Rudi Joas (Missionswerk Heukelbach) und Wilfried Plock (Konferenz f├╝r Gemeindegr├╝ndung) zu h├Âren. Klaus-Dieter Marwerde, Freie Bibel Gemeinde L├╝beck, Hauptorganisator der Veranstaltung, begr├╝sste die anwesenden G├Ąste, Rudi Joas sprach sehr erbaulich ├╝ber „Die Kosten wahrer J├╝ngerschaft“ und Wilfried Plock ebenso erbaulich ├╝ber „Den Segen wahrer J├╝ngerschaft“.┬á┬á┬á┬á Jeweils nach den Vortr├Ągen stellten sich das Bilbel-Center Breckerfeld und das EBTC-Berlin, (Europ├Ąisches Bibel Trainings Centrum) mit Ihrer Arbeit vor. Hier die Vortr├Ąge in den wichtigsten Punkten vorgestellt:

Der Redner
Rudi Joas, geb├╝rtiger ├ľsterreicher, Jahrgang 1947, ist verheiratet und hat 3 Kinder und 5 Enkel. Als Ingenieur arbeitete er 6 Jahre in Kanada und Mexiko und 14 Jahre in Deutschland. 1988 wurde er Vertriebsleiter eines christlichen Verlags. Seit 2002 ist Rudi Joas Missionsleiter des Missionswerkes Werner Heukelbach. Er wurde bekannt als Autor verschiedener Brosch├╝ren und durch Radiosendungen bei Radio Luxemburg. Zuhause ist er im oberbergischen Bergneustadt.

Die Kosten wahrer J├╝ngerschaft oder die 5 Kennzeichen eines echten J├╝ngers
Wusstet ihr, dass es Unterschiede zwischen Gl├Ąubigen und J├╝ngern gibt?
Jemand der sich bekehrt ist dadurch nicht automatisch auch ein J├╝nger.
Beispiel: Es gibt so viele Instant-Produkte zu kaufen. Instantkaffee, Instantlimo., Instantmilch. Und immer braucht man nur Wasser zuzuf├╝gen und schon ist es fertig.
Manche Christen meinen, mit J├╝ngern w├Ąre es ebenso einfach. Nimm einen Gl├Ąubigen, f├╝ge etwas Taufwasser hinzu und ÔÇ×wuschÔÇť, schon ist der J├╝nger fertig.
So geht es nat├╝rlich nicht! J├╝nger werden nicht geboren sondern herangebildet.
J├╝nger Jesu fallen nicht vom Himmel, sondern wachsen in der Schule des Herrn.
Der Schatten des Kreuzes, unter dem Jesus Christus immer lebte, nimmt immer sch├Ąrfere Konturen an. Er befindet sich auf seinem letzten Weg nach Jerusalem.
Immer mehr Leute sammelten sich um den HJ, aber viele wollten nur ein Wunder sehen oder eine kostenlose Mahlzeit von ihm haben.
Da fing der Herr pl├Âtzlich an ├╝ber die Kosten der J├╝ngerschaft zu reden und das Nachfolge keine Frage der Lust, sondern der totalen Hingabe ist.
Ôľ║ Beispiel: Schwein und Huhn h├Ârten, dass die Gemeinde den Armen helfen will.
Sie diskutieren wie sie helfen k├Ânnen. Huhn: ÔÇ×Ich habs! Wir stiften Eier m. Speck
Ôľ║f├╝r die Hungrigen!ÔÇŁ Schwein denkt nach: ÔÇťDa gibts nur einen Haken mit deiner Eier-und-Speck-Idee. Du leistest nur einen Beitrag, aber ich muss mich ganz hingeben!ÔÇť Beim Thema J├╝ngerschaft geht es genau darum: Um totale Hingabe!

In Lk 14,25-35 stellt uns der Jesus Christus f├╝nf Kennzeichen eines J├╝ngers vor und erteilt uns damit wichtige Lektionen in Bezug auf die Frage: ÔÇ×Was sind denn die Kosten eines echten J├╝ngers?ÔÇť

Damals wie Heute, waren die Beziehung der Menschen zu ihm ganz unterschiedlich intensiv. Wie standen und stehen die Leute zu Jesus?
1. Da gab es einmal diejenigen, die ich einfach nur ÔÇ×ZuschauerÔÇť nennen w├╝rde.
Sie wussten zwar wer er war, aber sie w├╝rden sich auch rasch gegen ihn wenden.
Das w├Ąren heute die Leute, die dem christlichen Gedankengut relativ offen und tolerant gegen├╝ber stehen.
2. Etwas n├Ąher zum Zentrum stehen die sogenannten Namens-Christen.
Das sind vielleicht die Leute, die schon ├Âfter mal zur Kirche gehen.
Die zwar Kirchenmitglieder sind aber nicht aktiv am Gemeindeleben teilnehmen.
3. Noch n├Ąher dran stehen die echten Christen, die, soweit man das beurteilen kann, wiedergeboren und eng mit ihrer ├Ârtlichen Gemeinde verbunden sind.
Die aber zufrieden sind zu wissen: Wir kommen mal in den Himmel.
4. Und dann gibt es noch Leute die eine tiefe Beziehung zum J. Chr. haben und f├╝r die ein Leben mit dem HJ starke Auswirkungen auf ihr praktisches Leben hat.
Die m├Âchte ich im Zusammenhang mit unserem Thema ÔÇ×J├╝ngerÔÇť nennen.

In welcher Gruppe w├╝rdest du dich sehen? In welcher m├Âchtest du denn sein?
Der Platz eines J├╝ngers ist so nah wie m├Âglich am Mittelpunkt zu leben, um dann nach drau├čen zu gehen und andere Menschen ÔÇ×zu J├╝ngern zu machenÔÇť.

Fangen wir einfach mal an die 5 Bilder zu betrachten die der HJ benutzt um echte J├╝nger zu beschreiben, und uns dann fragen, was das f├╝r uns bedeutet!

Ôľ║ 1. Bild. DIE FAMILIE: LIEBE DEN HJ MEHR ALS ALLES!
Als erstes benutzt der HJ also das Bild einer Familie.
Wer von euch hat sich dar├╝ber noch nie gewundert?
Der HJ will, dass du deine Familie hassen sollst, wenn du sein J├╝nger werden willst?
ÔÇ×Redet der Herr an anderer Stelle nicht davon, dass wir den N├Ąchsten, und sogar unsere Feinde, lieben sollen?ÔÇť
Nicht vergessen, der HJ bedient sich oft Methoden um seinen Worten gr├Â├čere Durchschlagskraft zu geben. Hier benutzt er das Mittel der ÔÇ×├ťbertreibungÔÇť.
ÔÇŽ Es kann also sein, dass es Situationen gibt, wo dich deine Liebe zum HJ zum Feind der eigenen Familie macht.
Beispiel: Ali R. musste sich entscheiden, als er sich bekehrte, ob er sich taufen l├Ąsst und enterbt und Todfeind seiner Familie wird, oder ob er zum HJ steht.

Wenn du dem HJ konsequent und treu folgen willst, dann brauchst du keine Leute zu suchen die dich nicht m├Âgen oder die sich lustig ├╝ber dich machen – die werden dich finden, und es k├Ânnten sogar die eigenen Familienmitglieder sein!
Ôľ║ Mt 10,22.37 Und ihr werdet von allen gehasst werden um meines Namens willen. Wer aber ausharrt bis ans Ende, der wird errettet werden. [ÔÇŽ] Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht w├╝rdig; und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, ist meiner nicht w├╝rdig;

Ôľ║ Beispiel: 2001 wurden in Afghanistan 8 Shelter-Now Mitarbeiter entf├╝hrt. Die Mutter der Amerik. Heather Mercer wurde interviewed und die Presse st├╝rzte sich auf die Aussage der Mutter, dass sie radikal gegen die Entscheidung der Tochter war, nach Afghanistan zu gehen. Die Presse stellte es so dar, als ob Heathers Hingab. an Jesus die Familie gespalten h├Ątte. Sie fragten sie, wie sie so was tun konnte, obwohl die Mutter so dagegen war. Das ist genau das, was der HJ in Lk 14,26 meinte!

Ôľ║ 2. Bild: DAS KREUZ – LEBE WIE EIN TOTER!
Als n├Ąchstes benutzt der HJ das Kreuz um einen echten J├╝nger zu beschreiben.
Ein J├╝nger ist jemand, der sein Kreuz tr├Ągt! ÔÇ×Was bedeutet das denn ├╝berhaupt?ÔÇť
ÔÇťMigr├Ąne? R├╝ckenschmerzen? Pflege eines alten Menschen?ÔÇť
Ich w├╝rde mal sagen, wenn du Kopf- oder R├╝ckenschmerzen hast, dann geh doch einfach mal zu Arzt und bei der Pflege hilft dir der h├Ąusliche Pflegedienst.

Auf jeden Fall ist das nicht das Kreuz, von dem der Herr Jesus hier spricht.
Heute hat das Kreuz f├╝r die meisten Menschen seinen Schrecken verloren.
Wir haben das Kreuz schon l├Ąngst sterilisiert und domestiziert!

Ôľ║ Die Leute tragen heute ein Kreuz um den Hals oder einen Ohrstecker.
Ôľ║ Oder man hat ein h├╝bsches Kreuz auf dem Umschlag seiner Bibel
Ôľ║ oder ├╝ber dem Podium h├Ąngt ein Kreuz. Das sieht doch alles nett aus – oder?
Das w├Ąre im 1. Jahrh. v├Âllig undenkbar gewesen!
Die Botschaft des Kreuzes hie├č damals: ÔÇ×brutalster TodÔÇť!
Wir haben uns aber ans Kreuz gew├Âhnt!
Ôľ║ Deswegen nimm doch mal in Gedanken das h├╝bsche Kreuz aus Edelholz von der
Ôľ║ Wand und h├Ąnge ein Bild an seine Stelle, mit einem elektrischen Stuhl auf dem jemand sitzt, dem schon der Qualm aus den Kopf├Âffnungen kommt.
Stell dir vor da kommt jemand zu dir und sagt: ÔÇ×Das ist aber ein h├╝bscher Elektrischer Stuhl, den du da um den Hals tr├Ągst.ÔÇť
Ôľ║ Oder wie w├ĄrÔÇÖs mit dem Modell eines Galgens gleich neben dem Podium?
Da w├╝rden wir doch erschrecken – oder?

Das Kreuz hat heute jeden Schrecken verloren, aber in der Zeit des HJ war es ein furchtbares Folter- und Hinrichtungsinstrument.
Ôľ║ Wenn man damals jemand mit einem Kreuz sah, dann hie├č das, der Mann ist so gut wie tot!
Ôľ║ Beispiel: Helen Prejean (geb. 1939) schrieb 1992 Buch ÔÇ×Dead man walking. Sein letzter GangÔÇť. Wenn ein Todeskandidat von der Todeszelle zur Hinrichtung gef├╝hrt wurde riefen die anderen Gefangenen ÔÇ×Dead man walking!ÔÇť
Er lebt und geht, aber er ist so gut wie tot.
Ôľ║ (LEER) Das ist eine treffende Beschreibung von dem, was der HJ meinte, als er davon sprach, dass ein wahrer J├╝nger sein Kreuz tr├Ągt.
Wir sind tote Leute und wir sollten langsam anfangen uns so zu verhalten wie Tote.
Paulus wusste was es hei├čt ein Kreuz zu tragen.
Im Gal-brief finden wir 3 Dynamitverse zu Thema ÔÇ×Kreuz tragenÔÇť:
Ôľ║ Gal 2,20 Ich bin mit Christus gekreuzigt und nicht mehr lebe ich, sondern Christus lebt in mir;
Ôľ║ Gal 5,24 Die aber dem Christus Jesus angeh├Âren, haben das Fleisch samt den Leidenschaften und Begierden gekreuzigt.
Ôľ║ Gal 6,14 Mir aber sei es fern, mich zu r├╝hmen als nur des Kreuzes unseres Herrn Jesus Christus, durch das mir die Welt gekreuzigt ist und ich der Welt.
Das hei├čt, es gibt f├╝r den J├╝nger Jesu nichts womit die Welt sein Interesse wecken k├Ânnte. Gerade so, als w├Ąre die Welt f├╝r ihn tot und er f├╝r die Welt.
Ein toter Mann ist von diesen Dingen befreit und Paulus redet genau davon:
Ôľ║ R├Âm 6,11 Haltet euch der S├╝nde f├╝r tot, Gott aber lebend in Christus Jesus!
Ein J├╝nger Jesu macht sich immer wieder (t├Ąglich) bewusst, dass er eigentlich tot ist!

Ôľ║ 3. Bild: DER TURM – BEDENKE DEN WERT EINES VOLLENDETEN WERKES!
Als n├Ąchstes pr├Ąsentierte der HJ einen Mann, der, bevor er anfing einen Turm zu bauen, die Kosten ├╝berschlug, ob er den Bau auch abschlie├čen k├Ânnte.
Hier geht es um die Kosten der J├╝ngerschaft und nicht um die Errettung!
Wenn du fragen w├╝rdest: ÔÇ×Habe ich genug um mich zu bekehren?ÔÇť Dann w├Ąre die Antwort nat├╝rlich NEIN, niemals. Es liegt nicht an dem was wir haben.
Gott sorgt in dieser Beziehung f├╝r alles was wir brauchen. Das meint auch Paulus:
Ôľ║ Phil 1,6 Ich bin ebenso in guter Zuversicht, dass der, der ein gutes Werk in euch angefangen hat, es vollenden wird bis auf den Tag Christi Jesu.
Das hat mit dem Erl├Âsungswerk des HJ zu tun
Aber hier im Lk 14 redet der Herr ├╝ber die Kosten der Hingabe eines J├╝ngers.
Da sollten wir vielleicht nicht so sehr an Kosten, als an Wert denken.
Ein gutes Ende als J├╝nger – das ist der Schl├╝ssel eines erf├╝llten Lebens.
Viele sind zur├╝ckgefallen und kommen vielleicht in den Himmel, aber sie hinterlassen keinen besonders guten Ruf.
Je ├Ąlter ich werde, desto klarer wird mir, dass es im Leben eines echten J├╝ngers keinen Leerlauf geben darf. Keinen ÔÇ×geistlichen RuhestandÔÇť.
Die Bibel ist voll von gro├čen Leuten die ihren Lauf nicht gut beendet haben.

Noah und seine Familie fanden Gnade in den Augen des Herrn und wurden vor der gro├čen Flut gerettet. Aber er endete betrunken und nackt und verfluchte seinen Sohn.
Salomon war der weiseste Mann der je gelebt hat, aber er beendete sein Leben nicht gut – seine vielen Frauen wandten sein Herz weg von dem einen Gott.

Wirst du deinen Lauf gut beenden? Ich kenne eine ganze Reihe von Leuten, die einmal treu den Weg mit dem Herrn gegangen sind, aber dann sind sie irgendwann und irgendwie abgeirrt und haben ihren Lauf nicht gut beendet.

Ôľ║ 4. Bild: DIE SCHLACHT – UNTERWERFE DICH DEM ST├äRKEREN K├ľNIG!
In diesem Bild beschreibt der HJ zwei K├Ânige. Einer ist zahlenm├Ą├čig unterlegen, deswegen schlie├čt er mit dem st├Ąrkeren K├Ânig Frieden, noch bevor es zum Krieg kommt.
Zu biblischen Zeiten war es m├Âglich, dass der aufgebende K├Ânig zu einem Sklaven wurde, es war also eine geh├Ârige Portion Demut notwendig, sich vor einem anderen zu beugen und nach den Bedingungen f├╝r Frieden zu fragen.
Es erfordert auch Demut ein echter J├╝nger Jesu zu sein.
Du kannst kein echter J├╝nger Jesu sein, ohne ihm die Herrschaft ├╝ber dein Leben zu ├╝berlassen. Und das ist gar nicht so einfach. Keinem von uns f├Ąllt das leicht!
ÔÇŽ
Bist du in deinem Leben schon an den Punkt gekommen, an dem du dich mit allem was du bist und hast dem Herrn v├Âllig ausgeliefert hast?
Wahre J├╝ngerschaft hei├čt zum HJ kommen uns sagen: ÔÇ×HJ, ich gebe auf. Ich gebe die Herrschaft ├╝ber mein Leben auf – ├╝bernimm du das Steuerrad!ÔÇť
Ôľ║ 1Petr 5,6 Dem├╝tigt euch nun unter die m├Ąchtige Hand Gottes, damit er euch erh├Âhe zur rechten Zeit.

5. und letztes Bild, das der HJ benutzt ist:
Ôľ║ DAS SALZ – HALTE DICH REIN UM ANDERE ZU SCH├ťTZEN!
Salz war damals ein sehr wertvoller Stoff.
Sprichworte reden vom Wert des Salzes: ÔÇ×Der ist das Salz in der Suppe nicht wert.ÔÇť
Der besondere Wert damals lag im Salz als Konservierungsmittel und Schutzmittel.
Damals gab es keine K├╝hlm├Âglichkeiten und so bewahrte Salz das Fleisch vor dem Verderben (Verz├Âgerung des Verwesungsprozesses).
So gebrauchte der HJ in der Bergpredigt das Bild mit dem Salz:
Ôľ║ Mt 5,13 Ihr seid das Salz der Erde.
Wir leben in einer Gesellschaft, in der die Moral rasant zerf├Ąllt.
So wie das Salz damals mit dem zu sch├╝tzenden Material in Kontakt kommen musste um seine Wirkung zu entfalten, so m├╝ssen wir Christen mit unserer Kultur in Ber├╝hrung kommen um den Verwesungsprozess zu verlangsamen.
Als Salz sollen wir das Gute in unserer Gesellschaft hochhalten und nicht schweigen, wenn sich um uns herum das B├Âse wie ein Krebsgeschw├╝r ausbreitet.
┬Ě Wir m├╝ssen in Liebe sagen, dass Abtreibung T├Âten von ungebor. Leben ist.
┬Ě Wir m├╝ssen in Liebe sagen, dass alle Arten des Zusammenlebens au├čerhalb der von Gott gestifteten Ehe zwischen Mann und Frau nicht den Gedanken Gottes entspricht und S├╝nde ist.
┬Ě Wir m├╝ssen in Liebe sagen, dass Ehebruch nicht erst im Bett der Nachbarin beginnt, sondern schon, wenn man sich den Porno im Internet anschaut.
Wenn wir zu diesen Zust├Ąnden schweigen, oder vielleicht sogar selber mitmachen, dann haben wir unsere Salzkraft verloren.
Negative Dinge in unserer Gesellschaft ansprechen ist nicht besonders popul├Ąr.
Salz brennt, wenn man es in eine offene Wunde streut?
Salz hat also nicht nur eine konservierende, sondern auch eine reizende und eine antiseptische, also sterilisierende Wirkung.
Wenn wir mit der Menge, unerkannt mitlaufen, weil wir nicht anecken wollen, dann entsprechen wir nicht dieser Wirkung von Salz.

Damals wie heute haben viele Christen ihre Salzkraft verloren, weil sie sich in die verdorbenen Wege dieser Welt verstrickt haben. Moralisch und geistlich.
(Beispiel der Ausbreitung von Pornographie auch unter Christen)

Wenn wir es zulassen, dass sich unreine Gedanken und unreines Verhalten mit unserer Pers├Ânlichkeit vermischt, dann verlieren wir schnell die W├╝rze die Salz eigentlich haben sollte. Der HJ fragt da v├Âllig zu Recht:
Ôľ║ Lk 14,34 Wenn aber auch das Salz kraftlos geworden ist, womit soll es gew├╝rzt werden?
Wenn du kraftlos geworden bist, dann hat Gott nur ein Mittel um dich wieder zu reinigen und brauchbar zu machen:
Ôľ║ 1Jo 1,7.9 Das Blut Jesu, seines Sohnes, reinigt uns von jeder S├╝nde. [ÔÇŽ] Wenn wir unsere S├╝nden bekennen, ist er treu und gerecht, dass er uns die S├╝nden vergibt und uns reinigt von jeder Ungerechtigkeit.
Sein Blut macht dich rein und sein Wort h├Ąlt dich rein:
Ôľ║ Ps 119,11 ÔÇ×In meinem Herzen habe ich dein Wort verwahrt, damit ich nicht gegen dich s├╝ndige.

ABSCHLUSS
Ôľ║ (LEER) Eigentlich sollten wir ÔÇ×gef├ĄhrlicheÔÇť Leute in unserer Gesellschaft sein.
Gef├Ąhrlich deshalb, weil wir nicht alles mitmachen und B├Âses deutlich ansprechen.
Bist du ein wahrer J├╝nger Jesu?
Willst du n├Ąher zum Mittelpunkt der hingebungsbereiten Nachfolger r├╝cken?
┬Ě Ôľ║ Liebst du den HJ mehr als alles, sogar mehr als deine Familie?
┬Ě Ôľ║ Bist du ein ÔÇ×Dead man walkingÔÇť, der sein Kreuz tr├Ągt?
┬Ě Ôľ║ Willst du den Auftrag den der Herr dir gab mit aller Kraft vollenden?
┬Ě Ôľ║ Gibst du dich und alles was du hast immer wieder neu dem K├Ânig hin?
┬Ě Ôľ║ Nimmst du dir vor dich rein zu halten, damit du einen guten Einfluss in der deiner Welt aus├╝ben kannst?
Der Referent
Wilfried Plock, Jahrgang 1957, verheiratet mit Sylvia, zwei erwachsene Kinder, war 15 Jahre lang in Gemeindeaufbauarbeiten in Karlsruhe und Mannheim t├Ątig. 1995 ├╝bernahm er die Leitung der ┬╗Konferenz f├╝r Gemeindegr├╝ndung┬ź (KfG), die sich f├╝r den Aufbau biblisch ausgerichteter Gemeinden im deutschsprachigen Raum einsetzt. W. Plock ist Autor mehrerer B├╝cher, darunter der Bestseller ┬╗Jesus ist der Weg┬ź. Von seinem Wohnort im Landkreis Fulda aus ist er immer wieder zu Vortr├Ągen, Predigten und Seminaren unterwegs.

Der Segen der J├╝ngerschaft
Matth├Ąus 28,16-20

Einleitung:
Unser Herr Jesus Christus verabschiedet sich von seinen J├╝ngern mit dem Befehl:
ÔÇ×Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf Erden. Geht nun hin und macht alle Nationen zu J├╝ngern, sie taufend auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und sie lehrend alles zu bewahren, was ich euch geboten habeÔÇť (Mt 28,19)!
In den letzten Jahren h├Ârte ich manche Predigten, Bibelarbeiten und Missionsvortr├Ąge ├╝ber die letzten Worte Jesu. Meistens war vom ÔÇ×MissionsbefehlÔÇť die Rede. Manchmal ging es auch um den ÔÇ×TaufbefehlÔÇť. Aber bei genauerer Betrachtung des griechischen Textes finden wir in diesem Vers nur eine Befehlsform, n├Ąmlich: ÔÇ×…macht zu J├╝ngern…!ÔÇť Taufend und lehrend sind Partizipien. D.h.: Indem wir hingehen in alle Welt, zu allen Nationen und Bev├Âlkerungsgruppen, f├╝hren wir immer denselben Befehl aus: J├╝nger zu machen. Doch zun├Ąchst taucht die Frage auf:

1. Wer ist ein J├╝nger?
Der Begriff J├╝nger meint zun├Ąchst einmal ÔÇ×Sch├╝ler eines LehrersÔÇť (Rabbis). Ein J├╝nger ist einer, der von einem Reiferen Lektionen erh├Ąlt. Er ist ein Lehrling. Er ist ein Lernender. Allerdings erstreckte sich zur Zeit Jesu das Lehrer-Sch├╝ler-Verh├Ąltnis nicht nur auf den Unterricht, sondern es umfasste eine Art von Lebensgemeinschaft.
Rab = der ├ťberflie├čende, ├╝berflie├čend an Weisheit und Fr├Âmmigkeit (ethymol. verwandt mit der Mutterbrust).
Es gab z.Z. Jesu eine ganze Reihe von Rabbiner-Schulen. Und wer Weisheit suchte, der w├Ąhlte sich seinen Rabbi selbst aus. Der Sch├╝ler suchte sich seinen Rabbi und schloss sich diesem an.
Wie war das bei unserem Herrn? Umgekehrt!
ÔÇ×Ihr habt nicht mich erw├Ąhlt, sondern ich habe euch erw├Ąhlt und euch gesetzt, dass ihr hingeht und Frucht bringt und eure Frucht bleibeÔÇť (Joh 15,16).
In Mark. 3,14 steht eine sehr wichtige Aussage: ÔÇ×…und er bestellte zw├Âlf, damit sie ihm seien…ÔÇť J├╝nger sind Menschen, die im ├╝bertragenen Sinn in die Lebensgemeinschaft mit Jesus Christus gerufen worden sind.
Im Neuen Testament kommt das Wort ÔÇ×J├╝ngerÔÇť auff├Ąllig oft in den Evangelien vor, in der Apostelgeschichte schon weniger und in den Briefen gar nicht mehr. Das Wort wird im allgemeinen f├╝r bekehrte Menschen gebraucht.
In der Apostelgeschichte wird der Begriff ÔÇ×J├╝ngerÔÇť durchg├Ąngig zum Synonym f├╝r Gl├Ąubige. Hier wird der Ausdruck ÔÇ×J├╝ngerÔÇť zu einem Qualit├Ątsbegriff.
Eine Gegen├╝berstellung soll den Unterschied zwischen einem ÔÇ×Gl├ĄubigenÔÇť und einem ÔÇ×J├╝ngerÔÇť veranschaulichen, wie er oft in der praktischen Nachfolge deutlich wird.

Ein Gl├Ąubiger Ein J├╝nger
– hat Vergebung der S├╝nden erlebt – ist getauft (m├Âglichst im ersten Jahr)
– hat Gewissheit der Errettung erlangt – betet f├╝r andere (F├╝rbitteliste)
– pflegt f├╝r sich die Beziehung zu Jesus – gebraucht das Wort Gottes auch f├╝r
andere
– dient anderen mit seiner Gabe
– beginnt, materielle Opfer zu bringen
– beginnt, andere geistlich zu betreuen
– lernt, f├╝r andere zu leben

F├╝nf Kennzeichen der J├╝ngerschaft
1. Selbst├Ąndiges Bibelstudium
2. Selbst├Ąndiges Gebet
ÔÇ×J├╝ngerschaft beginnt mit einem 20 Euro-Schein: Kauf dir daf├╝r einen guten Wecker – und dann gehorche deinem Wecker!ÔÇť
3. Teilnahme an der Anbetung
4. Gemeinschaft
ÔÇ×In S├╝damerika sehen 80 % der sog. ÔÇ×BekehrtenÔÇť nie eine christliche Gemeinde von innen.ÔÇť
5. Selbst├Ąndiges Zeugnisgeben
J├╝nger sind Menschen, die von der Liebe Jesu so ergriffen sind, dass sie Ihn an die erste Stelle ihres Lebens gesetzt haben. Er hat ihr Leben reich gemacht. Ihm folgen sie selbst unter Ablehnung, Leiden und Schmach (Luk. 14,25-27).

Frage: Bist Du ein J├╝nger?
(Zuerst: Bist Du ein Gl├Ąubiger? Wei├čt Du ganz gewiss, dass Du errettest bist?)
Dann: Bist Du ein J├╝nger? Hast Du begonnen, f├╝r Deinen Herrn und damit auch f├╝r andere Menschen zu leben? Oder bist Du noch ganz bei Dir selbst?
Eine andere Frage bewegte mich bei der Vorbereitung: Warum gibt es heute so relativ wenig J├╝nger? Antwort: Kann es sein, dass wir den gro├čen Auftrag Jesu nicht ernst genug nehmen, der gesagt hat: ÔÇ×Macht zu J├╝ngernÔÇť?

2. Wie wird man ein J├╝nger?
Im Prozess der J├╝ngerschaft braucht der junge Gl├Ąubige auch Begleitung, Vorbilder, die ihr Leben an Jesus Christus und seinen gro├čen Auftrag hingeben. Die Kette geht also weiter. Gott braucht nicht nur J├╝nger, er braucht ÔÇ×J├╝ngermacherÔÇť.

a) Ein Beispiel aus dem Alten Testament
├á 1K├Ân 19,16: Elia soll Elisa zum Propheten an seiner Stelle salben. Mit anderen Worten: er soll einen Ersatzmann ausbilden.
├á 1K├Ân 19,19-21: ÔÇ×Dann machte er sich auf und folgte Elia nach und diente ihm.ÔÇť
Sp├Ąter im 2K├Ân 3,11 lesen wir:
ÔÇ×Elisa ist hier, Der Sohn des Schafat, der Wasser ├╝ber Elias H├Ąnde goss.ÔÇť
Noch einmal einige Zeit sp├Ąter hat Elisa Prophetenschulen gegr├╝ndet! Versteht Ihr, was hier ├╝ber Jahre gewachsen ist? Das war eine ÔÇ×J├╝ngerschaftsbeziehungÔÇť im AT.

Wie sieht eine J├╝ngerschaftsbeziehung in der Praxis aus?
a) die Auswahl (Mk. 3,13 à Apg. 4,13)
– zuverl├Ąssig sein
– Zeit haben
– lernwillig, belehrbar sein
b) in alles mit hinein nehmen
– Stille Zeit
– Familie
– Besuche und Dienste
– Aufgaben delegieren
c) ein Vorbild sein
à Geduld: Jünger dürfen Fehler machen (z.B. Mt 16,16-24)

Ziele des J├╝ngerschaftsprozesses
– Gemeinschaft, Leben teilen
– Charakterver├Ąnderung – nicht nur Wissensvermehrung!
– Zur├╝stung, Bevollm├Ąchtigung zum Dienst
Motto: Tue nichts allein, was du auch zu zweit tun k├Ânntest!

Kol 1,28 à 4,12 Gebetsziele verinnerlicht
à Lebensziele verinnerlichen
à Gemeindeschau verinnerlichen

* Mike à Begleitung hin zum Ältestendienst
* Matthias + Nikolai à Zurüstung in der Verkündigung
* Benjamin à Jüngerschaft

ÔÇ×J├╝nger werden nicht am Flie├čband hergestellt. Ein J├╝nger entwickelt sich dadurch, dass einer die M├╝he auf sich nimmt, ihn anzuleiten, zu belehren, zu ermahnen, zu erziehen und ihm die richtige Nahrung zu geben.ÔÇť Oswald Sanders

Also, wenn Du in den letzten Jahren zum Glauben gekommen bist, und Du wurdest noch nicht zur J├╝ngerschaft zuger├╝stet, dann schnapp Dir einen der Mitarbeiter beim Bart oder beim Zipfel seines Gewandes und lass ihn nicht eher los, bis eine J├╝ngerschaftsbeziehung mit einem entsprechen Bruder oder einer Schwester eingef├Ądelt ist, okay?

3. Wer ist ein J├╝ngermacher?
Werfen wir einen Blick in Leben und Dienst des Herrn Jesus Christus.
Unser Herr Jesus Christus wirkte drei Jahre lang in der ├ľffentlichkeit. In der ersten H├Ąlfte dieser Zeit sprach er oft vor Tausenden. Er wollte sein Volk Israel zur Umkehr rufen und zum Glauben an seinen Messias. W├Ąhrend dieser Zeit tat er viele seiner ├Âffentlichen Zeichen und Wunder (Mt 4 – 12).
Als ihn aber die F├╝hrungsschicht der Juden definitiv ablehnte, konzentrierte er sich fortan auf die Zur├╝stung seiner J├╝nger (Mt 13 – 28). Jesus wollte J├╝nger haben. Er hat selbst Menschen in seine Nachfolge gerufen und zu seinen J├╝ngern gemacht.
In Joh 4,1 hei├čt es: ÔÇ×Als nun der Herr erkannte, dass die Pharis├Ąer geh├Ârt hatten, dass Jesus mehr J├╝nger mache und taufe als Johannes….ÔÇť
Hier sehen wir: Es ging unserem Herrn von Anfang an um J├╝nger! Deshalb nutzte er die relativ kurze Zeit seiner Wirksamkeit, um zwei H├Ąnde voll J├╝nger heranzubilden. Statt st├Ąndig Tausenden zu predigen, konzentrierte er sich auf ein Dutzend. Mit niemanden verbrachte er soviel Zeit wie mit seinen J├╝ngern.
Je n├Ąher sein Ende kam, desto mehr Zeit verbrachte er mit ihnen. Und als die letzte Woche anbrach, war er fast nur noch mit den Zw├Âlfen zusammen. Jesus Christus wollte J├╝nger. Er teilte sein Leben mit ihnen. Er redete, a├č und litt mit ihnen. Er war ihr Rabbi, ihr Lehrer, ihr Meister, ihr Freund, aber auch ihr Vorbild. Jesus investierte sein Leben in das Leben der J├╝nger. Auf diese Weise pr├Ągte er sie f├╝r ihr gesamtes weiteres Leben.
Auch die Zeit zwischen Auferstehung und Himmelfahrt widmete der Sohn Gottes ausschlie├člich seinen J├╝ngern. 40 Tage „heilsgeschichtliches Seminar“ mit Jesus (Apg 1,3). Er h├Ątte sich im Tempel zeigen k├Ânnen oder wiederum viele Wunder tun k├Ânnen, aber er konzen┬ştrierte sich allein auf seine sp├Ąteren Apostel.
Als der Sohn dann zum Vater zur├╝ck ging, da befahl er denen, die er selbst zu J├╝ngern herangebildet hatte, wiederum andere zu J├╝ngern zu machen.
Mt 28,19: ÔÇ×Geht nun hin und macht alle Nationen zu J├╝ngern…ÔÇť – Wie geht das?
W├Ârtlich: ÔÇ×…sie taufend auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und sie lehrend alles zu bewahren, was ich euch geboten habe!ÔÇť
Das ist der gro├če Auftrag! Macht zu J├╝ngern – nicht nur zu Hauskreis- oder Gottesdienstbesuchern, sondern zu J├╝ngern! Unser Herr Jesus machte Menschen zu J├╝ngern!

Werfen wir einen Blick in Leben und Dienst des Apostels Paulus!
In Apg. 20,17-38 wird berichtet, wie sich Paulus von den ├ältesten der Gemeinde Ephesus verabschiedet. Drei Jahre lang hatte er als Gemeindegr├╝nder in dieser Stadt gewirkt. Nun hatte er einen neuen Auftrag und musste gehen. Ich m├Âchte ein paar Gedanken herausgreifen.
V.18: „… ich allezeit bei euch gewesen bin.“
Paulus hatte ein gro├čes Vorrecht: Er konnte sich auf eine Arbeit konzentrieren. Konzentration statt Verzettelung! Konzentrierter Aufbau statt Gie├čkannen – Prinzip! Paulus war allezeit bei den Ephesern. Rund um die Uhr. Tag und Nacht. Er war einfach da.
V. 26+27: Paulus hat in Ephesus nicht nur evangelisiert, sondern er hat ÔÇ×den ganzen Ratschluss GottesÔÇť verk├╝ndigt. Was hei├čt das? Den ganzen Ratschluss Gottes?
Paulus hat den Bogen gespannt von der Sch├Âpfung bis zum Weltgericht und Ewigkeit, er hat Gericht und Gnade verk├╝ndigt, S├╝nde und Vergebung, Himmel und H├Âlle, Verlorensein und Rettung! Paulus hat die Ungl├Ąubigen evangelisiert und die Gl├Ąubigen weitergef├╝hrt und zwar zum Wachstum im geistlichen Leben, zur Heiligung, zur Hingabe an Jesus, zum Dienst f├╝r Ihn – mit einem Wort ausgedr├╝ckt: Er hat die Bekehrten in die J├╝ngerschaft hineingef├╝hrt. Das Ergebnis lesen wir in…

V.29+30: Die J├╝nger! Nach drei Jahren Dienst in Ephesus waren J├╝nger da! Paulus hat den gro├čen Auftrag Jesu sehr ernst genommen. Er evangelisierte nicht nur, sondern machte die Gl├Ąubiggewordenen zu J├╝ngern!

In Deutschland und auch in anderen L├Ąndern gibt es Gemeinden mit Hunderten oder sogar Tausenden von Besuchern. Aber es kann sein, dass in einer solchen Gemeinde nicht ein einziger J├╝ngermacher dabei ist. Ist das nicht ersch├╝tternd!?
Aber wir wollen nicht auf andere Gemeinden schauen, sondern bei uns bleiben. Haben wir J├╝nger in unseren Reihen?
├á Sind Br├╝der und Schwestern da, die bereit sind den gro├čen Auftrag Jesu zu erf├╝llen? Haben wir solche, die evangelisieren? Und solche, die bereit sind, die jungen Gl├Ąubigen in die J├╝ngerschaft zu f├╝hren?
Ihr Lieben, das will unser Herr! Qualit├Ąt ist ihm wichtiger als Quantit├Ąt! Zehn J├╝nger sind ihm garantiert wichtiger als hundert blo├če Besucher! Lasst uns neu seinen gro├čen Auftrag erkennen!

Wenn Du ein J├╝ngermacher sein m├Âchtest, was kannst Du tun?
Der Apostel Paulus beschreibt den Vorgang, wie J├╝nger wieder andere in die J├╝ngerschaft f├╝hren:
„Was du (2) von mir (1) geh├Ârt hast vor vielen Zeugen, das befiehl treuen Menschen (3) an, die t├╝chtig sind, auch andere (4) zu lehren (2Tim 2,2)“.
Zuerst sollten wir um einen ÔÇ×Sohn im GlaubenÔÇť bitten (bei Schwestern kann es kann auch eine Tochter sein).
Alles, was Paulus war und was er wusste, investierte er in seinen geistlichen Sohn Timotheus. Paulus teilte sein Leben mit Timotheus. Und dieser folgte nach seiner Lehre, seinem Lebenswandel, seinem Glauben, seiner Liebe, aber auch seinen Verfolgungen und Leiden (2Tim 3,10-11).
Wenn Du mit dem Herrn lebst und in seinem Wort verwurzelt bist, dann erbitte Dir doch einen Timotheus! F├╝r uns Familienv├Ąter oder M├╝tter kommen zuerst unsere leiblichen Kinder in Betracht. Das ist das Sch├Ânste, Kinder in die J├╝ngerschaft f├╝hren zu d├╝rfen!
Wenn es Deine Kinder nicht sein k├Ânnen, dann erbitte Dir einen anderen m├Ąnnlichen oder weiblichen Timotheus, in den Du investieren kannst, was Du bist, und was Du wei├čt! Auf diese Weise wirst Du zu einem J├╝ngermacher!
Aber damit ist die Kette der Multiplikation noch nicht zu Ende. Die 1.+2. Generation schaffen wir manchmal noch. Aber schon die dritte ist eine gro├če Herausforderung.
Die Kette der Multiplikation setzte sich fort, als aus dem J├╝nger Timotheus wiederum ein J├╝ngermacher wurde (Phil 2,19-22).
Jesus Christus hat seinen Aposteln befohlen, J├╝nger zu machen. Paulus hat in Ephesus (und an anderen Orten) J├╝nger herangebildet. Und wir sollen heute das gleiche tun.

Schluss
Wie sollen wir das schaffen? Wie k├Ânnen wir mit unserer kleinen Kraft diesen gro├čen Auftrag erf├╝llen?
Die Antwort finden wir in Joh. 17, dem sogenannten hohepriesterlichen Gebet. Als seine Stunde gekommen war, da betete unser Heiland im Schatten des Kreuzes:
ÔÇ×Ich habe dich verherrlicht auf der Erde; das Werk habe ich vollbracht, das du mir gegeben hast, dass ich es tun sollte.ÔÇť
Dieser Vers wird oft auf das Werk der Erl├Âsung bezogen. Aber das ist hier nicht gemeint. Der Kreuzestod stand ja noch vor ihm. Nein, Jesus sprach hier von dem Werk der J├╝ngererw├Ąhlung und -zur├╝stung! Das zeigt auch der Zusammenhang:
In den Versen 17,6-19 betet der Herr Jesus f├╝r seine elf J├╝nger (plus dem Apostel Paulus). Und in V. 20 hei├čt es: ÔÇ×Aber nicht f├╝r diese allein bitte ich, sondern auch f├╝r die, welche durch ihr Wort an mich glauben…ÔÇť Das sind wiederum die treuen Menschen… Wir sehen also auch hier das gleiche Prinzip wie bei Paulus in 2Tim 2,2. D.h. der sterbende Herr hat daf├╝r gebetet, dass in der damals noch zuk├╝nftigen Gemeinde einmal nach den Prinzipien von Evangelisation und J├╝ngerschaft gearbeitet wird!
Vergiss es nicht: Wir haben seine Kraft, sein Auferstehungsleben in uns, seine Autorit├Ąt und sein unaufh├Ârliches Gebet als Hoherpriester beim Vater! Er betet f├╝r geistliche Multiplikation.
Darum investiere doch Dein kurzes Leben nicht in Dinge oder Geb├Ąude, sondern gib es doch an Christus und an seinen gro├čen Auftrag hin!
Er hat gesagt: „Ich will meine Gemeinde bauen! Darum geht hin und macht zu J├╝ngern alle V├Âlker!“

Unser gesamtes Gemeindeprogramm sollte ein einziges J├╝ngerschaftsprogramm sein!

Wilfried Plock

TBF am 2. Mai 2011, 06:35 Uhr
 

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