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Sonntag, 25. August 2019 07:05:20 Uhr

Alireza Seyyedian vorzeitig aus Haft entlassen

Iran: Nach wie vor befinden sich etwa 90 Christen wegen ihres Glaubens im Gefängnis – (Open Doors) – Am 1. August 2015 wurde Alireza Seyyedian nach 3 Jahren, 6 Monaten und 10 Tagen Haft in verschiedenen Strafanstalten Irans vorzeitig entlassen, meldet der Pressedienst Middle East Concern (MEC). Der etwa 40-jährige Christ, der zur „Kirche des Iran“ gehört, war am 14. März 2012 verhaftet und wegen „Propaganda gegen das Regime“ sowie „Handlungen gegen die nationale Sicherheit“ zu 6 Jahren Haft, 90 Hieben und einer Geldstrafe verurteilt worden.Der Ankündigung einer Haftverkürzung im Mai 2013 ließ das Regime nun Taten folgen. Alireza war wegen der unerträglichen Haftbedingungen im berüchtigten Rajai-Shar-Gefängnis am 23. Oktober 2014 für mehrere Tage in den Hungerstreik getreten. Er und weitere Christen waren dort mit gefährlichen Schwerverbrechern inhaftiert, obwohl dies nach iranischem Recht nicht erlaubt ist.

Christen im Iran hoffnungsvoll trotz eingeschränkter Religionsfreiheit

Gemeindemitglieder von Alireza freuen sich über dessen Freilassung, bitten aber weiter um Gebet für Mohammadreza Hosseini, der gleichzeitig mit Alireza verhaftet worden war, sowie weitere etwa 90 Christen, die wegen ihres Glaubens Haftstrafen verbüßen. Um sie zu ermutigen, war 2014 eine Schreibkampagne initiiert worden, bei der Christen aus aller Welt etwa 20.000 Briefe und Karten direkt an sechs Christen in iranischen Gefängnissen schickten; mehr als 9.000 kamen von Christen aus Deutschland. Laut Aussagen von früheren Gefangenen, die sich jetzt in Freiheit befinden, sind diese Karten und Briefe ein für sie wichtiges Zeichen der Hoffnung und Solidarität, nicht zuletzt in dem Vertrauen, dass Christen in aller Welt für sie beten.

Auf dem Open Doors Weltverfolgungsindex belegt der Iran aktuell Rang 7 unter den Ländern, in denen Christen am härtesten verfolgt werden.

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Über Open Doors
Open Doors ist ein überkonfessionelles christliches Hilfswerk, das seit 60 Jahren in mehr als 50 Ländern verfolgte Christen unterstützt mit  Hilfe zur Selbsthilfe-Projekten sowie Bibeln und christlicher Literatur. Open Doors bildet Gemeindeleiter aus, engagiert sich für Gefangene und unterstützt die Familien ermordeter Christen. Mit einer breiten Öffentlichkeitsarbeit („Sprachrohrdienst“) informiert das Werk in Publikationen und mit Vorträgen über Christenverfolgung und ruft zu Gebet und Hilfe für verfolgte Christen auf. Jedes Jahr veröffentlicht Open Doors den Weltverfolgungsindex, eine Rangliste der Länder, in denen Christen am stärksten verfolgt werden.Die Arbeit von Open Doors Deutschland e.V. wird durch Spenden finanziert. Das Werk trägt das Spendenprüfzertifikat der Deutschen Evangelischen Allianz.
TBF am 7. August 2015, 15:41 Uhr

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