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Montag, 20. November 2017 22:16:13 Uhr

Iran: Christen verhaftet, sie sollen Glauben widerrufen

Open Doors GebetsmailIran: Vier Christen verhaftet – sie sollen Glauben widerrufen
Die vier ehemaligen Muslime wurden während ihrer Haft geschlagen und mit dem Tod bedroht · (Open Doors, Kelkheim) – Am 21. Oktober wurde Abdol-Ali Pourmand in der Stadt Dezful im Westen des Iran verhaftet, nachdem Behörden zwei Tage zuvor seine Wohnung durchsucht hatten. Pourmand ist damit der vierte Konvertit vom Islam zum christlichen Glauben, der in den vergangenen Wochen in Dezful in Haft genommen wurde. Von den drei anderen Christen sind zwei inzwischen wieder auf freiem Fuß. Mohammed Ali Torabi befindet sich jedoch nach zwei Wochen noch immer in Gewahrsam. Torabi und Pourmand wurden beide ins Gefängnis der 150 Kilometer entfernten Provinzhauptstadt Ahvaz überstellt. Die Nachrichtenagentur Mohabat News meldet zu dem Fall, dass „alle vier Konvertiten im Gefängnis geschlagen und bedroht wurden. Sollten sie ihren christlichen Glauben nicht widerrufen, würden sie gezwungen, das Land zu verlassen, oder sie würden zu Tode geprügelt.“


Bild: Abdol-Ali Pourmand (Bildquelle: WWM, Mohabat News)

Kiaa Aalipour von der Menschenrechtsorganisation Forum 18 äußerte gegenüber World Watch Monitor: „In der von Präsident Rohani im November 2013 veröffentlichten Charta der Bürgerrechte heißt es in Artikel 25, dass allen Bürgern das Recht auf freie Meinungsäußerung zusteht. Niemand darf allein wegen seines Glaubens strafrechtlich verfolgt werden. Gerichtliche Untersuchungen sind verboten. Artikel 99 besagt, dass das Abhalten von und die Teilnahme an religiösen Feiern den Religionen gestattet ist, die in der Verfassung erwähnt werden: Christentum, Judentum, Zoroastrismus und Islam.“ Die Regierung unter Rohani muss sich an der Einhaltung der von ihr veröffentlichten Charta der Bürgerrechte messen lassen.

Die Charta der Bürgerrechte hatte Hoffnung geweckt, dass sich die Situation der Menschenrechte unter einer Regierung von Rohani verbessern würde, doch seit Beginn seiner Amtszeit dauert die systematische Verfolgung und Diskriminierung von Christen und anderen religiösen Minderheiten unvermindert an. Open Doors hat dies vor kurzem ausführlich aufgezeigt.

Mohabat News berichtet weiter zur Situation im Land: „Viele Christen muslimischer Herkunft und auch traditionelle Christen wie Armenier und Assyrer wurden verhaftet und haben teils sehr hohe Haftstrafen erhalten. Des Weiteren gibt der Gesundheitszustand der aus Glaubensgründen inhaftierten Christen Anlass zu großer Sorge. In vielen Fällen wird adäquate medizinische Behandlung verweigert.“

Auf dem Weltverfolgungsindex von Open Doors nimmt der Iran aktuell Rang 8 unter den Ländern ein, in denen Christen einem hohen Maß an Verfolgung ausgesetzt sind.

Beten Sie mit beim Weltweiten Gebetstag für verfolgte Christen. Am 12. November werden wir besonders für die Christen in Eritrea und im Jemen eintreten. Bestellen Sie jetzt das kostenlose Material zur Vorbereitung Ihres Gottesdienstes und Kindergottesdienstes unter: 06195 6767-167 oder info@opendoors.de. Weitere Information finden Sie hier: www.opendoors.de/gebetstag.

TBF am 27. Oktober 2017, 18:54 Uhr

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In aller Demut und Sanftmut, in Geduld. Ertragt einer den andern in Liebe.
 

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