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Samstag, 7. Dezember 2019 15:40:09 Uhr

Israel: IS-Propaganda in Jerusalem

Open-DoorsChristen besorgt über Zulauf für Islamisten – (Open Doors, Kelkheim) – Am 25. Juni 2015 wurden in Ostjerusalem Flugblätter mit der schwarzen Flagge des „Islamischen Staates“ (IS) von einer Gruppierung verteilt, die sich selbst „Islamischer Staat in Palästina“ nennt.

Darin werden Christen aufgefordert, die Stadt vor dem Ende des Ramadan am 18. Juli 2015 zu verlassen. Andernfalls würden sie ermordet. Auch gegen Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas wurden Drohungen ausgesprochen. Christen in Jerusalem haben sich vor dem Hintergrund wiederholter islamistischer Gewaltankündigungen besorgt geäußert und um Gebet gebeten.

Zunahme von Übergriffen gegen Christen

Leiter verschiedener christlicher und islamischer Gemeinschaften in Jerusalem verurteilten die Botschaft der Flugblätter einhellig. Der Generaldirektor der Caritas in Jerusalem, Raed Abusahliah, teilte mit, der Vorfall habe einige Unruhe ausgelöst und zeige die Verwundbarkeit der christlichen Gemeinschaft in Jerusalem.

In den letzten Monaten kam es in der Jerusalemer Altstadt immer wieder zu Feindseligkeiten gegen Christen. So griffen am 5. Mai 2015 muslimische Jugendliche von Christen bewohnte Privathäuser an. Außerdem rissen sie das Kreuz vom Patriarchat der Äthiopischen Kirche in Jerusalem und sprühten Graffitis mit antichristlichen Inhalten auf die Außenmauer.

Anzeichen für Radikalisierung der Muslime

Berichten zufolge hat es unter Palästinensern in letzter Zeit verstärkte Aktivitäten des IS gegeben. Anfang Mai 2015 wurde am Flughafen Ben Gurion eine Postsendung aus der Türkei nach Ramallah abgefangen. Das Päckchen enthielt 120 Ringe mit den Insignien des IS. Sicherheitsbeamte werteten den kleinen Vorfall als Indiz für ein gewisses Maß an Verbundenheit zwischen palästinensischen Gruppierungen und dem IS.

Scheich Issam Ameera, ein Imam an der Al-Aksa-Moschee auf dem Tempelberg, stellte kürzlich eine Predigt mit dem Titel „Der Islamische Staat ist der Hüter von Religion und Staat“ ins Internet. Darin führte er aus, dass ein Muslim in ständigem Krieg mit dem „polytheistischen Feind“ leben müsse, ein klarer Bezug zu Christen.

Am 4. und 5. Juli 2015 sprechen Christen aus Verfolgungsländern bei der Open Doors Jubiläumskonferenz in Karlsruhe.

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Über Open Doors
Open Doors ist ein überkonfessionelles christliches Hilfswerk, das seit 60 Jahren in mehr als 50 Ländern verfolgte Christen unterstützt mit  Hilfe zur Selbsthilfe-Projekten sowie Bibeln und christlicher Literatur. Open Doors bildet Gemeindeleiter aus, engagiert sich für Gefangene und unterstützt die Familien ermordeter Christen. Mit einer breiten Öffentlichkeitsarbeit („Sprachrohrdienst“) informiert das Werk in Publikationen und mit Vorträgen über Christenverfolgung und ruft zu Gebet und Hilfe für verfolgte Christen auf. Jedes Jahr veröffentlicht Open Doors den Weltverfolgungsindex, eine Rangliste der Länder, in denen Christen am stärksten verfolgt werden.

Die Arbeit von Open Doors Deutschland e.V. wird durch Spenden finanziert. Das Werk trägt das Spendenprüfzertifikat der Deutschen Evangelischen Allianz.Open-Doors

TBF am 6. Juli 2015, 16:23 Uhr

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