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Mittwoch, 16. Januar 2019 20:39:01 Uhr

Russland: Teilnahme am Gottesdienst führt zu Abschiebung

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Russland: Teilnahme am Gottesdienst führt zu Abschiebung

 

Afrikanische Studenten unter Berufung auf Anti-Missions-Gesetz verurteilt

(Open Doors, Kelkheim) – Ausländische christliche Studenten gerieten vor Kurzem ins Visier der Behörden, weil sie in Filmaufnahmen von Gottesdiensten im Internet zu sehen waren. Die staatlichen Autoritäten beriefen sich dabei auf das sogenannte „Anti-Missions-Gesetz“, das vor zwei Jahren verabschiedet wurde und alle „missionarischen Aktivitäten“ außerhalb registrierter Kirchengebäude verbietet. Nach diesem Gesetz Angeklagte können zu Geld- und bis zu sechsjährigen Gefängnisstrafen verurteilt werden; Ausländern droht die Abschiebung.

Auferstehungskirche in Sankt Petersburg
Bild: Auferstehungskirche in Sankt Petersburg

„Die Anklagen sind völlig unrechtmäßig“

Kürzlich wurde zwei afrikanischen Studenten aus einer Pfingstgemeinde im Verw

altungsbezirk Nischni Nowgorod eine Geldstrafe auferlegt und sie wurden angewiesen, das Land zu verlassen, weil sie auf Videos von Lobpreisgottesdiensten zu sehen waren, die jemand in sozialen Medien gepostet hatte. Ihre Kirche „Jesus Embassy“ musste ebenfalls ein Bußgeld bezahlen. Verantwortlich für diese und ähnliche Fälle in der Region ist der russische Geheimdienst FSB, die Nachfolgeorganisation des KGB.

„Die Anklagen wegen illegaler missionarischer Tätigkeit sind völlig unrechtmäßig“, äußerte Vladimir Ozolin, ein Anwalt, der den Verband russischer Pfingstgemeinden vertritt, gegenüber dem Nachrichtendienst Forum 18. „Ich will hoffen, dass diese Fälle auf Dummheit der ‚Siloviki‘ [Sicherheitskräfte] zurückzuführen sind; ansonsten würde dies die Autorität Russlands in der internationalen Gemeinschaft erheblich untergraben.“

Christen als „westliche Spione“ überwacht und eingeschränkt

Russland gehört nicht zu den 50 Ländern auf dem Weltverfolgungsindex von Open Doors, in denen Christen am stärksten für ihren Glauben verfolgt werden, zählt aber zum erweiterten Kreis der Länder, die unter Beobachtung stehen, weil es auch dort Anfeindungen und Restriktionen gegen Christen gibt. Die Regierung betrachtet Gemeinden außerhalb der Russisch-Orthodoxen Kirche als westliche Spione. Es ist wahrscheinlich, dass sie von den Behörden in Zukunft noch stärker überwacht und eingeschränkt werden, als dies bereits geschieht.

Doch während die russische Führung die Weitergabe des Evangeliums auf die staatlich anerkannten Kirchen beschränken möchte, nutzen derzeit über 400 evangelikale Gemeinden im Land die Fußball-Weltmeisterschaft, um Menschen zum Glauben an Jesus einzuladen: Sie bieten eine Übertragung der Spiele in ihren Räumlichkeiten an und verteilen dort biblische Schriften.

Quellen: World Watch Monitor, Open Doors

TBF am 6. Juli 2018, 19:37 Uhr

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Habt nicht lieb die Welt noch was in der Welt ist. Wenn jemand die Welt lieb hat, in dem ist nicht die Liebe des Vaters.
 

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