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Montag, 23. Oktober 2017 13:29:42 Uhr

42jähriger aus Groß Grönau wollte sich in die Luft sprengen

Autosprengung
zum Bilderbogen

Fotos: TBF/Wolfgang Freywald

Lübeck (ots) – Am Montagmorgen, um 09.30 Uhr, kam es in der Blankenseer Straße, in Höhe des dortigen Hundesportplatzes zu einer Explosion eines Autos, welches danach komplett ausbrannte.

Nach den ersten polizeilichen Ermittlungen war der 42jährige, der bisher noch nie polizeilich in Erscheinung getreten ist, bis zum Wochenende selbst Mitglied in dem Hundesportverein. Da es in der vergangenen Zeit immer wieder zu Spannungen zwischen dem Mann und anderen Mitgliedern des Vereins gekommen war, in deren Verlauf der 42jährige auch immer wieder massive Tötungsandrohungen zum Nachteil der Vereinsmitglieder und deren Tiere ausgesprochen hatte, wurde er am vergangenen Wochenende aus dem Verein ausgeschlossen… Ihm wurde auch ein Hausverbot und Betretungsverbot ausgesprochen. Hinzu kam dann noch die Trennung von seiner langjährigen Lebensgefährtin, die ihm zu seiner heutigen Handlungsweise veranlasst hat.

Am heutigen Morgen wurde der 42jährige dann von dem Vereinsvorsitzenden auf dem Gelände mit einem angemieteten Fahrzeug (Opel Vectra, neues Modell) angetroffen. Der 42jährige war zu diesem Zeitpunkt immer noch im Besitz von Schlüsseln für den Hundesportverein. Der Vorsitzende verwies das ehemalige Vereinsmitglied vom Gelände, dem kam er auch nach. Er setzte sich in sein Fahrzeug und verließ den Haupteingangsbereich, um mit dem Fahrzeug in den hinteren Zufahrtsbereich zu fahren. Dort hat er dann, so die ersten Erkenntnisse, das angemietete Fahrzeug in Brand gesetzt, indem er eine 11 kg schwere Gasflasche aufdrehte und das ausströmende Gas entzündete. Da er in dem Fahrzeug erhebliche Mengen an Gaskleinkartuschen und Feuerwerkskörper mitgebracht hatte, kam es zu einer schweren Explosion in dem Fahrzeug. Der 42jährige hatte versucht, nachdem er das Gas angezündet hatte, von dem Auto wegzulaufen. Er kam aber nur wenige Meter weit, als er von der gewaltigen Druckwelle der Explosion zu Boden geschleudert wurde. Er erlitt dadurch Verbrennungen im Kopf- und Oberkörperbereich, sowie Schnittwunden durch herumfliegende Glassplitter und Prellungen am gesamten Körper. Lebensgefahr besteht jedoch nicht. Das Fahrzeug brannte komplett aus.

Unmittelbar nach der Explosion traf der erste Streifenwagen am Einsatzort ein, die sofort von dem verletzten 42jährigen körperlich attackiert wurde. Nur durch massiven unmittelbaren Zwang war es möglich, den sich wild gebärdenden Mann unter Kontrolle zu bringen. Bei dem anschließenden Transport mit dem Rettungswagen in das Krankenhaus war Polizeibegleitung erforderlich.

Da nicht auszuschließen war, dass der 42jährige in seiner augenscheinlichen geistigen Verwirrung auch noch Feuer- und/oder Sprengfallen in und an dem Vereinsheim angebracht hat, wurde der Bereich weiträumig abgesperrt und in der Folge durch den Munitionsräumdienst mit einem Roboter untersucht, es kam auch ein Sprengstoffspürhund der Polizei Lübeck zum Einsatz. Zum Glück wurden keine weiteren Vorrichtungen aufgefunden.

In der Wohnung des 42jährigen wurden ebenfalls keine Spreng- oder Brandvorrichtungen gefunden, dafür aber ein Abschiedsbrief, in dem er seinen Suizid ankündigte. Durch den Munitionsräumdienst wurde die Gasflasche, die sich noch im Fahrzeugwrack befand, aus Sicherheitsgründen gesprengt, da bei der Flasche die Gefahr bestand, dass sie bei dem Transport explodieren könnte.

Der 42jährige hatte seiner ehemaligen Lebensgefährtin am heutigen Morgen per SMS mitgeteilt, dass sie sich heute Vormittag von dem Vereinshaus fernhalten sollte. Aus dieser Tatsache heraus und dem Umstand, dass der 42jährige gegenüber der Polizei Angaben machte, wollte er sich wohl gemeinsam mit seinen beiden Hunden in dem Fahrzeug direkt an dem Vereinshaus in die Luft sprengen und somit auch das Vereinshaus zu vernichten.

Einer der beiden Hunde konnte noch in der Nähe des Vereinshauses von Vereinsmitgliedern eingefangen und zu einem Tierarzt gebracht werden. Der zweite Hund wird derzeitig noch vermisst und wird von den Vereinsmitgliedern gesucht.

Nach Abschluss der ärztlichen Versorgung wird über die Zwangseinweisung des psychisch gestörten 42jährigen in eine Fachklinik entschieden.

Durch die über mehrere Stunden dauernde Vollsperrung der Blankenseer Straße kam es zu erheblichen Beeinträchtigungen im Busverkehr und Verzögerungen bei den Flügen ab Lübeck, da die an- und abreisenden Fluggäste große Umwege fahren mussten.

TBF am 6. Oktober 2003, 17:11 Uhr

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