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Sonntag, 17. Dezember 2017 13:04:12 Uhr

Gesund bleiben durch Singen

Knötchen an den Stimmbändern, Polypen und andere organische Ursachen der Stimmstörung können frühzeitig erkannt und behandelt werden.
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Knötchen an den Stimmbändern, Polypen und andere organische Ursachen der Stimmstörung können frühzeitig erkannt und behandelt werden.
Foto: djd/G. Pohl-Boskamp

Sänger sind seltener erkältet als Nichtsänger

(djd/pt). Gesang liegt dem Menschen im Blut und spielte in der Geschichte stets eine große Rolle. Egal ob zur Abschreckung von Raubtieren oder zur Stärkung des Mutes bei einem kriegerischen Feldzug, gesungen wurde immer. Auch in der Liebe eroberte so mancher Minnesänger stellvertretend für einen Bewerber das Herz der Angebeteten. Einen regelrechten Boom erlebt der Gesang jedoch in der heutigen Zeit: Per Mausklick erschallen Karaokestücke zum Mitsingen am heimischen PC, viele begabte Sänger präsentieren ihre Lieder auf ihrem privaten Internetkanal und Musikshows, in denen Gesangstalente gesucht werden, erfreuen sich großer Beliebtheit. Doch auch wer nur gelegentlich unter der Dusche trällert, erweist seiner Gesundheit einen Dienst, wie Forschungen belegen. So kann das Intonieren von Melodien Stimmungstiefs vorbeugen, die Laune aufhellen und das Immunsystem stärken.

Falsche Technik kann heiser machen

Demnach leiden Sänger in der kalten Jahreszeit etwas seltener an Erkältungen als ihre weniger sangesfreudigen Mitmenschen. Das Singen sei vergleichbar mit Sport und rege durch die intensive Atmung die Durchblutung an. Zudem wirke die Ausschüttung positiver Hormone, wie etwa das Wohlfühlhormon Oxytocin, auf das Belohnungssystem im Gehirn. Für Ungeübte oder Menschen, die ihre Stimme falsch einsetzen, kann Singen allerdings leicht zu Heiserkeit führen. Eine rasch wirksame Hilfe bei einer strapazierten Stimme kann Hyaluronsäure sein. Dr. Thorsten Zehlicke, Oberarzt des Hamburger Bundeswehrkrankenhauses: „‚GeloRevoice‘ Halstabletten beispielsweise, die mit Hyaluronsäure für eine nachhaltige Befeuchtung der Mund- und Rachenschleimhaut sorgen, können die Symptome Räusperzwang, Heiserkeit und Hustenreiz deutlich reduzieren.“

Stimmprobleme aus der Welt schaffen

Wiederkehrende Stimmprobleme resultieren oft aus einem unsachgemäßen Gebrauch der Stimme, einer falschen Atmung oder verkrampfter Körperhaltung und mangelnder Stimmhygiene. Jede Heiserkeit, die länger als drei Wochen andauert, sollte fachärztlich abgeklärt werden. So können Knötchen an den Stimmbändern, Polypen und andere organische Ursachen der Stimmstörung frühzeitig erkannt und behandelt werden. Zudem belasten extreme Reize wie der Genuss von sehr scharfen oder heißen Speisen, Nikotin und Alkohol das menschliche Sprechorgan. Auch chronisches saures Aufstoßen (Reflux) und häufiges Sodbrennen können auf Dauer zu Heiserkeit führen. Die richtige Atmung und Haltung beim Singen und Sprechen vermitteln eigens dafür ausgebildete Sprachtherapeuten und Logopäden.

TBF am 5. Juni 2014, 10:18 Uhr

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