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Samstag, 21. Oktober 2017 01:28:18 Uhr

Schutz vor sexuellem Missbrauch: Sicher-Stark-Organisation klärt Eltern und Lehrkräfte an Grundschulen über Warnsignale bei Kindern auf

Tipps für Eltern | FOTO: Sicher-Stark – Euskirchen (NW). In Deutschland werden jährlich nur 12.000 bis 16.000 sexuelle Übergriffe gegen Kinder angezeigt, die Dunkelziffer ist weitaus höher. Vor diesem Hintergrund hat es sich das Sicher-Stark-Organisation zur Aufgabe gemacht, Grundschulen in Deutschland mit den richtigen Tipps aufzuklären. Es werden viel zu oft Flyer von den Polizeidienststellen oder Familienberatungsstellen verteilt, die nicht zielgruppengerecht sind, wissen die Experten von Sicher-Stark zu berichten. Auch viele Präventionsprogramme sind nicht geeignet, um Kinder effektiv vor Übergriffen zu schützen. Wenn Vorträge und Informationsabende bei den Eltern mit dem gleichen Präventionskonzept an Hauptschulen, Grundschulen, Realschulen oder Gymnasien abgehalten werden, werden sehr oft falsche Informationen vermittelt, weiß Ralf Schmitz zu berichten.
Ralf Schmitz, der seit 20 Jahren ausschließlich an Grundschulen aktiv ist, hat sich bereits spezialisiert, um Eltern, Kindern und Lehrkräften mehr Sicherheit und vor allem die richtigen Tipps auf den Weg zu geben. Leider achten zu wenige Eltern auf Qualitätsmerkmale und sollten das Schulangebot kritisch prüfen.

Schnell werden ein paar Selbstverteidigungstipps die eigentlich nur für die Sekundarstufe hilfreich sind, in der Primarstufe den Eltern an die Hand gegeben, Hauptsache es handelt sich um einen „Vortrag gegen Missbrauch“.  Auch Flyer von der Polizei sind nicht immer zielgruppengerecht geschrieben, sondern umfassen eine zu große Altersstufe.

Es wäre wünschenswert, dass eine Spezialsierung auch im Bereich des Kindesmissbrauch stattfindet, denn ein 16-jähriges Mädchen hat ganz andere Bedürfnisse und Probleme als ein 7-jähriges Kind. Die Präventionsangebote und -konzepte müssen zielgruppengerechter werden.

Oft werden falsche Beratungen in den Familienbildungsstätten durchgeführt und falsche Strategien an die Eltern vermittelt. Prävention im Vorfeld ist viel wirkungsvoller als Therapie, weiß Schmitz zu berichten. Den jedes Kind was missbraucht wird, ist ein Kind zuviel.

Er ist seit 20 Jahren an den Grundschulen unterwegs und hält immer wieder Vorträge und Workshops zu diesem sensiblen Thema.

Schmitz berichtet, dass 75 Prozent der Täter aus der eigenen Familie oder dem näheren Umfeld kämen. Lediglich 25 Prozent seien sogenannte Fremdtäter. Kinder können vor Missbrauch und Gewalt geschützt werden, wenn sie darin gestärkt würden, ihre eigenen Bedürfnisse und Gefühle zu kennen und zu akzeptieren. Ebenso ist es wichtig, frühzeitig das  Selbstbewusstsein der Kinder zu stärken und das „Nein“ sagen zu trainieren.

Auch das Akzeptieren von Schamgrenzen und das Unterscheiden von „guten“ und „schlechten“ Geheimnissen sei bei Kindern von großer Bedeutung, weiß der Missbrauchsexperte zu berichten. Beim Schutz vor Fremdtätern komme hinzu, Kinder zur Wachsamkeit anzuleiten und das am besten durch realitätsbezogene Rollenspiele, so wie es das Sicher-Stark-Organisation seit 15 Jahren praktiziert. Außerdem sollten stets verlässliche Absprachen mit den Lehrern und Eltern getroffen werden. Hier hilft ein Familienpasswort.

Der Aufenthaltsort des Kindes kann heute über Handy mit sogenannten kostenlosen Ortungssystemen für die Eltern abgerufen werden. Besser ist es natürlich den Aufenthaltsort des Kindes immer zu kennen.

Auch die Vernachlässigung von Kindern sei ein Risikofaktor, so der Missbrauchsexperte, da vernachlässigte Kinder gefährlichen Kontakten gegenüber tendenziell offener seien.

Pädophile haben da ein leichtes Spiel, denn sie kennen die Wünsche und Hobbys der Kinder sehr gut und geben ihnen mehr Aufmerksamkeit als die eigenen Eltern.

Anzeichen für Übergriffe könnten untypische Verletzungen sowie plötzliche Verhaltensänderungen sein. Dazu gehören zum Beispiel Panikattacken, Angstgefühle, Lustlosigkeit oder ein Waschzwang.

In diesen Fällen sollten Eltern aufmerksam werden und ihren Kindern Gehör schenken. Im Verdachtsfall sollten Eltern Rat bei psychologischen und juristischen Fachleuten suchen.
Manche Polizeidienststellen bieten geschultes Personal an.
Fragen Sie danach.

Vorbeugende Prävention und Kinderschutztraining bietet das Sicher-Stark-Organisation in ganz Deutschland an. In allen sozialen Netzwerken ist Sicher-Stark seid Jahren vertreten.

TBF am 5. Juni 2014, 13:33 Uhr

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Und was ihr bitten werdet in meinem Namen, das will ich tun, auf dass der Vater verherrlicht werde im Sohn.
 

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