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Freitag, 20. Oktober 2017 07:23:40 Uhr

Stoppt Gift und Gentechnik im Essen

Greenpeace
Greenpeace-Protest in der lübecker Fußgängerzone gegen Gift und Gentechnik im Essen

Lübeck 18.10.2003 – Die Greenpeace-Gruppe Lübeck hat heute in der lübecker Fußgängerzone gegen Gift und Gentechnik im Essen protestiert. Es gab vor Ort detaillierte Informationen zu Gift und Gentechnik im Essen. Auf Unterschriftenlisten wird dem Konsumenten die Möglichkeit geboten sich für ein Verbot von Gift und Gentechnik im Essen auszusprechen… Nach Angaben der EU-Kommission befinden sich in 40 Prozent aller untersuchten pflanzlichen Lebensmittel Rückstände von Pflanzenschutzmitteln. Bei rund vier Prozent liegt die Pestizidbelastung zudem über den gesetzlichen Grenzwerten. Dabei sind importierte Lebensmittel häufig stärker belastet als in Deutschland produzierte: Nach Erhebungen des Chemischen- und Veterinäruntersuchungsamtes Stuttgart (CVUA) lagen 2001 bei Gemüse 11,6 Prozent der inländischen und 29,2 Prozent der importierten Proben über den vorgegebenen Höchstwerten.
Zurzeit können auch Lebensmittel importiert werden, die Rückstände von Pflanzenschutzmitteln enthalten, welche in Deutschland nicht oder nicht mehr zugelassen sind.

Der europäische Freihandelsraum stellt offenbar ein höheres Rechtsgut dar als die nationale – in diesem Fall deutsche – Pflanzenschutzmittel-Zulassung. In einem langwierigen Harmonisierungsprozess, der noch rund fünf Jahre dauern wird, wollen sich die EU-Mitgliedstaaten zwar auf einheitliche Zulassungen und Grenzwerte für Pflanzenschutzmittel verständigen.
Jedes Jahr werden allein in Deutschland rund 35.000 t Pestizidwirkstoffe verkauft. Deren Reste tauchen immer wieder in unseren Lebensmitteln auf. Grenzwertüberschreitungen sind an der Tagesordnung. Besonders schlecht sieht es bei Importware aus. Die Kontrolleure kapitulieren vor der schieren Menge überwachungsbedürftiger Produkte und Pestizide.“ Die vergleichsweise spärlichen Stichproben sind nur ein Tropfen auf den heißen Stein“, so Fritz Henf, Sprecher der lübecker Greenpeace Gruppe.

Im Jahr 2001 enthielten 18 Prozent von 45.000 EU-Proben Rückstände von mehr als einem Pestizid, dies entspricht gegenüber der vorhergehenden Erfassung einer Steigerung von einem Fünftel. Bei 2,2 Prozent der Proben fanden sich sogar mehr als 4 Pestizide.
Typische Problemprodukte :
Eine Reihe von Lebensmitteln fallen bei Rückstandsprüfungen staatlicher oder privater Einrichtungen regelmäßig unangenehm auf. Seit Jahren gehören Paprika, Tomaten, Erdbeeren, Weintrauben oder Tees zu den Lebensmitteln mit besonders häufigen Grenzwertüberschreitungen und Pestizid-Mehrfachbelastungen.
Greenpeace fordert daher:
Gesunde Lebensmittel aus naturnaher Landwirtschaft.

* Essen ohne Pestizidrückstände:
* Gültige Grenzwerte müssen verbindlich eingehalten und überwacht werden;
* Lebensmittel, die Pestizide enthalten, die z.B. krebserregend, erbgutschädigend oder hormonell wirksam sind, dürfen nicht verkauft werden;
* Vermeiden von Mehrfachbelastungen durch Einhaltung eines Summengrenzwertes;
* mittelfristig Einhaltung des Pestizid-Vorsorgewerts von 0,01mg/kg in allen Lebensmittel

* Keine Gentechnik in Lebensmitteln
* Keine Gentechnik im Tierfutter
Der Handel muss seiner Produktverantwortung gerecht werden.

TBF am 19. Oktober 2003, 11:26 Uhr

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Sorgt euch nicht um das Leben, was ihr essen sollt, auch nicht um den Leib, was ihr anziehen sollt. Denn das Leben ist mehr als die Nahrung und der Leib mehr als die Kleidung.
 

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