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Dienstag, 12. Dezember 2017 17:14:54 Uhr

Arbeitslosigkeit bleibt trotz Sommerpause so niedriger wie 1992

Arbeitslosigkeit bleibt trotz Sommerpause so niedriger wie 1992 – Im Bezirk der Arbeitsagentur Lübeck, der die Hansestadt Lübeck und den Kreis Ostholstein umfasst, waren im August 2017 weniger Frauen und Männer von Arbeitslosigkeit betroffen als im Vorjahr. Im Vergleich zum Vormonat gab es einen saisonbedingten Anstieg.

„Untersuchungen belegen, dass Menschen ohne Berufsabschluss fünfmal häufiger arbeitslos sind als ausgebildete Fachkräfte. Eine fundierte Ausbildung ist ein wichtiger Grundstein für die berufliche Zukunft. Um Jugendlichen die guten regionalen Möglichkeiten aufzuzeigen, organisieren wir Ausbildungsmessen. Die nächste findet am 27. September 2017 in der Beruflichen Schule des Kreises Ostholstein in Oldenburg statt“, erklärt Markus Dusch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Lübeck. „Aber auch für junge Menschen ab 25 Jahren sprechen gute Gründe für eine Berufsausbildung: Fachkräfte werden deutlich besser entlohnt als angelernte Arbeitskräfte, ihnen eröffnen sich Aufstiegsmöglichkeiten und sie profitieren auch im Alter vom höheren Einkommen. Wer sich mehr zutraut und beruflich mehr erreichen möchte, der sollte die Gelegenheit nutzen und seinen Berufsabschluss in Angriff nehmen. Werden Sie Zukunftsstarter. Sprechen Sie mit Ihrem Betreuer oder Ihrer Betreuerin in der Arbeitsagentur oder im Jobcenter“, empfiehlt Dusch.

 

Insgesamt waren in Lübeck und Ostholstein 15.156 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 584 (4,0 Prozent) mehr als im Vormonat und 153 (1,0 Prozent) weniger als im Vorjahresmonat. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen stieg um 0,3 Prozentpunkte zum Vormonat und ging um 0,1 Prozentpunkte zum Vorjahr auf 7,0 Prozent zurück. Im August 2017 wurden 1.061 Stellen neu zur Besetzung angeboten, 282 oder 21,0 Prozent weniger als im Vorjahr. Bei 4.281 Stellen wurden Ende des Monats noch Arbeitskräfte gesucht, 477 oder 12,5 Prozent mehr als im August 2016. Insbesondere im Hotel- und Gastgewerbe, Handel, aber auch im Gesundheits- und Sozialwesen, verarbeitenden Gewerbe, Baugewerbe oder in der Arbeitnehmerüberlassung bieten sich Einstiegschancen für Arbeitsuchende.

 

Im Rechtskreis SGB III (Betreuung durch die Agentur für Arbeit) lag die Zahl der Arbeitslosen bei 4.240, das sind 250 (6,3 Prozent) mehr als im Vormonat und 227 (5,7 Prozent) mehr als im Vorjahr. Die anteilige SGB III‑Arbeitslosenquote lag bei 2,0 Prozent.

Im Rechtskreis SGB II (Betreuung durch das Jobcenter) gab es 10.916 Arbeitslose. Das ist ein Plus von 334 (3,2 Prozent) gegenüber Juli 2017. Im Vergleich zum August 2016 ging die Arbeitslosigkeit um 380 (3,4 Prozent) zurück. Die anteilige SGB II‑Arbeitslosenquote betrug 5,0 Prozent.

Der Anstieg bei der Arbeitsagentur und der Rückgang bei den Jobcentern beruht teilweise auf einer Gesetzesänderung. Arbeitnehmer, die bislang zu ihrem Arbeitslosengeld aufstockend Grundsicherungsleistungen erhalten haben und statistisch den Jobcentern zugerechnet wurden, werden seit Anfang des Jahres in der Arbeitslosenversicherung geführt und betreut

 

Neben dem gesetzlich definierten Kreis der Arbeitslosen gibt es weitere Menschen, die ohne Beschäftigung sind. Sie werden unter dem Begriff der Unterbeschäftigung erfasst und monatlich veröffentlicht, um den Arbeitsmarkt transparent zu machen. Die Unterbeschäftigung stellt damit das gesamte Defizit an regulärer Beschäftigung dar. Hier werden neben den Arbeitslosen beispielsweise Personen in Qualifizierungsmaßnahmen oder Arbeitsgelegenheiten, Krankgeschriebene, geförderte Existenzgründer oder Arbeitsuchende mit Vorruhestandsregelungen ausgewiesen. Insgesamt 20.755 Personen befanden sich im August 2017 in Unterbeschäftigung. Die Zahl der Unterbeschäftigten ist in den letzten zwölf Monaten um 400 Personen oder 1,9 Prozent gesunken.

 

Arbeitsmarkt Regional

Im Vergleich zum Vormonat gab es außer in der Dienststelle Oldenburg in allen Regionen des Agenturbezirkes einen Saisonanstieg. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Arbeitslosigkeit lediglich in den Dienststellenbezirken Eutin und Timmendorfer Strand an.

 

In der Hansestadt Lübeck bleibt die Arbeitslosigkeit so niedrig wie zuletzt 1992. Ende August 2017 waren 9.898 Arbeitslose gemeldet, 385 (4,0 Prozent) mehr als vor einem Monat und 21 (0,2 Prozent) weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,3 Prozentpunkte zum Vormonat an und ging um 0,2 Prozentpunkte zum Vorjahr auf 8,7 Prozent zurück. Damit behält Lübeck den fünften Monat in Folge die niedrigste Arbeitslosenquote der kreisfreien Städte in Schleswig-Holstein.

2.443 Arbeitslose und damit 142 (6,2 Prozent) mehr als im Vormonat und 279 (12,9 Prozent) mehr als im Vorjahr waren dem Rechtskreis des SGB III (Betreuung durch die Arbeitsagentur) zuzuordnen.

Beim Jobcenter Lübeck (Rechtskreis SGB II) waren Ende August 2017 7.455 Arbeitnehmer arbeitslos gemeldet, 243 (3,4 Prozent) mehr als im Juli 2017 und 300 (3,9 Prozent) weniger als im August 2016.

Der Anstieg bei der Arbeitsagentur und der Rückgang beim Jobcenter beruht teilweise auf einer Gesetzesänderung. Arbeitnehmer, die bislang zu ihrem Arbeitslosengeld aufstockend Grundsicherungsleistungen erhalten haben und statistisch den Jobcentern zugerechnet wurden, werden seit Anfang des Jahres in der Arbeitslosenversicherung geführt und betreut.

 

Auch im Kreis Ostholstein ist die Arbeitslosigkeit so niedrig wie zuletzt 1992. Ende August 2017 waren 5.258 Arbeitslose gemeldet, ein Anstieg zum Vormonat von 199 oder 3,9 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr waren 132 (2,4 Prozent) Arbeitnehmern weniger von Arbeitslosigkeit betroffen. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,2 Prozentpunkte zum Vormonat an und ging um 0,2 Prozentpunkte zum Vorjahr auf 5,1 Prozent zurück.

1.797 Arbeitslose wurden bei den Arbeitsagenturen in Ostholstein im Rechtskreis des SGB III betreut, 108 (6,4 Prozent) mehr als im Juli 2017 und 52 (2,8 Prozent) weniger als vor einem Jahr.

Beim Jobcenter Ostholstein (Rechtskreis SGB II) waren 3.461 Arbeitslose gemeldet, das waren 91 (2,7 Prozent) weniger als im Vormonat und 80 (2,3 Prozent) weniger als vor einem Jahr. Der Rückgang beim Jobcenter beruht teilweise auf einer Gesetzesänderung. Arbeitnehmer, die bislang zu ihrem Arbeitslosengeld aufstockend Grundsicherungsleistungen erhalten haben und statistisch dem Jobcenter zugerechnet wurden, werden seit Anfang des Jahres in der Arbeitslosenversicherung geführt und betreut.

 

Im Bezirk der Arbeitsagentur Eutin waren im August 2017 1.820 Arbeitslose gemeldet. Ihre Zahl nahm um 100 (5,8 Prozent) gegenüber dem Vormonat und um 30 (1,7 Prozent) gegenüber dem Vorjahreswert zu. Die Arbeitslosenquote betrug wie im Vorjahr 7,4 Prozent. Es meldeten sich 395 Personen arbeitslos, während gleichzeitig 299 Personen ihre Arbeitslosigkeit beendeten. 63 neue Stellen wurden im Laufe des Monats angeboten.

 

Im Bezirk der Arbeitsagentur Neustadt ist die Arbeitslosigkeit von Juli 2017 auf August 2017 um 18 (2,8 Prozent) angestiegen und im Vergleich zum Vorjahr um 16 (2,4 Prozent) auf 662 Personen zurückgegangen. Die Arbeitslosenquote betrug 4,0 Prozent (Vorjahr 4,2 Prozent). Dabei meldeten sich 189 Personen arbeitslos und gleichzeitig beendeten 179 Personen ihre Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber meldeten im August 2017 63 neue Stellen.

 

Im Bezirk der Arbeitsagentur Oldenburg waren im August 2017 1.228 Arbeitslose gemeldet. Ihre Zahl ging um 6 oder 0,5 Prozent gegenüber dem Vormonat und um 99 oder 7,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück. Die Arbeitslosenquote betrug 4,8 Prozent (Vorjahr 5,2 Prozent). Dabei meldeten sich 312 Personen arbeitslos, während gleichzeitig 321 Personen ihre Arbeitslosigkeit beendeten. 77 Stellen wurden im Laufe des Monats neu zur Besetzung angeboten.

 

Im Bezirk der Arbeitsagentur Timmendorfer Strand ist die Arbeitslosigkeit von Juli 2017 auf August 2017 um 27 (4,3 Prozent) auf 659 Frauen und Männer gestiegen. Das waren 6 (0,9 Prozent) Person mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug wie im Vorjahr 4,2 Prozent. Dabei meldeten sich 184 Personen arbeitslos und gleichzeitig beendeten 153 Personen ihre Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber meldeten im August 2017 68 neue Stellen.

 

Ausbildungsmarkt

Es ist gelungen, mehr junge Menschen für die Ausbildung zu interessieren. Seit Beginn des Beratungsjahres im Oktober 2016 nahmen 2.899 (+345 zum Vorjahr) Bewerber die Ausbildungsvermittlung der Agentur für Arbeit Lübeck in Anspruch. 567 (+8) Jugendliche suchten Ende August 2017 noch eine Stelle.

Von den Betrieben wurden 3.487 Ausbildungsstellen angeboten. Das waren 190 weniger als im Vorjahr. Der Rückgang betrifft insbesondere außerbetriebliche Angebote in Bildungseinrichtungen. Das Angebot betrieblicher Ausbildungsstellen ging zwar auch zurück, bleibt jedoch auf dem hohen Niveau der Vorjahre. Davon waren Ende August 2017 noch 1.066 (+179) offen. Rechnerisch kamen damit 1,9 noch offene Stellen auf einen unversorgten Bewerber. Im Vorjahr waren es 1,6 Stellen pro Bewerber.

 

Gute Chancen gibt es zum Beispiel noch in Fertigungsberufen wie Elektroniker/in oder Mechatroniker/in, in Ernährungsberufen wie Bäcker/in, Fleischer/in oder Koch/Köchin, im Hotel- und Gastgewerbe wie Hotelfachmann/-frau, Restaurantfachmann/-frau, Fachmann/-frau für Systemgastronomie oder Fachkraft im Gastgewerbe, in Dienstleistungsberufen wie Verkäufer/in, Kaufmann/-frau im Einzelhandel, Groß- und Außenhandel oder Versicherungen, Fachkraft Kurier-, Express- und Postdienstleistungen oder Lagerlogistik, in Bauberufen wie Maurer/in, Tiefbaufacharbeiter/in, Straßenbauer/in oder Maler- und Lackierer/in und in Gesundheitsberufen wie Altenpfleger/in oder Gesundheits- und Krankenpfleger/in.

 

„Auch nach dem offiziellen Ausbildungsstart im August und September eröffnen sich noch Möglichkeit. Wer schnell und flexibel handelt, hat jetzt noch Chancen. Jugendliche, die auf der Suche sind, sollten sich gleich mit der Berufsberatung in Verbindung setzen“, rät Dusch.

Luebecker Dienstleistungskontor am 1. September 2017, 13:31 Uhr

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Ich liege und schlafe ganz mit Frieden; denn allein du, Herr, hilfst mir, dass ich sicher wohne.
 

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