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Mittwoch, 24. Juli 2019 02:19:24 Uhr

Arbeitsminister Dr. Garg übergibt Förderbescheid für Arbeitsmarktprojekt POWER in Elmshorn

KIEL. Arbeitsminister Dr. Heiner Garg überreicht heute (20. Dezember) bei einem Projektbesuch in der Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein, Niederlassung Elmshorn, einen Zuwendungsbescheid in Höhe von rund 640.000 Euro. Damit wird die Fortsetzung des erfolgreichen Arbeitsmarktprojekts „POWER“ für zwei Jahre finanziert. Im Projekt „POWER“ werden langzeitarbeitslose Alleinerziehende und Berufsrückkehrerinnen im kaufmännischen Bereich und im Bereich Soziales und Gesundheit qualifiziert und mit individuellem Coaching beim Bewerbungsverfahren in den ersten Arbeitsmarkt vermittelt. Die Zuwendung erfolgt aus Landesmitteln des Zukunftsprogramms Arbeit und aus Mit-teln des Europäischen Sozialfonds. Vor zwei Jahren war das Projekt Power gemeinsam mit sieben weiteren Projekten mit Hilfe eines Ideenwettbewerbes ausgewählt worden.

„“Die acht Projekte für die Zielgruppe der Alleinerziehenden und Berufsrückkehrerinnen haben mit einem Zwischenergebnis von durchschnittlich rund 32 % in Arbeit vermittelten Teilnehmerinnen und Teilnehmern besonders gute Ergebnisse erzielt. Die gute Arbeit der Projektträger und viele hoch engagierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben diesen Erfolg ausgemacht. Aus diesem Grund habe ich von diesen acht durchgeführten Projekten vier Projekte mit den besten Umsetzungsergebnissen um weitere zwei Jahre bis zum 31. Dezember 2013 verlängert““, so Arbeitsminister Dr. Garg. Der Besuch des Projektes POWER steht daher auch stellvertretend für die Projekte „Subways“ (FAW Lübeck), „Arbeit für Alleinerziehende“ (Beschäftigungs- und Qualifizierungs gGmbH Ost-holstein) und „Frauenland“ (Neuland GmbH Plön), die ebenfalls verlängert werden.

Mit der Gründung einer Familie sehen sich ein großer Teil der Mütter und auch ein Teil der Väter gezwungen, den Beruf zumindest vorübergehend aufzugeben. Auch die Pflege
von Angehörigen zwingt häufig zu beruflichen Einschnitten. „“Frauen sind in besonderem Maße von den wirtschaftlichen Nachteilen einer Erwerbspause betroffen, da überwiegend sie es sind, die familiäre Verpflichtungen übernehmen““, so der Arbeitsminister.

Der Wiedereinstieg in den Beruf ist dann oftmals nicht leicht. Besonders schwierig ist die Situation dabei für alleinerziehende Frauen und Männer. Hier setzen die Projekte an, um die Rahmenbedingungen zu verbessern und verlässliche Kinderbetreuungsmöglichkeiten und flexible Arbeitszeitmodelle zu erreichen. Die persönlichen, sozialen und methodischen Kompetenzen zu stärken, spielt für die Teilnehmenden während ihrer durch-schnittlich neunmonatigen Teilnahmedauer eine ebenso große Rolle wie das Erarbeiten bisher fehlender oder das Auffrischen veralteter Qualifikationen. Alle Projekte enthalten eine individuelle Stärken-Schwächen-Analyse sowie Coaching-Elemente, Qualifizierungen und Elemente der Nachbetreuung. Sie gelten als wesentliche Schritte auf dem Weg zu einer erfolgreichen Integration.

„Alleinerziehende Frauen und Männer, Berufsrückkehrerinnen und Berufsrückkehrer sind Personengruppen, auf die wir vor dem Hintergrund des demografischen Wandels auf dem Arbeitsmarkt nicht verzichten können“, so Garg weiter. Daher hatte die Landesre-gierung mit dem Bündnis für Fachkräfte frühzeitig diese Zielgruppe in den Fokus ge-nommen. „Das Land fördert die Verlängerung dieser Arbeitsmarktprojekte in den nächs-ten zwei Jahren mit rund 2 Millionen Euro aus Mitteln des Zukunftsprogramms Arbeit des Landes und des Europäischen Sozialfonds“.

Übersicht der verlängerten Projekte zur Verbesserung der Berufschancen von langzeitarbeitslosen Alleinerziehenden und Berufsrückkehrern

„SuB-ways (FAW Lübeck): Service und Beratung – neue Wege für Alleinerziehende und BerufsrückkehrerInnen“ der Fortbildungsakademie der Wirtschaft gGmbH bietet verschiedene Module an. In einem Basismodul werden Lösungen für individuelle Probleme wie beispielsweise Schulden oder auch fehlende Möglichkeiten der Kinderbetreuung er-arbeitet. In einem weiteren Modul werden Qualifizierungsbausteine angeboten, die in eine praktische Arbeitserprobung münden. Nach einem Jobangebot erfolgt eine weitergehende Betreuung durch Einzelfallcoaching und Konfliktintervention. Sollte ein Bedarf an Kinderbetreuung bestehen, so wird diese notfalls im Rahmen des Projektes sichergestellt. Das Projekt wird in Lübeck an drei Standorten durchgeführt.
„Arbeit für Alleinerziehende“ der Beschäftigungs- und Qualifizierungs OH gGmbH stellt den Betrieb einer Koordinierungs- und Beratungsstelle als Anlaufstelle für Alleinerziehende und Netzwerkpartner in den Mittelpunkt. Hier sollen Informationen zum Thema „alleinerziehend“ gebündelt werden. Den zweiten Schwerpunktbereich bildet das Thema Qualifizierung. Es werden dabei sowohl interne als auch externe Qualifizierungen durchgeführt, die den Berufswünschen der Teilnehmer entsprechen. In einem dritten Schwerpunkt erfolgt die Akquisition von Arbeitsplätzen, dabei sollen die Betriebe auch über maßgeschneiderte Arbeitszeitlösungen beraten werden. Das Projekt, das schwerpunkt-mäßig in Eutin durchgeführt wird, bietet durch 12 Außenstellen in Ostholstein eine kreisweite Präsenz.
Das Projekt „Power“ der Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein setzt in Elmshorn und Itzehoe individuellen Qualifizierungen mithilfe des Bildungsangebotes der Akademie für Gesundheits- und Sozialberufe (AGS) sowie der Wirtschaftsakademie um. Neben einer intensiven Betreuung werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei der Kontaktaufnahme zu Unternehmen individuell unterstützt. Zugleich werden die Betriebe für die speziellen Probleme Alleinerziehender und deren Lösungen sensibilisiert. Während der Projektlaufzeit wird ein Netzwerk aufgebaut, mit dem unterstützende Strukturen geschaffen und beispielsweise Nachbarschaftshilfen organisiert werden sollen. Darüber hinaus wer-den Kooperationen mit den anderen Partnern wie beispielsweise Mehrgenerationenhäu-ser und Familienbildungsstätten angestrebt.
„Frauenland“ der Neuland GmbH wird im Kreis Plön einen Übungsgasthof unter Nutzung der Seebad eG betreiben und zur branchenübergreifenden Qualifikation nutzen. Die Grundqualifikation umfasst die Bereiche Ernährung/Gesundheit, Pflegeunterstützung, Gastronomie/Tourismus/Service und haushaltsnahe Dienstleistungen. Daran schließen sich weitere Wahlmodule an. Durch Arbeitserprobungen an Projekttagen wird ein even-tueller Nachschulungsbedarf ermittelt und eine Nachschulung passgenau durchgeführt. Der Übungsgasthof bleibt auch nach Projektende als Qualifizierungszentrum für Gastro-nomie und seniorenspezifische Dienstleistungen bestehen.

Das Zukunftsprogramm Arbeit ist das Arbeitsmarktprogramm der Landesregierung für die Jahre 2007-2013. Die Förderangebote zielen auf den Abbau der Jugendarbeitslosigkeit, eine höhere Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen und Beschäftigten und die Integration benachteiligter Personen in den Arbeitsmarkt. 288 Millionen Euro stehen an Fördermitteln zur Verfügung, 100 Millionen Euro davon können aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) abgerufen werden. Mehr Informationen im Internet: www.zukunftsprogramm-arbeit.schleswig-holstein.de

Neumeier am 20. Dezember 2011, 12:35 Uhr

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