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Dienstag, 19. Juni 2018 18:19:34 Uhr

Arbeitsminister Garg: Land bewilligt 5 Millionen Euro für 11 neue Arbeitsmarktprojekte – Fachkräftebedarf sichern

Im Rahmen des „Zukunftsprogramms Arbeit“, dem Arbeitsmarktprogramm der Landesregierung, werden zum 1. Januar 2012 elf neue Arbeitsmarktprojekte gefördert. Das teilte Arbeitsminister Dr. Heiner Garg heute (13.12.) nach der Kabinettssitzung mit. „“Mit den neuen Projekten wollen wir langzeitarbeitslosen Menschen eine berufliche Perspektive geben. Die Modellprojekte dienen der Integration von langzeitarbeitslosen Älteren, Frauen sowie Migrantinnen und Migranten in den Arbeitsmarkt. Die Initiative ist zugleich ein Beitrag für das im Bündnis für Fachkräfte angestrebte Ziel der Verbesserung der Erwerbsfähigkeit. Wir wollen Schleswig-Holstein gemeinsam zukunftsfähig machen, daher setzt die Landesregierung hier einen besonderen Schwerpunkt““, so Garg.
Die Projekte wurden aufgrund eines Ideenwettbewerbes ausgewählt. In den kommenden zwei Jahren stehen für die Förderung rund fünf Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes bereit.

„“Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels müssen wir rechtzeitig die Weichen stellen, um zur Erhöhung der Zahl der Erwerbspersonen in Schleswig-Holstein beizutragen. Dabei geht es auch um die verbesserte Beteiligung von Menschen, die am Arbeitsmarkt unterrepräsentiert sind und selbst bei anziehender Konjunktur Schwierigkeiten haben, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen““, so Arbeitsminister Garg. „“Von der aktuellen Entwicklung am Arbeitsmarkt profitieren insbesondere Jüngere. Vielfach haben es Ältere schwerer, eine neue Beschäftigung zu finden. Langzeitarbeitslose Ältere gehören zu den Zielgruppen, die wir mit den neuen Projekten intensiv unterstützen wollen. Daneben führen wir unseren Schwerpunkt der Förderung langzeitarbeitsloser Frauen weiter fort und setzen neue Akzente mit Projekten, die sich gezielt an Migrantinnen und Migranten richten“.“

Alle Projekte haben eine Laufzeit von zwei Jahren und sollen eine individuelle Stärken-Schwächen-Analyse sowie Coaching-Elemente, Qualifizierungen und Elemente der Nachbetreuung enthalten. Sie gelten als wesentliche Schritte auf dem Weg zu einer erfolgreichen Integration.

Hintergrund:
Nach dem demografischen Szenario des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit wird das Erwerbspersonenpotenzial in Deutschland bei konstanter Erwerbsquote und ohne Zuwanderung von heute knapp 45 Millionen Personen bis zum Jahr 2050 auf knapp 27 Millionen sinken. Der Rückgang beginnt allmählich und beschleunigt sich ab dem Jahr 2020. Für Schleswig-Holstein wird eine vergleichbare Entwicklung erwartet; in den nächsten zehn Jahren droht eine Lücke am Arbeitsmarkt von ca. 70.000 Personen, die sich ohne Gegensteuerung bis 2030 auf rd. 250.000 vergrößern könnte.

Ein Großteil der Potenziale zur Erhöhung der Erwerbsbeteiligung beruht auf der Annahme, dass Menschen in größerer Zahl und zum Teil auch in einem stärkeren Umfang als heute bereit sind, ihre individuellen Möglichkeiten am Arbeitsmarkt auszuschöpfen. Dies gilt in besonderem Maß für die Personengruppen, die bisher am Arbeitsmarkt oft ungewollt unterrepräsentiert sind, insbesondere für Frauen, Ältere und Migrantinnen und Migranten. Sofern die Erwerbsquoten dieser Gruppen nicht steigen, wird die demografische Entwicklung zu einer deutlichen Verringerung der Erwerbsbevölkerung führen mit negativen Folgen für die künftigen Wachstumsaussichten. Insgesamt versprechen Maßnahmen zur Förderung einer stärkeren Erwerbsbeteiligung in wirtschaftlicher und sozialer Hinsicht einen sehr hohen Nutzen.

Liste der geförderten Projekte: s.u.

Für Informationen zu den Zielen des Zukunftsprogramm Arbeit siehe:

www.zukunftsprogramm-arbeit.schleswig-holstein.de
www.ib-sh.de/zukunftsprogramm-arbeit.de

Das Zukunftsprogramm Arbeit ist das Arbeitsmarktprogramm der Landesregierung für die Jahre 2007-2013. Die Förderangebote zielen auf den Abbau der Jugendarbeitslosigkeit, eine höhere Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen und Beschäftigten und die Integration benachteiligter Personen in den Arbeitsmarkt. 288 Millionen Euro stehen an Fördermitteln zur Verfügung, 100 Millionen Euro davon können aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) abgerufen werden.
Mehr Informationen im Internet: www.zukunftsprogramm-arbeit.schleswig-holstein.de

Verantwortlich für diesen Pressetext: Christian Kohl | Ministerium für Arbeit, Soziales und Gesundheit | Adolf-Westphal-Straße 4, 24143 Kiel | Telefon 0431 988-5317 | Telefax 0431 988-5344 | E-Mail: pressestelle@sozmi.landsh.de | Medien-Informationen der Landesregierung finden Sie aktuell und archiviert im Internet unter www.schleswig-holstein.de | Das Ministerium finden Sie im Internet unter www.masg.schleswig-holstein.de | Das Landeswappen ist gesetzlich geschützt.

Liste der geförderten innovativen oder regionalen Arbeitsmarktprojekte für am Arbeitsmarkt unterrepräsentierte Personengruppen

Diakonisches Werk Altholstein, Neumünster – Zentrum für Berufliche Bildung: Die flexiblen Kombinationsmöglichkeiten der Bausteine des Projektes „JobNavi“ lassen eine auf die unterschiedlichen Zielgruppen der Frauen, Migrantinnen/Migranten und Älteren zugeschnittene individuelle Förderung zu. Schnittstellen aller Zielgruppen ergeben sich im Bereich der allgemeinen Vermittlungshemmnisse, spezifische Problemlagen (z.B. Vereinheitlichung von Familie und Beruf, Sprachproblematik oder gesundheitliche Hemmnisse) werden dagegen zielgruppengerecht aufgegriffen.
Die Kombination aus bewährten arbeitsmarktpolitischen Instrumenten und dem Freiraum der Teilnehmenden für eigene Kombinationsmöglichkeiten im Qualifizierungsprogramm sowie ein effektives Case Management sichern eine problem- und bedürfnisorientierte Steuerung hinsichtlich der einzelnen Zielgruppen.
Das Integrations-ABC besteht aus drei Bausteinen. Arbeitserprobung, Bildung und Coaching. Durch den Einsatz in einem trägerinternen Arbeitsprojekt (z.B. Sozialkaufhäuser, Holzwerkstatt) und externen Praktika entsteht von Beginn an Praxisbezug. Der Baustein Bildung besteht aus einem Modulsystem von verschiedenen Vormittags- und Nachmittagsangeboten, aus dem ein individuelles verbindliches Wochenprogramm erstellt wird. Daneben werden regelmäßig externe (Teil-)Qualifizierungen angeboten, die mit einer Prüfung und einem Zertifikat abschließen. Der Coaching-Baustein gewährleistet durch individuelle sozialpädagogische Betreuung die notwendige Stabilisierung. Ein individuelles Jobcoaching und ein aktives Integrationsmanagement sorgen für die Integration der Teilnehmenden in den Arbeitsmarkt.

VHS Kaltenkirchen-Südholstein GmbH
„ARBOR Nova“ richtet sich an alle drei Personengruppen, die am Arbeitsmarkt unterrepräsentiert sind: an Frauen ab 25 Jahren in schwierigen Lebenslagen, z.B. alleinerziehende und geringqualifizierte, an Männer und Frauen ab 25 Jahren mit einem Migrationshintergrund sowie an ältere Männer und Frauen ab 50 Jahren im Kreis Segeberg.
Die Teilnehmenden beginnen mit einer Einstiegs-, Diagnostik- und Assessmentphase, die in einen Aktivierungs- und Eingliederungsplan mündet. Daran schließen sich individuelle Qualifizierungsmodule und Querschnittsaufgaben in hybrider Lernform an. Die individuellen Module richten sich nach dem jeweiligen Leistungsfundament der Teilnehmenden und berücksichtigt ihre zeitlichen Ressourcen, so dass auch alleinerziehende Frauen eine Teilnahme in Teilzeit möglich ist.
Eine Methodenvielfalt soll die Motivation und das Durchhaltevermögen der Teilnehmenden steigern und eine höchstmögliche Individualisierung der Lerninhalte und eine arbeitsplatzbezogene Qualifizierung ermöglichen. Ziel sind qualifizierte Abschlüsse durch Externenprüfungen, Sprachprüfungen und Zertifizierungen.
Die persönliche Förderung erfolgt durch Einzelberatung und –coaching. Das Integrationsmanagement läuft parallel zum Projekt. Der Integrationsmanager stellt Betriebskontakte her, initiiert Betriebsbesuche, und akquiriert Praktikums-, Ausbildungs- und Arbeitsplätze.

GSM Training und Integration GmbH: Das Projekt „Perspektive A.B.S. 50 plus“ soll die Erwerbsbeteiligung der benachteiligten Personengruppe der über 50-jährigen als auch deren Qualifikationsniveau durch regional relevante berufliche Qualifizierungen erhöhen. Die Älteren sollen in einem ressourcenorientierten Ansatz kontinuierlich und gezielt in ihrem Selbstvertrauen, ihrer Autonomie und ihren Partizipationsmöglichkeiten gestärkt werden.
Das Projekt ist in fünf Phasen gegliedert: 1. Aktivierungsphase zum Aufbau von Motivati-on und Abbau von Hemmnissen, Tagesstrukturierung, 2. Förderphase zur Förderung von Schlüsselkompetenzen, 3. Qualifizierungsphase zur Förderung von berufsübergreifenden Kompetenzen und berufliche Qualifizierung im Verkauf, in der Landwirtschaft und in der Altenpflege, 4. Trainings- und Integrationsphase mit Praktikum und ggf. ergänzender berufsfachlicher Schulung, 5. Anschlussperspektive und Nachbetreuung bei Integration in Arbeit.

Deutsche Angestellten Akademie GmbH (DAA) (Rendsburg): Zielgruppe von „Mama MiA“ (Mütter in Arbeit) sind Frauen mit Kindern, d.h. Alleinerziehende, Wiedereinsteigerinnen und Berufsrückkehrerinnen.
Das Projekt gliedert sich in drei (teilweise überlappende) Phasen. Die Dauer der einzelnen Phasen ist für jede Teilnehmerin abhängig von den individuellen Voraussetzungen und Entwicklungsschritten. In der ersten Phase stehen die Stabilisierung und Förderung der Eigenverantwortung im Vordergrund. Nach einer Bestandsaufnahme der individuellen Ressourcen und Problemlagen werden individuelle Lösungsstrategien und konkrete Handlungspläne erarbeitet. In der Startphase wird eine begleitende Kinderbetreuung an-geboten, um den Frauen den Einstieg in das Projekt zu erleichtern. In der Qualifizie-rungsphase werden interne und externe berufliche Qualifizierungen mit Abschlusszertifikat angestrebt. Ein stufenweiser Eintritt in ein betriebliches Praktikum mit schrittweiser Steigerung bis auf 4 Praxistage und einen Reflektionstag sowie individueller Begleitung im Betrieb stellt den Übergang in die Integrationsphase dar. Alle Projektplätze sind als Teil-zeitplätze ausgewiesen. Hemmnisse, Vorbehalte und fehlende Motivation können durch Einzelgespräche und sozialpädagogische Betreuung aufgearbeitet werden.
Das Netzwerk zur Unterstützung Alleinerziehender mit allen Angeboten und Ansprech-partnern (u.a. Beratungsstellen, Kinderbetreuungsmöglichkeiten, Förderangeboten) wird laufend dokumentiert und zum Projektende als Broschüre gefasst.

Bildung und Qualifizierung Meldorf gGmbH: „Frauen in Arbeit“ soll Frauen im Kreis Dithmarschen den Einstieg oder Wiedereinstieg in das Berufsleben ermöglichen. Das Projekt berücksichtigt alle Lebensumstände der Teilnehmenden, die für diese Zielgruppe spezifisch sind. Die Teilnehmerinnen erwerben Qualifikationen und Teilqualifikationen in den Bereichen Hotel und Gastronomie, Hauswirtschaft, Tourismus, Lager, Handel, Büro-berufen in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsakademie mit IHK-Zertifikaten. Die Qualifizierungen können in Meldorf, Brunsbüttel und Heide durchgeführt werden. Die Einmündung in den Arbeitsmarkt wird durch betriebliche Praktika und intensives Bewerbungs- und Betriebscoaching vorbereitet. Ein gezielter Matching-Prozess sowie eine intensiv betreute betriebliche Erprobung, Begleitung und Unterstützung auch nach Arbeitsaufnahme im persönlichen und privaten Umfeld sind Grundlage für eine nachhaltige Integration in Arbeit. Betriebe sollen durch das Projekt vor dem Hintergrund des demografischen Wandels zu einem Umdenken angeregt werden, um das weibliche Erwerbskräftepotenzial besser auszuschöpfen. Es soll dafür geworben werden, dass die Betriebe ihre Rahmenbedingungen zur Beschäftigung von Frauen verbessern (z.B. durch flexiblere Arbeitszeiten).

Beschäftigung und Qualifizierungsgesellschaft Flensburg mbH: „Mittendrin“ richtet sich in Kappeln an alleinerziehende Frauen über 25 Jahre, deren berufliche Entwicklung durch eine Elternschaft unterbrochen wurde, die in einer Vielzahl keinen Berufsabschluss erreicht haben und deren persönliche Lebensperspektive labil ist. Die Kooperationspartnerin Stadt Kappeln unterstützt das Projekt, indem sie den Teilnehmerinnen Krippen- und Kita-Plätze zur Verfügung stellt, um ihnen eine berufliche Qualifizierung sowie eine anschließende Berufstätigkeit zu ermöglichen.
Der Integrationsprozess der Teilnehmerinnen wird geleitet vom Prinzip der Individualisie-rung und durch ein differenziertes und systematisch angelegtes Integrationsmanagement gesteuert, das sich in die Teilschritte Grundberatung, Anamnese, Zielvereinbarung, Hilfeplanung, Leistungssteuerung, Monitoring und Evaluation gliedert. Die externe Evaluation erfolgt über das Institut für Erwachsenenbildung der Universität Flensburg. Das Kernstück der Leistungssteuerung besteht aus einer Reihe von Stabilisierungs-, Qualifizierungs- und Integrationsmaßnahmen. Arbeitserfahrungen sollen in jeweils zwei gemeinnützigen Projekten (zum Beispiel Kulturhaus oder Seniorentreff) und betrieblichen Praktika auf dem ersten Arbeitsmarkt gesammelt werden. Mit den Methoden der „motivierenden Gesprächsführung“ und des „biographischen Lernens“ sollen Motivation und Veränderungsbereitschaft gestärkt sowie persönlichen Ressourcen herausgearbeitet werden.

Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein: Das Projekt „Neue Perspektiven“ richtet sich an Frauen über 25 Jahre mit und ohne Migrationshintergrund, die vorwiegend in dem städtischen Quartier Neustadt/Nordstadt, einem Flensburger Problemstadtteil, wohnen. Ziel ist es, die Teilnehmerinnen zu Betreuungskräften von pflegebedürftigen Menschen mit Demenzerkrankungen und zu Pflegeassistentinnen für die Pflege Älterer zu qualifizieren. Die Konzentration auf ein Quartier ermöglicht den Teilnehmerinnen, Arbeit, Wohnen und Kinderbetreuung auf kurzen Wegen zu verbinden.
Das Projekt gliedert sich in vier Phasen: 1. Eingangsphase zur Orientierung, Perspektiventwicklung und der individuellen Planung. Ein zweiwöchiges Orientierungspraktikum schließt sich an. 2. Qualifizierungsphase mit den AGS-zertifizierten Ausbildungen zur Betreuungskraft und zur Pflegeassistentin. Anschließend wird ein zweiwöchiger Lehrgang zur Palliativbegleiterin angeboten. 3. Die Vermittlungsphase beginnt mit einem sechswöchigen Praktikum, an das sich Einrichtungsbesuche und eine intensive Arbeitsplatzsuche anschließen. Projektbegleitend wird ein Begegnungscafe als Austausch- und Informationsbörse für die Teilnehmerinnen sowie Module zur Verbesserung der sprachlichen Kompetenz angeboten.

Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft Flensburg mbH: Das Projekt „miteinander“ richtet sich nach der Zielgruppenanalyse in Flensburg an Frauen mit Migrationshintergrund, die eine gute Ausbildung im Herkunftsland erworben haben, die in Deutschland nicht anerkannt oder nicht übertragbar ist und an Migrantinnen, die noch in religiösen und kulturellen Traditionen verwurzelt sind und in der Regel keine Ausbildung haben. Der Projektansatz berücksichtigt die sehr unterschiedlichen Ausgangsvorausset-zungen der Frauen durch individuelle Coaching- und Qualifizierungsprozesse, interkulturelle Trainings, Maßnahmen zur Verbesserung der sprachlichen Handlungsfähigkeit, Arbeitserfahrungen im gemeinnützigen Kontext und konkrete Praxiseinsätze in Betrieben des ersten Arbeitsmarktes. Der berufliche Integrationsprozess wird durch ein differenziertes und systemisch angelegtes Integrationsmanagement gesteuert.
Die Wirtschaftsjunioren Flensburg planen, eine Projektpatenschaft für „miteinander“ zu übernehmen und darüber die Zugänge der Migrantinnen in den regionalen Arbeitsmarkt zu unterstützen. Potenziale bietet das Dienstleistungsgewerbe mit den Schwerpunkten Handel, Gastronomie, Reinigungsgewerbe, Pflege und Nahrungsmittelindustrie.

Junge Menschen in offener beruflicher Bildung und Ausbildung (JobA): „KiQ – Kompetenz im Quartier / Ressourcen in und für die Region“ richtet sich an Menschen mit Migrationshintergrund im Kreis Segeberg, die über 25 Jahre alt sind. Der inno-vative Ansatz des Projekts liegt in der Nutzung des Modells der Salutogenese von A. Antonovsky. Eine salutogenetische Orientierung bedeutet hier, dass das Projekt vor allem während der Einstiegsphase den Schwerpunkt auf den gesundheitlichen Zustand der Teilnehmenden legt. Neben der Betrachtung gesundheitsschädlicher Faktoren spielen vor allem potenzielle gesundheitsfördernde Faktoren eine wichtige Rolle. Analysiert werden Biografie, Verhaltensmuster, Lebenssituation, bisherige Selbsthilfe, gesund-heitserhaltende Ressourcen und Widerstandsressourcen.
Das Projekt gliedert sich in vier Phasen. In der Einstiegsphase werden berufliche und soziale Kompetenzen erfragt und ein individuelles Stärken- und Schwächenprofil erstellt. Besonderen Stellenwert hat die Ermittlung der gesundheitlichen Belastbarkeit nach An-tonovsky. In der Qualifizierungsphase erfolgt eine nachhaltige berufliche Qualifizierung mit IHK-Zertifikat. Die Qualifizierung erfolgt in den Bereichen „Fit für Betreuung und Pflege“ mit unterschiedlichen Qualifizierungsmöglichkeiten sowie „Fit fürs Lager“. Begleitet wird die Qualifizierung u.a. mit Sprachnachhilfe und pädagogischer Betreuung. Nach erfolg-reicher Qualifizierung leitet eine abgestufte Praktikumsphase die Vermittlung ein. Vorgesehen sind ein Orientierungspraktikum und ein Betriebspraktikum mit Aussicht auf eine anschließende Beschäftigung. Die Nachbetreuungsphase von mindestens vier Wo-chen soll die Nachhaltigkeit sichern.

Fortbildungsakademie für Wirtschaft (FAW) gGmbH (Lübeck): Die Projektstruktur von „Qualifizierung und Integration von MigrantInnen in Lübeck“ berücksichtigt die heterogene Zielgruppe der Migrantinnen und Migranten in Bezug auf Sprachkenntnisse, Ausbildungsstand, berufsrelevante Kenntnisse und die persönliche Ausgangssituation (z.B. Kinderbetreuung). Das Projekt wird daher in verschiedenen Phasen mit individuellen Schwerpunkten durchgeführt. Unter Berücksichtigung der persönlichen Ausgangssituation werden zwei Kurse parallel durchgeführt: ein Vollzeitkurs und ein Teilzeitkurs. Im Rahmen der Projektlaufzeit von zwei Jahren sind drei Durchgänge im Vollzeitbetrieb und zwei zeit-lich gestreckte Durchgänge im Teilzeitbetrieb geplant. Ein innovatives Kernstück der Kurse ist eine durchgehende thematische Sprachförderung. Die Sicherung der Kinderbetreuung in den Ferienzeiten erfolgt anteilig über das Projekt.
Das Projekt gliedert sich in vier Phasen. In der Phase der Eignungsfeststellung erfolgen eine Analyse der beruflichen Kenntnisse und Erfahrungen sowie der Sprachkenntnisse, eine Eignungs- und Bedarfsfeststellung und die Entwicklung individueller Perspektiven und Integrationsstrategien. In der Qualifizierungsphase werden EDV-Kenntnisse und berufsübergreifendes wirtschaftliches Grundwissen vermittelt sowie branchenspezifischer fachtheoretischer Unterricht in den Bereichen Sozialpflege/Hauswirtschaft, Lager/Handel, Hotel/Gaststätten, Bau- und Nebengewerbe nach individueller Integrationsstrategie durchgeführt. Parallel erfolgt eine durchgängige thematische Sprachförderung und individuelle sozialpädagogische Betreuung. Vertiefend findet ein branchenspezifisches Praktikum von 14 Tagen statt. In der Integrationsphase erfolgen ein intensives Bewerbungstraining und ein zweites Praktikum von vier Wochen und eine aktive Stellensuche. Eine dreimonatige Nachbetreuung sichert die Integration in den Arbeitsmarkt.

Fortbildungsakademie der Wirtschaft (FAW) gGmbH (Elmshorn): „KOMBI – Kompetenzentwicklung für verschiedene Berufsbereiche“ soll am Standort Elmshorn durchgeführt werden und ist ein Angebot für Menschen mit Migrationshintergrund, darunter schwerpunktmäßig Bedarfsgemeinschaften mit Kindern oder alleinerziehende Eltern sowie alleinerziehende Mütter ohne Migrationshintergrund. Bei der Integration in Arbeit spielen familiäre Strukturen eine zentrale Rolle. Durch die Einbeziehung des Familienaspekts ist es möglich, die Motivation zur Entwicklung einer beruflichen Perspektive zu steigern und Vermittlungshemmnisse wie fehlende Sprachkenntnisse, fehlende berufliche Qualifikationen oder lange Kinderbetreuungszeiten abzubauen. Im Projekt KOMBI wird eine begleitende Kinderbetreuung angeboten, um den Teilnehmenden den Projektstart zu erleichtern. Im Laufe des Projektes sollen adäquate und stabile Lösungen für die Kinderbetreuung aufgebaut werden.
Das Projekt gliedert sich in vier Phasen: 1. Anamnese zur Feststellung der individuellen Integrationssituation und des Qualifizierungsplans, 2. Coaching und Training mit projektorientiertem fachpraktischem Unterricht und interkulturellem Sozialkompetenztraining; begleitende Angebote zur Stärkung der Erziehungs- und Gesundheitskompetenz. 3. Qualifizierung und Integration mit fachtheoretischer und –praktischer Qualifizierung, zum Beispiel in den Berufsfeldern Garten/Landschaftsbau, Lager/Handel und Betriebspraktika, Bewerbungstraining und Arbeitsplatzakquise. Begleitend zu den Phasen 2 und 3 werden Sprachtraining und Berufsorientierung angeboten. 4. Nachbetreuung nach Bedarf der Teilnehmenden und Sicherung der Nachhaltigkeit.

Neumeier am 13. Dezember 2011, 16:15 Uhr

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Der Gott aller Gnade aber, der euch berufen hat zu seiner ewigen Herrlichkeit in Christus, der wird euch, die ihr eine kleine Zeit leidet, aufrichten, stärken, kräftigen, gründen.
 

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