Der Arbeitsmarkt im Dezember und im Jahr 2011: Positive Entwicklung bis zum Jahresende » hier-luebeck - Das interaktive, älteste Online-Magazin für Lübeck und Umgebung seit 1999

Anmelden

hier-luebeck

Das interaktive, älteste Online-Magazin für Lübeck und Umgebung seit 1999

Montag, 6. April 2020 13:53:22 Uhr

Der Arbeitsmarkt im Dezember und im Jahr 2011: Positive Entwicklung bis zum Jahresende

Nürnberg (ots) – „Der deutsche Arbeitsmarkt hat sich auch zum Jahresende 2011 positiv entwickelt. Damit können wir auf ein gutes Jahr zurückblicken. Die Arbeitslosigkeit ist deutlich gesunken, Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung hingegen kräftig gewachsen, und die Nachfrage nach Arbeitskräften war das ganze Jahr über sehr hoch.“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-J. Weise, heute in Nürnberg anlässlich der monatlichen Pressekonferenz.

Arbeitslosenzahl im Dezember: +67.000 auf 2.780.000

Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: -231.000

Arbeitslosenquote im Dezember: +0,2 Prozentpunkte auf 6,6 Prozent

Arbeitslosenzahl im Jahr 2011: 2.976.000

Arbeitslosenquote im Jahr 2011: 7,1 Prozent

Arbeitslosigkeit, Unterbeschäftigung und Erwerbslosigkeit Mit dem Einsetzen der Winterpause ist die Arbeitslosigkeit von November auf Dezember um 67.000 auf 2.780.000 gestiegen. Dieser Anstieg fiel schwächer aus als in den Vorjahren; saisonbereinigt errechnet sich ein Minus (22.000). Im Vergleich zum Vorjahr nahm die Zahl der arbeitslosen Menschen um 231.000 ab. Im Jahresdurchschnitt waren 2.976.000 Personen arbeitslos gemeldet, 263.000 weniger als vor einem Jahr. Die jahresdurchschnittliche Arbeitslosenquote belief sich 2011 auf 7,1 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr nahm sie um 0,6 Prozentpunkte ab. Maßgeblich für den Rückgang ist der Zuwachs sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung, der tendenziell die Chancen erhöht hat, durch Aufnahme einer Beschäftigung die Arbeitslosigkeit zu beenden. Neben konjunkturellen Gründen haben der Strukturwandel und die Reformen am Arbeitsmarkt diese Chancen deutlich verbessert. So hat sich die Arbeitslosigkeit in den letzten Jahren günstiger entwickelt, als dies bei gleicher Konjunktur noch vor zehn Jahren zu erwarten gewesen wäre. Zur Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) zählen auch Personen, die z. B. an entlastenden Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik teilnehmen oder aus anderen Gründen nicht als arbeitslos gelten. Sie vermittelt somit ein umfassenderes Bild vom Defizit an regulärer Beschäftigung als die Arbeitslosigkeit. Im Dezember belief sich die Unterbeschäftigung auf 3.898.000, 491.000 weniger als vor einem Jahr. Sie ist damit – wegen der Abnahme der entlastenden Arbeitsmarktpolitik – stärker gesunken als die Zahl der Arbeitslosen. Die nach dem ILO-Erwerbskonzept vom Statistischen Bundesamt ermittelte Erwerbslosigkeit belief sich in Deutschland für den November auf 2,36 Millionen und die Erwerbslosenquote auf 5,5 Prozent.

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung Die Zahl der arbeitslosen Menschen in der Arbeitslosenversicherung (SGB III) ist gegenüber November um 44.000 auf 813.000 gestiegen. Im Vergleich zum Dezember 2010 ergibt sich ein Rückgang von 135.000. 785.000 Personen erhielten im Dezember Arbeitslosengeld, 65.000 mehr als im Vormonat, aber 101.000 weniger als vor einem Jahr. Die Zahl der Arbeitslosengeld-Empfänger liegt seit April 2010 unter dem jeweiligen Vorjahreswert.

Entwicklung in der Grundsicherung

Auch die Zahl der Bezieher von Arbeitslosengeld II in der Grundsicherung (SGB II) ist weiter rückläufig. Sie sinkt seit Juli 2010 und lag im Dezember 2011 bei 4.450.000. Damit waren 8,2 Prozent der in Deutschland lebenden Personen im erwerbsfähigen Alter hilfebedürftig. Gegenüber November ist die Zahl der Arbeitslosengeld II-Bezieher um 3.000 gestiegen, im Vergleich zum Dezember 2010 waren es 251.000 weniger. Die Zahl der Arbeitslosen in der Grundsicherung hat gegenüber November um 23.000 auf 1.967.000 zugenommen, liegt aber um 96.000 unter dem Wert vom Vorjahr. Dass ein Großteil der Arbeitslosengeld II-Bezieher nicht arbeitslos gemeldet ist, hängt damit zusammen, dass diese Personen erwerbstätig sind, kleine Kinder betreuen, Angehörige pflegen oder sich noch in der Ausbildung befinden.

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung haben weiter zugenommen und liegen deutlich über Vorjahresniveau. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Erwerbstätigen im November gegenüber dem Vorjahr um 521.000 auf 41,61 Millionen gestiegen. Nach der Hochrechnung der BA lag die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung im Oktober bei 29,02 Millionen. Dies entspricht einem Zuwachs von 719.000 gegenüber dem Vorjahr. Dabei hat die Vollzeitbeschäftigung um 366.000 und die Teilzeitbeschäftigung um 330.000 zugenommen. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung wächst in allen Bundesländern und in den meisten Branchen.

Arbeitskräftenachfrage

Die Nachfrage nach Arbeitskräften bleibt auf hohem Niveau. Im Dezember belief sich der Bestand an gemeldeten Arbeitsstellen auf 467.000, 87.000 mehr als im Vorjahr. Die Nachfrage steigt in fast allen Branchen. Besonders gesucht sind zurzeit Fachleute in den Bereichen Mechatronik, Elektro, Energie, Metall, Logistik, Maschinenbau und Gesundheit. Der Stellenindex der BA, der BA-X, bildet die saisonbereinigte Entwicklung der Arbeitskräftenachfrage am ersten Arbeitsmarkt ab. Von November auf Dezember hat er um einen auf 180 Punkte zugelegt. Gegenüber dem Vorjahr liegt er 24 Punkte im Plus.

Haushalt der Bundesagentur für Arbeit

Die BA wird nach vorläufigen Ergebnissen das Finanzjahr 2011 mit einem geringen Überschuss schließen können, sodass voraussichtlich keine Finanzierungsdarlehen in Anspruch genommen werden müssen. Sowohl Einnahmen (voraussichtlich 37,6 Milliarden Euro) als auch Ausgaben (voraussichtlich 37,5 Milliarden Euro) stellten sich im abgeschlossenen Jahr positiver dar als noch im Haushaltsplan veranschlagt. Zum Aufstellungszeitpunkt war noch mit einem Defizit von rund 5,4 Milliarden Euro gerechnet worden. Zu diesem Ergebnis trug neben den positiven ökonomischen Rahmenbedingungen eine einmalige Zahlung des Bundes in Höhe von rund 469 Millionen Euro bei, die die BA für eine seit vier Jahren übernommene Zahlung von Rentenversicherungsbeiträgen für Beschäftigte in Werkstätten für behinderte Menschen entschädigt. Die BA hatte sich im Vorfeld klar gegen die Übernahme der Ausgaben aus Beitragsmitteln ausgesprochen. Die Arbeitslosenversicherung kann trotz guter ökonomischer Rahmenbedingungen keine Rücklagen für mögliche konjunkturelle Schwächephasen bilden.

Dumke am 3. Januar 2012, 10:08 Uhr

Bible verse of the day

Und ich gebe ihnen das ewige Leben, und sie werden nimmermehr umkommen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen. Mein Vater, der mir sie gegeben hat, ist größer als alles, und niemand kann sie aus des Vaters Hand reißen. Ich und der Vater sind eins.
 

Kalender

April 2020
S M D M D F S
« Mrz    
 1234
567891011
12131415161718
19202122232425
2627282930  

Stichwörter

Kategorien

Archive

RSS RSS-Feed

  • Vollbesetztes Auto landet im Wassergraben
    Bei der Hetlinger Schanze nahe Wedel sind in der Nacht zu Sonntag fünf Menschen mit ihrem Auto in einen Wassergraben geraten. Offensichtlich habe der junge Fahrer die Kontrolle über den Wagen verloren und sei in dem breiten Graben gelandet, berichtete die Polizei West-Elmshorn.Die "Hamburger Morgenp
  • Boote zerstört: Polizei ermittelt wegen Brandstiftung
    In Rheinsberg sind durch ein Feuer mehrere Boote zerstört worden. Zeugen hatten nach Polizeiangaben am Samstag beobachtet, wie zwei Jugendliche unweit eines Restaurants mit Bootsanleger einen Holzstapel in Brand setzten. Durch das Feuer brannten ein Kanu, ein Motorboot und zwei Ruderboote ab. Die Po
  • Trotz Sonnenschein kaum Menschen an Nord- und Ostsee
    Trotz strahlendem Sonnenschein und wolkenlosem Himmel waren am Sonntag nur wenige Menschen an Nord- und Ostsee unterwegs. "Die Menschen halten sich größtenteils an die Ausgangsbeschränkungen", sagte ein Polizeisprecher am Sonntag in Kiel. Lediglich an den Landesgrenzen zu Hamburg habe die Polizei et
  • Polizei zufrieden: Brandenburger halten sich an Regeln
    Die Polizei im Land Brandenburg hat am ersten Wochenende nach dem Start der verschärften Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus eine positive Bilanz gezogen. "Offensichtlich gehen die Brandenburger ganz pragmatisch und nüchtern mit den Regeln der Landesregierung um", sagte Polizeisprecher Torsten
  • Jugendlicher ausgeraubt und mit Stock geschlagen
    Ein Jugendlicher ist in Beelitz (Potsdam-Mittelmark) von zwei Unbekannten geschlagen und ausgeraubt worden. Nach Angaben der Polizei vom Sonntag passierte der Übergriff bereits am Freitagabend. Demnach schlugen die Männer dem Jugendlichen ins Gesicht und stießen ihn zu Boden. Einer der mutmaßlichen
  • Ostern mit Coronavirus: Was wird jetzt aus Gottesdienste, Eiersuche & Co.?
    Alles steht still in der Corona-Krise. Was bedeutet das für Osterfest und Eiersuche? Die Kirchen bereiten sich darauf vor, kreativ und digital. Und Kinder? Die brauchen vor allem eines. Eine gute Nachricht gibt es, auch wenn sonst fast alles stillsteht: " Ostern fällt nicht aus", sagt der Sprecher d
  • Brandenburg: Großeinsatz der Feuerwehr – Brand gefährdet 25 Hektar Wald
    Nahe Wandlitz in Brandenburg ist ein Waldbrand ausgebrochen, die Feuerwehr bezeichnet eine Fläche von 500 mal 500 Metern als Gefahrengebiet. Auch zur mutmaßlichen Brandursache äußern sich die Behörden. In  Brandenburg hat ein Feuer rund 25 Hektar Wald zwischenzeitlich gefährdet. Die Feuerwehren der
  • Daniel Günther will Online-Gottesdienst besuchen
    Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) will an Ostern einen Online-Gottesdienst besuchen. "Ich werde diese Möglichkeiten zu Ostern sicherlich nutzen", sagte Günther auf shz.de. Als bekennender Katholik falle ihm der Verzicht auf den Kirchgang in den vergangenen Wochen wegen der C
  • Pferd bei Zusammenstoß mit Auto getötet
    Bei einem Unfall auf der Bundesstraße 203 bei Windeby (Kreis Rendsburg-Eckernförde) ist ein Pferd getötet worden. Wie die Polizei mitteilte, stieß ein Autofahrer am frühen Sonntagmorgen mit dem Pferd zusammen, das den Unfall nicht überlebte. Der Fahrer des Autos sei durch den Aufprall leicht verletz
  • Ministerin: Zweites Staatsexamen für Mediziner Mitte April
    Das zweite Staatsexamen für Medizinstudierende soll in Brandenburg trotz der Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie planmäßig Mitte April stattfinden. Das hat Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) entschieden. Demnach soll der zweite Abschnitt der Ärztlichen Prüfung (M2) am 15. bis 17.

Polls

Wird sich Frau Dr. Merkel noch bis zum Ende der Legislaturperiode als Kanzlerin halten?

Ergebnisse

Loading ... Loading ...

RSS-Feed

RSS-Feed abonnieren

Öffnen Sie eine Kategorie, für Kategorie RSS-Feeds