Flaute in der Windenergie bedroht Versorgungssicherheit / VDI fordert stärkeren Zubau von Windkraftanlagen und mehr Einbindung der Bevölkerung » hier-luebeck - Das interaktive, älteste Online-Magazin für Lübeck und Umgebung seit 1999

Anmelden

hier-luebeck

Das interaktive, älteste Online-Magazin für Lübeck und Umgebung seit 1999

Sonntag, 26. Januar 2020 15:14:50 Uhr

Flaute in der Windenergie bedroht Versorgungssicherheit / VDI fordert stärkeren Zubau von Windkraftanlagen und mehr Einbindung der Bevölkerung

Düsseldorf (ots) – Obwohl die Bundesregierung den Anteil der erneuerbaren Energien auf 65 Prozent des Bruttostromverbrauchs bis 2030 erhöhen will, sind die Genehmigungen für Windkraftanlagen in den vergangenen drei Jahren um fast drei Viertel gesunken. Seit Inkrafttreten des ersten Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) im Jahr 2000 wurde in keinem Jahr weniger Windenergieleistung installiert als in 2019. Das sieht der VDI problematisch: „Wir betrachten diese Entwicklung mit wachsender Sorge, gerade auch mit Blick auf die Gewährleistung der Versorgungssicherheit in den Jahren 2022/23, wenn jetzt der Ausbau der Windenergie fast zum Erliegen kommt“, so Prof. Dr.-Ing. Harald Bradke, Vorsitzender der VDI-Gesellschaft Energie und Umwelt. Der Zubau von Onshore-Windkraftanlagen ist im ersten Halbjahr 2019 auf 86 Anlagen bzw. 287 Megawatt installierter Leistung zurückgegangen. Wenn man zusätzlich den Rückbau von Windkraftanlagen berücksichtigt, ergibt sich gerade einmal ein Nettozubau von 231 Megawatt – weit weg von den benötigten vier Gigawatt. Der VDI fordert daher, zügig die derzeit bestehenden Hemmnisse zum Ausbau der Windenergie zu überwinden. Aus Sicht des VDI sind dazu vor allem vier Ansätze notwendig: – Örtlich individuell festgelegte Abstandregelungen statt bundesweiten Vorgaben – Änderung der Abstandsregelungen für Radaranlagen der Flugsicherung – Beteiligung der betroffenen Bürger bzw. Gemeinden an örtlichen Windkraftanlagen zur Erhöhung der Akzeptanz durch beispielsweise eine stärkere Beteiligung der Gemeinden an den finanziellen Erträgen der Anlagen – Vereinfachung von Genehmigungsverfahren Die derzeit stockenden Genehmigungsverfahren sind größtenteils bedingt durch Klagen aufgrund von Natur- und Artenschutz, militärischen Belangen sowie Radaranlagen für die Flugsicherung. Insbesondere der Prüfbereich von 10 bis 15 Kilometer um Radaranlagen ist ein international einzigartiges Hindernis. Auch die im Referentenentwurf des Bundeswirtschaftsministeriums geplante Abstandsregelung von 1000 Metern ab fünf Häusern schadet dem Ausbau der Windkraft und trägt nicht dazu bei, die Akzeptanz in der Bevölkerung zu erhöhen. Die Potenziale an installierter Leistung aus Windkraftanlagen werden daher in allen Bundesländern bei weitem nicht erreicht. Derzeit hat die Windenergiebranche in Deutschland eine gute Position auf den Weltmärkten und sichert damit zukunftsorientierte Arbeitsplätze. Allerdings hat der Arbeitsplatzabbau bereits begonnen und es droht ein ähnliches Szenario wie im Bereich der Fotovoltaik, wo China den Markt übernommen hat. Der VDI – Sprecher, Gestalter, Netzwerker Die Faszination für Technik treibt uns voran: Seit 160 Jahren gibt der VDI Verein Deutscher Ingenieure wichtige Impulse für neue Technologien und technische Lösungen für mehr Lebensqualität, eine bessere Umwelt und mehr Wohlstand. Mit rund 145.000 persönlichen Mitgliedern ist der VDI der größte technisch-wissenschaftliche Verein Deutschlands. Als Sprecher der Ingenieure und der Technik gestalten wir die Zukunft aktiv mit. Mehr als 12.000 ehrenamtliche Experten bearbeiten jedes Jahr neueste Erkenntnisse zur Förderung unseres Technikstandorts. Als drittgrößter technischer Regelsetzer ist der VDI Partner für die deutsche Wirtschaft und Wissenschaft. Pressekontakt: Ihr Ansprechpartner in der VDI-Pressestelle: Stephan Berends Telefon: +49 211 6214-276 E-Mail: presse@vdi.de Weiteres Material: https://www.presseportal.de/pm/16368/4462355 OTS: VDI Verein Deutscher Ingenieure Original-Content von: VDI Verein Deutscher Ingenieure, übermittelt durch news aktuell

Quelle: presseportal.de

TBF am 9. Dezember 2019, 09:03 Uhr

Bible verse of the day

Ach, Herr HERR, siehe, du hast Himmel und Erde gemacht durch deine große Kraft und durch deinen ausgereckten Arm, und es ist kein Ding vor dir unmöglich.
 

Kalender

Januar 2020
S M D M D F S
« Dez    
 1234
567891011
12131415161718
19202122232425
262728293031  

Stichwörter

Kategorien

Archive

RSS RSS-Feed

  • Fußgängerin in Ratzeburg von Auto erfasst: Tödlich verletzt
    In Ratzeburg ist eine Fußgängerin beim Überqueren einer Straße von einem Auto erfasst und tödlich verletzt worden. Sie wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht, wo sie noch in der Nacht zum Samstag starb, wie die Polizei mitteilte. Die Fahrerin des Autos wurde bei dem Unfall am Freitagabend
  • Grüne: Weiterbetrieb von Kraftwerken nicht belohnen
    Grünen-Politiker aus Brandenburg und Sachsen haben sich gegen eine mögliche Entschädigungszahlung für Braunkohlebetreiber ausgesprochen. Der sächsische Landtagsabgeordnete Daniel Gerber (Bündnis 90/Grüne) appellierte am Samstag in einer Mitteilung an den Bund, den Weiterbetrieb nichtrentabler und kl
  • Berliner Grand Prix bestes deutsches Galopprennen
    Die weltweiten Rennsportbehörden haben den "Großen Preis von Berlin" zum dritten Mal nach 2011 und 2015 als bestes Galopp-Rennen in Deutschland ausgezeichnet. "Wir freuen uns sehr über diese hervorragende Bewertung unseres wichtigsten Rennens. Der in Frankreich trainierte Sieger French King sowie di
  • Schriftsteller Franzen: Kampf gegen Klimawandel ist verloren
    Der US-Schriftsteller Jonathan Franzen (60, "Die Korrekturen") hält den Kampf gegen den Klimawandel für verloren. "Warum geben wir das nicht zu und nehmen uns dann die Freiheit, darüber nachzudenken, wie wir unsere Ressourcen einsetzen wollen?", sagte er in einem Interview des "Spiegel". "Die Klimaa
  • Torwart Glinker wechselt von Nordhausen nach Cottbus
    Fußball-Regionalligist FC Energie Cottbus hat zeitnah die Lücke durch den Wechsel von Torhüter Lennart Moser zu Cercle Brügge geschlossen. Der Tabellenführer der Nordost-Staffel verpflichtete am Samstag Jan Glinker vom insolventen Liga-Konkurrenten Wacker Nordhausen. "Wir haben nach dem Abgang von L
  • Wohnungsbrand in Hamburg-Horn
    Im Hamburger Stadtteil Horn hat es am Freitagabend in einer Wohnung im ersten Geschoss eines dreistöckigen Wohnhauses gebrannt. Die Feuerwehr löschte das Feuer. Nach Angaben eines Polizeisprechers beobachteten Zeugen, wie sich ein Mann und eine Frau durch ein Fenster aus der brennenden Wohnung rette
  • 20-Jähriger bei Unfall nahe Oesterwurth schwer verletzt
    Ein 20-Jähriger ist mit seinem Auto bei Oesterwurth (Kreis Dithmarschen) in einen Straßengraben gefahren und hat sich dabei schwer verletzt. Wie ein Polizeisprecher mitteilte, kam der junge Mann am frühen Samstagmorgen mit seinem Auto in einer Kurve von der Straße ab. Rettungskräfte brachten ihn sch
  • Brisante Plakate von St. Pauli-Fans: Ermittlung eingestellt
    Das DFB-Sportgericht hat das Ermittlungsverfahren gegen den Fußball-Zweitligisten FC St. Pauli wegen einer pro-kurdischen Aktion von Fans des Vereins im Millerntor-Stadion eingestellt. Das teilte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) mit. Bei der Entscheidung sei berücksichtigt worden, "dass der Zweitligi
  • "Bild": HSV-Chef Hoffmann erpresst, Täter bereits ermittelt
    Der HSV-Vorstandsvorsitzende Bernd Hoffmann ist nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung (Samstag) Opfer eines Diebstahls und Ziel eines Erpressungsversuchs geworden. "Bernd Hoffmann ist Opfer einer Straftat geworden. Er hat sich sehr schnell und vertrauensvoll an die Polizei gewandt. Deshalb waren wir
  • Pro-kurdische Aktion - Brisante Plakate von Pauli-Fans: DFB stellt Ermittlungen ein
    Hamburg (dpa) - Das DFB-Sportgericht hat das Ermittlungsverfahren gegen den Fußball-Zweitligisten FC St. Pauli wegen einer pro-kurdischen Aktion von Fans des Vereins im Millerntor-Stadion eingestellt. Das teilte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) mit. Bei der Entscheidung sei berücksichtigt worden, "da

Polls

Wird sich Frau Dr. Merkel noch bis zum Ende der Legislaturperiode als Kanzlerin halten?

Ergebnisse

Loading ... Loading ...

RSS-Feed

RSS-Feed abonnieren

Öffnen Sie eine Kategorie, für Kategorie RSS-Feeds