Gedenkveranstaltung Ärzteschaft erinnert an Approbationsentzug jüdischer Ärzte in Deutschland vor 80 Jahren ~ hier-luebeckhier-luebeck - Das interaktive, älteste Online-Magazin für Lübeck und Umgebung seit 1999

Anmelden

hier-luebeck

Das interaktive, älteste Online-Magazin für Lübeck und Umgebung seit 1999

Freitag, 18. Januar 2019 13:51:54 Uhr

Gedenkveranstaltung Ärzteschaft erinnert an Approbationsentzug jüdischer Ärzte in Deutschland vor 80 Jahren

Berlin (ots) – Berlin, 09.11.2018 – Vor 80 Jahren, am 30. September 1938, wurde jüdischen Ärzten im Deutschen Reich die Approbation entzogen. Der Entrechtung folgte die Vertreibung und oft auch die Ermordung in Vernichtungslagern. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung und die Bundesärztekammer haben gestern an die verfolgten jüdischen Ärzte und an alle Opfer des NS-Regimes erinnert und dazu eine Gedenktafel auf dem Herbert-Lewin-Platz in Berlin-Charlottenburg errichtet. Die Gedenktafel wurde unter anderem im Beisein des stellvertretenden Parlamentspräsidenten Israels, dem Vize-Speaker der Knesset, Yehiel Bar sowie des Präsidenten des Weltärztebundes, Prof. Leonid Eidelman, der Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Petra Pau, und des Bundesministers für Gesundheit, Jens Spahn, feierlich eingeweiht. Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer: „Der Gedanke an diese dunkelste Zeit der deutschen Ärzteschaft schmerzt. Aber Gedanken und Gedenken halten die Erinnerung an das Geschehene wach. Sie halten uns wachsam, Unrecht und Unmenschlichkeit nicht einmal im Ansatz zuzulassen. Forschung auf diesem Gebiet ist wichtig und wird von der Ärzteschaft gefördert. Ein ebenso wichtiger Bestandteil der Auseinandersetzung mit unserer Vergangenheit ist ein ehrlicher, regelmäßiger Austausch mit den Nachfahren und den Kolleginnen und Kollegen aus Israel, den die Bundesärztekammer seit Jahren mit dem Israelischen Ärzteverband pflegt.“ Dr. Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung: „Was vor 80 Jahren geschah, ist uns Mahnung und Auftrag zugleich. Wir werden Intoleranz und Ausgrenzung nicht dulden, wir werden Hass und Gewalt entschieden entgegentreten. Und wir werden die Aufarbeitung dieses Unrechts weiter vorantreiben, unter anderem indem wir die Akten der damaligen Kassenärztlichen Vereinigung Deutschlands systematisch erfassen und katalogisieren. Wir werden sie der Forschung zugänglich machen, um die Verstrickung in die Verbrechen des Nationalsozialismus aufzuarbeiten. Das ist unsere Verantwortung als Ärzte sowie als Bürger dieses Landes.“ Die Gedenktafel hat diese Inschrift: „Die Vergangenheit ist uns Verpflichtung für die Zukunft. Gegen Antisemitismus und Ausgrenzung. In Erinnerung an unsere jüdischen Kolleginnen und Kollegen und alle Opfer des menschenverachtenden NS-Regimes.“ Pressekontakt: Samir Rabbata (BÄK), Tel.: 030 / 400456-700 Dr. Roland Stahl (KBV), Tel.: 030 / 4005-2201 Pressestelle der deutschen Ärzteschaft: Tel. (030) 40 04 56-700 Fax (030) 40 04 56-707 www.baek.de presse@baek.de Original-Content von: Bundesärztekammer, übermittelt durch news aktuell

Quelle: presseportal.de

TBF am 9. November 2018, 10:00 Uhr

Bible verse of the day

HERR, du bist mein Gott, dich preise ich; ich lobe deinen Namen. Denn du hast Wunder getan; deine Ratschlüsse von alters her sind treu und wahrhaftig.
 

Kalender

Januar 2019
S M D M D F S
« Dez    
 12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
2728293031  

Stichwörter

Kategorien

    Archive

    Polls

    Wird sich Frau Dr. Merkel noch bis zum Ende der Legislaturperiode als Kanzlerin halten?

    Ergebnisse

    Loading ... Loading ...

    RSS-Feed

    RSS-Feed abonnieren

    Öffnen Sie eine Kategorie, für Kategorie RSS-Feeds