Gemeinsam für eine Notfallversorgung aus einer Hand » hier-luebeck - Das interaktive, älteste Online-Magazin für Lübeck und Umgebung seit 1999

Anmelden

hier-luebeck

Das interaktive, älteste Online-Magazin für Lübeck und Umgebung seit 1999

Donnerstag, 27. Februar 2020 21:26:15 Uhr

Gemeinsam für eine Notfallversorgung aus einer Hand

Berlin (ots) – Auf seinem Fach- und Praxisforum zum Thema Notfallversorgung hat der Marburger Bund für mehr Zusammenarbeit zwischen Krankenhäusern und niedergelassenen Ärzten geworben. „Die Probleme in der Notfallversorgung lassen sich nur gemeinsam lösen – in ärztlicher Kooperation über die Sektorengrenzen hinweg. Die medizinische Entscheidungshoheit über die jeweils angemessene Notfallversorgung ist Sache der Ärzteschaft und sollte von allen Beteiligten auch so verstanden werden“, sagte Dr. Susanne Johna, Bundesvorstandsmitglied des Marburger Bundes und Vorsitzende des Marburger Bundes Hessen, zum Auftakt der Veranstaltung. Wenn es gelänge, bei der Versorgung von Notfallpatienten die Sektorengrenzen zu überwinden und gemeinsame Lösungen zu finden, sei auch in anderen Bereichen integratives Handeln im Interesse der Patienten leichter möglich. „Krankenhäuser und Kassenärztliche Vereinigungen sollten sich nicht als Konkurrenten begreifen, sondern als Mitgestalter der zukünftigen Versorgung aus einer Hand“, betonte Johna. Es sei ermutigend, dass die neue Bundesregierung integrative Leitstellen und gemeinsame Notfallzentren zu gesundheitspolitischen Prioritäten erklärt habe. Auch der jüngste Vorstoß des Landes Schleswig-Holstein zur Verbesserung der sektorenübergreifenden Zusammenarbeit im ärztlichen Notdienst gehe in die richtige Richtung. Der in den Bundesrat eingebrachte Gesetzesantrag sieht vor, dass in begründeten Ausnahmefällen eine ambulante Versorgung in den gemeinsamen medizinischen Anlaufstellen auch während der Sprechstundenzeiten niedergelassener Ärzte erfolgen könne. Umfragen von Krankenhausgesellschaften legen nahe, dass rund die Hälfte der Patienten in die Notaufnahmen der Krankenhäuser kommt, wenn Haus- und Fachärzte ihre Sprechstunden abhalten. „Die Politik ist aufgefordert, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass die Rufnummer des vertragsärztlichen Notdienstes 116 117 mit der Notfallnummer 112 zusammengeschaltet und auch tagsüber erreicht werden kann. Es muss ein IT-gestütztes Ersteinschätzungssystem entwickelt werden, das nicht nur am Telefon, sondern im gesamten Bereich der Notfallversorgung eingesetzt werden kann“, forderte Johna. Der Anspruch eines jeden Patienten auf qualitativ hochwertige Behandlung zu jeder Zeit und an jedem Ort sei durchgehend und unabhängig von der jeweiligen Versorgungsebene sicherzustellen. „Ziel der Neustrukturierung der Notfallversorgung muss es sein, die Notaufnahmen so zu entlasten, dass die dort tätigen Ärztinnen und Ärzte sich um die Patienten kümmern können, die eine rasche Behandlung durch das Krankenhaus tatsächlich benötigen.“ Johna wandte sich zugleich gegen Forderungen der Krankenkassen, die Anzahl der Krankenhäuser drastisch zu reduzieren. „Die Grippewelle hat gezeigt, wie schnell selbst größere Krankenhäuser an ihre Belastungsgrenzen kommen. Das sollte allen eine Mahnung sein, die stationäre Strukturen pauschal in Frage stellen. Wir dürfen es nicht zulassen, dass im Notfall keine Betten in den Krankenhäusern mehr vorhanden sind“, sagte Johna. Pressekontakt: Marburger Bund Bundesverband Hans-Jörg Freese (Pressesprecher) Tel.: 030/746846-41 Mobil: 0162/2112425 presse@marburger-bund.de http://www.marburger-bund.de Original-Content von: Marburger Bund – Bundesverband, übermittelt durch news aktuell

Quelle: presseportal.de

TBF am 14. März 2018, 15:12 Uhr

Bible verse of the day

Die Frucht der Gerechtigkeit aber wird gesät in Frieden für die, die Frieden stiften.
 

Kalender

Februar 2020
S M D M D F S
« Jan    
 1
2345678
9101112131415
16171819202122
23242526272829

Stichwörter

Kategorien

Archive

RSS RSS-Feed

  • Heinold will unbefristeten Streik am Uniklinikum verhindern
    Schleswig-Holsteins Finanzministerin Monika Heinold (Grüne) will einen unbefristeten Streik am Uniklinikum in Kiel und Lübeck verhindern. "Für uns als Landesregierung ist das Ergebnis der Urabstimmung Ansporn, nicht nachzulassen bei unseren Anstrengungen, zeitnah gemeinsam eine Lösung zu finden", sa
  • Schleswig-Holstein möchte China-Kompetenzen stärken
    Schleswig-Holstein will seine China-Kompetenzen ausbauen. Das machten Regierung und Parlament am Donnerstag aus Anlass einer Veranstaltung des Bildungsministeriums und des Chinazentrums der Kieler Universität deutlich. Ein Weg führe über die schulische Bildung, erklärte Bildungsstaatssekretärin Dori
  • Auf dem Dach in die Parklücke
    Ein Autofahrer hat bei einem Unfall in Wolfenbüttel falsch herum eingeparkt - sein Auto landete zwar auf einem Parkstreifen, aber auf dem Dach. Der 32-jährige Fahrer sei mit dem Schrecken und leichten Verletzungen davongekommen, teilte die Polizei am Donnerstag mit. In einer eher engen Tempo-30-Stra
  • Elektroautos besprüht: Tat mutmaßlich politisch motiviert
    Zehn Autos eines Elektrofahrzeugherstellers sind in Hamburg von unbekannten Tätern mit einer schwarzen Flüssigkeit besprüht und teilweise beschädigt worden. Am Mittwoch hatten Mitarbeiter die Sachbeschädigung auf dem Firmengelände im Stadtteil Langenhorn festgestellt, wie die Polizei am Donnerstag m
  • Verdi-Mitglieder am UKSH: große Mehrheit für Streik
    Am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) stehen die Zeichen auf Streik. Bei einer Urabstimmung am UKSH in Kiel und Lübeck haben sich mehr als 97 Prozent der Gewerkschaftsmitglieder für einen unbefristeten Arbeitskampf ausgesprochen, wie der Verhandlungsführer der Gewerkschaft Verdi, Steffen
  • Amerikanische 500-Pfund-Fliegerbombe in Hamburg entdeckt
    Bei Sondierungsarbeiten ist auf einem Firmengelände in Hamburg-Wilhelmsburg eine amerikanische Fliegerbombe gefunden worden. Am Donnerstagmittag wurde der 500 Pfund schwere Sprengkörper in unmittelbarer Nähe zur Süderelbe auf dem Gelände einer Raffinerie entdeckt, wie die Feuerwehr mitteilte. Einem
  • "The Voice"-Zweiter Ben Dolic vertritt Deutschland beim ESC
    Der 22 Jahre alte Ben Dolic wird beim Eurovision Song Contest in Rotterdam für Deutschland antreten. Dort wird er das Lied "Violent Thing" singen, wie der Norddeutsche Rundfunk (NDR) am Donnerstag in Hamburg bekanntgab. Der Wahl-Berliner hatte 2018 bei der ProSieben-Musikshow "The Voice of Germany"
  • Flensburger Werft storniert zwei Neubau-Aufträge
    Die Flensburger Schiffbau-Gesellschaft (FSG) hat einen Neubau-Auftrag über zwei Schiffe für die australische Reederei TT-Line storniert. "Diese Entscheidung wurde im gegenseitigen Einvernehmen aller betroffenen Parteien getroffen", sagte FSG-Geschäftsführer Alex Gregg-Smith am Donnerstag. Dies sei T
  • Flughafenansturm erwartet: Coronavirus-Experte würde reisen
    Vor dem Urlauberansturm an diesem Wochenende hat der Hamburger Flughafen seine Maßnahmen gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus verstärkt. Die Sanitärräume seien mit Desinfektionsmittel ausgestattet worden, sagte eine Sprecherin am Donnerstag. Zudem seien große Plakate mit Informationen au
  • Urlaub in Italien: Dort kostet der Strand jetzt Eintritt
    Volle Strände gibt es im Sommer am Mittelmeer an vielen Orten. Auf Sardinien soll an einem besonders beliebten Küstenstreifen bald Schluss mit dem größten Gedrängel sein. Im Nordwesten Sardiniens soll für Badeurlauber der Zugang zum bekannten Strand von La Pelosa eingeschränkt werden. Die Zahl der B

Polls

Wird sich Frau Dr. Merkel noch bis zum Ende der Legislaturperiode als Kanzlerin halten?

Ergebnisse

Loading ... Loading ...

RSS-Feed

RSS-Feed abonnieren

Öffnen Sie eine Kategorie, für Kategorie RSS-Feeds