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Freitag, 20. Oktober 2017 01:32:02 Uhr

IHK warnt vor Verkehrskollaps in der Nordgate-Region

Die Nordgate-Region gehört zu den am stärksten prosperierenden Wirtschaftsräumen in Norddeutschland. Besonders Norderstedt und Henstedt-Ulzburg haben in den vergangenen Jahrzehnten einen beispiellosen Boom erlebt. Doch die Wirtschaft ist in erheblichem Maße abhängig von einer funktionierenden Verkehrsinfrastruktur. „Wir müssen alles dafür tun, die Nordgate-Achse weiter zu stärken und darauf zu achten, dass die notwendigen Ausbauarbeiten die Region nicht lahm legen. Der Verkehr sucht sich seine Wege. Sind wir hier im Norden erst einmal von den wichtigsten Verkehrsströmen abgeschnitten, verliert unser Standort an Bedeutung“, mahnte Friederike C. Kühn, Präses der IHK zu Lübeck. Die IHK-Vollversammlung hat sich in ihrer September-Sitzung im Schwerpunkt mit den Verkehrsproblemen an der A7-Achse befasst. Zum Ausdruck der Verbundenheit mit den Betrieben in der Region hat das Parlament der Wirtschaft in den Räumen der Firma SPX Flow Technology Norderstedt GmbH getagt.

Zu begrüßen sei, dass der lange angekündigte Ausbau der hochfrequentierten Autobahn 7 zur sechsspurigen Schnellstraße nun endlich Realität werde, betonte Kühn. „Die Wirtschaft befürchtet aber schon lange, dass die geplante Verkehrsleitung nicht ausreicht, um Staus auf der A7 sowie auf ihren Zu- und Abfahrten zu vermeiden.“ Um ihre Bedenken an der richtigen Stelle zu platzieren, hat die IHK-Vollversammlung mit Gerhard Fuchs, dem Verkehrskoordinator A7 der Länder Hamburg und Schleswig-Holstein, über das Thema diskutiert. Bis der Verkehr in vier Jahren wieder reibungslos über die Schnellstraße fließen kann, sei eine hohe Flexibilität der Behörden gefordert. „Wir fordern kurzfristige Reaktionen der Straßenbauämter bei Störungen sowie die Verstärkung des ÖPNV“, so Kühn.

Die Wirtschaft in der Region sollte dort, wo möglich, über eine Flexibilisierung der Lieferzeiten und der Arbeitszeiten nachdenken, um den Verkehrsfluss zu entzerren, empfahl IHK-Hauptgeschäftsführer Lars Schöning auf einem Empfang der Vollversammlung für die regionale Wirtschaft und Politik. „Unsere IHK will dafür den Unternehmen und den Beschäftigten die Bildung von Fahrgemeinschaften über ein Pendler-Portal im Internet erleichtern“, betonte er vor rund 80 Teilnehmern, unter ihnen Kreispräsident Winfried Zylka und Landrat Jan Peter Schröder. Außerdem organisiert die IHK in Zusammenarbeit mit dem Wirtschaftsministerium in Kiel, der Logistik-Initiative Schleswig-Holstein und der Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH (DEGES) A7-Informationsveranstaltungen für die Wirtschaft, um diese auf die Herausforderungen im Zuge der Bauarbeiten vorzubereiten.

Eine zusätzliche Belastung kommt auf die Wirtschaft zwischen dem Hamburger Stadtrand bis Kaltenkirchen beziehungsweise Quickborn durch die Vollsperrung der Schleswig-Holstein-Straße für eine Deckenerneuerung vom 13. bis 25. Oktober 2014 zu. Besonders auf der Oststraße wird der Verkehr erheblich zunehmen, und die Logistik wird einer großen Belastungsprobe ausgesetzt. „Unsere IHK hat sich frühzeitig mit den Anliegern in Verbindung gesetzt, um deren Bedarfe zu ermitteln“, so Schöning. „Erst vor wenigen Wochen hatten wir hier bei SPX zu einer Informationsveranstaltung für die betroffenen Unternehmen eingeladen.“

Sorgen bereite der IHK auch der Bau der A20. Das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig sorgt für eine Verschiebung des Weiterbaus in Richtung Westen um zwei Jahre. Auch die Finanzierung der Elbquerung liege weiterhin im Nebel. „Das darf nicht angehen, die Wirtschaft, und damit auch alle Beschäftigten, fordert endlich Planungssicherheit“, so Präses Kühn. Die IHKs von Oldenburg bis Kiel würden schon bald mit einer breit angelegten Marketingkampagne auf die Notwendigkeit dieses Projektes im Sinne der Wirtschaft aufmerksam machen und den Druck auf die Politik erhöhen. Der Schulterschluss der Wirtschaft in Norddeutschland sei ein Beleg für die Bedeutung der A20 und der mit dem Bau verbundenen Eile“, betonte die Präses. Sie forderte mehr Zusammenarbeit bei Verkehrsprojekten über die Landesgrenzen hinweg.

Luebecker Dienstleistungskontor am 18. September 2014, 11:42 Uhr

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