Kein Fisch Meer: Deutsche Umwelthilfe, Our Fish und Deepwave fordern ein Ende der Überfischung zum Welttag der Meere » hier-luebeck - Das interaktive, älteste Online-Magazin für Lübeck und Umgebung seit 1999

Anmelden

hier-luebeck

Das interaktive, älteste Online-Magazin für Lübeck und Umgebung seit 1999

Sonntag, 17. November 2019 00:47:43 Uhr

Kein Fisch Meer: Deutsche Umwelthilfe, Our Fish und Deepwave fordern ein Ende der Überfischung zum Welttag der Meere

Berlin (ots) – Deutsche Umwelthilfe, Our Fish und Deepwave kritisieren Versäumnis der Politik, Überfischung zu stoppen – DUH fordert Ende der Überfischung und illegaler Fischrückwürfe auf See – Aktion der DUH, Our Fish und Deepwave zum Welttag der Meere vor den Toren der Bundesregierung veranschaulicht verheerende Auswirkungen der Überfischung – Marktschreier prangert zu hohe Fangmengen für Dorsch, Hering & Co. an Es bleiben nicht mal mehr sieben Monate, um die Überfischung in unseren europäischen Meeren zu beenden. Zu dieser Frist verpflichteten sich 2013 alle EU-Mitgliedstaaten in der Gemeinsamen Fischereipolitik (GFP). Kurz vor dem Welttag der Meere am 8. Juni machen die Deutsche Umwelthilfe (DUH), Our Fish und Deepwave auf die verheerenden Folgen eines nicht nachhaltigen Fischereimanagements aufmerksam. Vor dem Reichstag in Berlin forderten sie die Bundesregierung mit einer bildstarken Aktion auf, die Überfischung bis 2020 zu beenden. Leere Marktstände auf einem inszenierten abgesagten Fischmarkt verdeutlichen, wie es in Zukunft an der Nord- und Ostseeküste immer häufiger aussehen könnte. Ein einsamer Marktschreier schildert stimmgewaltig, wie es zu den leeren Fischauslagen kommen konnte. 41 Prozent der Fischbestände im Nordostatlantik sind überfischt. Zu diesen Fischpopulationen zählen auch der westliche Hering und der östliche Dorsch in der Ostsee. Diese Populationen sind aktuell in einem sehr schlechten Zustand. Erstmals empfehlen die Wissenschaftler vom Internationale Rat für Meeresforschung 2019 für beide Populationen eine Null-Quote, das heißt einen Fangstopp ab 2020. Auch das Warnemünder Heringsfest wurde bereits in diesem Jahr abgesagt, da es im Frühjahr nicht genug Heringe in der Ostsee gab. Das ist unter anderem das Resultat jahrzehntelanger Überfischung. „Unsere wichtigsten Speisefischarten in Nord- und Ostsee stehen unter Druck: Überdüngung, Verschmutzung, die Folgen der Klimakrise und die Überfischung machen unseren Meeresökosystemen zu schaffen“, sagt Sascha Müller-Kraenner, DUH-Bundesgeschäftsführer. „Trotz der gesetzlichen Vorgabe, die Überfischung bis 2020 zu beenden, wurden wieder zu viele Fangquoten für 2019 oberhalb der wissenschaftlichen Empfehlungen festgelegt. Frau Klöckner – es ist fünf vor zwölf und Sie sind als Fischereiministerin verantwortlich für unsere Fischpopulationen. Sorgen Sie für den sofortigen Fangstopp bedrohter Populationen und nachhaltige Fangmengen bis 2020“, fordert Müller-Kraenner weiter. „2019 muss das Jahr sein, in dem die Fanggrenzen endlich den wissenschaftlichen Empfehlungen entsprechen. Außerdem müssen die EU-Fischereiminister das 2020-Ziel der Gemeinsamen Fischereipolitik ernst nehmen, um die Überfischung in den europäischen Meeren zu beenden“, sagt Rebecca Hubbard, Direktorin der Our Fish Kampagne. „Eigentlich ist es eine einfache Rechnung: Wird zu viel Fisch aus dem Meer geholt, kollabieren die Fischpopulationen und sind dann wirtschaftlich nicht mehr nutzbar. Nur eine nachhaltige Fischerei kann die Widerstandsfähigkeit unserer Fischpopulationen gegenüber den Auswirkungen der Klimakrise stärken und führt zu höheren wirtschaftlichen Erträgen und somit zur Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen in der Fischerei und den Küstengemeinden.“ Anna Groß, CEO der Meeresschutzorganisation Deepwave: „Überfischung ist nicht nur ein ökonomisches Problem. Sie zeigt deutlich unseren völlig falschen Bezug zu den Meeren. Wir behandeln sie als auszuschöpfende Ressource, als Wasserstraße, als Entsorgungsdeponie. Ohne uns darüber im Klaren zu sein, dass wir so zielstrebig auf das Kippen unserer Meere zusteuern. Die derzeitige Fischerei ist verschwenderisch und zerstört eine gemeinschaftliche Ressource. Sie kann dies nur tun, weil sie durch eine Politik gedeckt wird, die unseren Meeren nicht genug Zeit gibt, um sich zu regenerieren. Trotz der seit Januar 2019 vollumfänglichen Anlandungspflicht werden für den täglichen Konsum unvorstellbare Mengen an Meereslebewesen als ungewollter Beifang zurück ins Meer geworfen und wie Abfall behandelt.“ Über Our Fish Die europäische Initiative Our Fish will sicherstellen, dass die EU-Mitgliedstaaten die Gemeinsame Fischereipolitik umsetzen und für nachhaltige Fischbestände in den europäischen Meeren sorgen. Die Deutsche Umwelthilfe koordiniert die Our Fish-Kampagne in Deutschland. Über Deepwave Die Meeresschutzorganisation mit Sitz in Hamburg setzt sich regional und international für den Schutz der Ozeane und ihrer Bewohner ein. Deepwave setzt sich für ein geschärftes Bewusstsein für den globalen Zusammenhang der Gefährdungen des Wasserplaneten ein, denn nur so kann das gemeinsame Erbe des Weltmeeres für künftige Generationen erhalten werden. Die essentielle Problematik der Überfischung auf der Agenda zu halten, ist eine der Aufgaben von Deepwave. Links: – Pressefotos der Aktion finden Sie ab 15 Uhr hier: http://l.duh.de/p190604 – Mehr über Our Fish: http://our.fish/de/ – Mehr zu Deepwave: https://www.deepwave.org/ – Mehr zur Fischereipolitik: https://www.duh.de/fischerei/ Pressekontakt: Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer DUH 0160 90354509, mueller-kraenner@duh.de Anna Groß, CEO Deepwave 040 4609 1461, deepwave.annagross@gmx.de Katja Hockun, Projektmanagerin DUH 030 2400867-895, hockun@duh.de Rebecca Hubbard, Programmdirektorin Our Fish +34 657669425, rebecca@our.fish DUH-Pressestelle: Ann-Kathrin Marggraf, Marlen Bachmann 030 2400867-20, presse@duh.de www.duh.de, www.twitter.com/umwelthilfe, www.facebook.com/umwelthilfe, www.instagram.com/umwelthilfe Original-Content von: Deutsche Umwelthilfe e.V., übermittelt durch news aktuell

Quelle: presseportal.de

TBF am 4. Juni 2019, 11:55 Uhr

Bible verse of the day

Wer an mich glaubt, von dessen Leib werden, wie die Schrift sagt, Ströme lebendigen Wassers fließen.
 

Kalender

November 2019
S M D M D F S
« Okt    
 12
3456789
10111213141516
17181920212223
24252627282930

Stichwörter

Kategorien

Archive

RSS RSS-Feed

  • SV Curslack-Neuengamme gegen HSV Barmbek-Uhlenhorst: Doppelpack: Hathat sichert Barmbek-Uhlenhorst d
    Für den SV Curslack-Neuengamme gab es in der Partie gegen den HSV Barmbek-Uhlenhorst, an deren Ende eine 1:3-Niederlage stand, nichts zu holen. Was die Favoritenrolle betrifft, waren sich die Experten vorab einig und wurden in ihrer Einschätzung letztlich auch nicht enttäuscht. Anmerkung: Dieser Tex
  • TuS Dassendorf gegen SV Rugenbergen: Schnellstart von von Walsleben-Schied reicht am Ende aus
    Dassendorf trug gegen Rugenbergen einen knappen 1:0-Erfolg davon. Der SVR erlitt gegen den TuS Dassendorf erwartungsgemäß eine Niederlage. Anmerkung: Dieser Text wurde nicht von einem Menschen geschrieben, sondern automatisch erstellt. Dafür wurden Daten genutzt, die dann durch das Computerprogramm
  • HSV Barmbek-Uhlenhorst II gegen Blau-Weiß 96 Schenefeld: Beim neunten Versuch der erste Heimsieg
    Die Zweitvertretung des HSV Barmbek-Uhlenhorst zog Blau-Weiß 96 Schenefeld das Fell über die Ohren: 0:8 lautete das bittere Resultat aus Sicht der Elf von Mathias Timm. Auf dem Papier ging Barmbek-Uhlenhorst als Favorit ins Spiel gegen Blau-Weiß 96 – der Verlauf der 90 Minuten zeigte, weshalb dem so
  • Großer Preis von Brasilien - Schmerz und Abschiedsangst: São Paulo kämpft um Formel 1
    São Paulo (dpa) - In den endlosen Seelenschmerz um ihren geliebten Ayrton Senna mischt sich in São Paulo die Angst vor dem Abschied der Formel 1. Als Symbol des nationalen Motorsports preist Bürgermeister Bruno Covas das Autódromo Jose Carlos Pace, die legendäre Strecke in Interlagos vor den Toren d
  • Grote: Sayn-Wittgenstein gehört nicht ins Parlament
    Ein Facebook-Video der ehemaligen AfD-Abgeordneten Doris von Sayn-Wittgenstein mit dem Titel "Wann kommen die links-grünen Lager?" sorgt für Empörung. Darin fragt sie etwa: "Wann kommen die ersten grün-rot-schwarzen Umerziehungslager, wann die ersten KZs der neuen Nazis?" Schleswig-Holsteins Innenmi
  • Bahnrad-Weltmeister Kluge am Herzen operiert
    Bahnrad-Weltmeister Roger Kluge hat eine Herz-OP nach eigenen Angaben gut überstanden und bereits wieder Wettkämpfe bestritten. "Die OP ist gut verlaufen, ich kann das ausblenden und spüre keinen Unterschied", sagte der 33 Jahre alte Berliner der "Märkischen Oderzeitung" (Samstag). Der Eingriff beim
  • Buchholz trifft bei USA-Besuch Start-ups aus dem Norden
    Mit einer Delegation reist Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Bernd Buchholz am Sonntag zu einem fünftägigen Besuch ins Silicon Valley bei San Francisco. "Ich bin sicher, dass wir aus einer so hoch innovativen Region, in der Unternehmen wie Apple, Facebook oder Google zuhause sind, eine Menge a
  • Ermittlungen zu toter Nathalie neigen sich ihrem Ende zu
    Die staatsanwaltlichen Ermittlungen im Fall der getöteten Nathalie aus Nordfriesland stehen offensichtlich bald vor dem Abschluss. "Wir wollen als Staatsanwaltschaft das Verfahren noch in diesem Jahr abschließen" sagte Oberstaatsanwältin Stefanie Gropp der Deutschen Presse-Agentur. Die 23 Jahre Nath
  • Kalifornien/USA: Mutmaßlicher Schütze stirbt nach Schüssen an Schule
    Ein 16-Jähriger tötete an einer Schule in den USA zwei Mitschüler und verletzte drei weitere, dann richtete er die Waffe gegen sich selbst. Der Schütze stirbt einen Tag nach der Bluttat.  Einen Tag nach tödlichen Schüssen an einer Schule in Kalifornien ist der mutmaßliche Schütze seinen Verletzungen
  • Zwei Tote und ein Schwerverletzter nach Unfall in Barsbüttel
    Bei einer Kollision auf regennasser Straße sind auf der Kreisstraße 80 bei Barsbüttel (Kreis Stormarn) zwei Autoinsassen ums Leben gekommen. Bei dem Unfall am Samstagmorgen gegen 5 Uhr wurde zudem ein 23-Jähriger schwer verletzt, wie die Polizeidirektion Ratzeburg mitteilte. Ein 41-Jähriger, der in

Polls

Wird sich Frau Dr. Merkel noch bis zum Ende der Legislaturperiode als Kanzlerin halten?

Ergebnisse

Loading ... Loading ...

RSS-Feed

RSS-Feed abonnieren

Öffnen Sie eine Kategorie, für Kategorie RSS-Feeds