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Mittwoch, 18. September 2019 16:03:00 Uhr

Wirtschaftsminister und Chefin der Regionaldirektion Nord der BA in Parchim: Möglichkeiten der Einstiegsqualifizierung besser nutzen

Am Donnerstag hat der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe gemeinsam mit der Leiterin der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit; Margit Haupt-Koopmann, beim Unternehmensbesuch der Aufbau Service Petersen GmbH in Parchim über Möglichkeiten der „Integration in Ausbildung und Einstiegsqualifizierung“ sowie zur Situation auf dem Ausbildungsmarkt informiert. „Es wird einen verschärften Wettbewerb um Fachkräfte geben. Die duale Ausbildung ist für die Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern immer noch die beste Möglichkeit, zukünftigen Fachkräftenachwuchs sichern zu können. Bei der mittelfristigen Personalplanung der Unternehmen ist es ratsam, weiter auf die berufliche Erstausbildung und anschließend auf die Übernahme zu setzen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe am Donnerstag vor Ort. Über 1.300 Ausbildungsplätze konnten in diesem Ausbildungsjahr nicht besetzt werden.

Nach dem jüngsten IAB-Betriebspanel für Mecklenburg-Vorpommern wurden im Jahr 2011 56 Prozent aller Auszubildenden von ihren Ausbildungsbetrieben übernommen, im Jahr 2005 waren es nur 32 Prozent. „Die Wahrscheinlichkeit nach der Ausbildung eine Beschäftigung im Ausbildungsbetrieb aufzunehmen, ist damit in Mecklenburg-Vorpommern so hoch wie nie zuvor. Im Vergleich zu den alten Bundesländern (67 Prozent Übernahmequote) ist hier noch ´Luft nach oben´“, so Glawe weiter. „Für die Unternehmen geht es allerdings nicht darum, sich auf die Situation nur einzustellen. Besser ist es, die Herausforderungen zu erkennen, sie anzunehmen und zu handeln“, sagte Glawe.

Das Wirtschaftsministerium und die Bundesagentur für Arbeit sind daran interessiert, besonders auf die Möglichkeiten aufmerksam zu machen, die Jugendlichen den Einstieg in einen späteren Beruf erleichtern und zugleich Unternehmer mit ihrem potentiellen Fachkräftenachwuchs vertraut machen. Dazu gehört die „betriebliche Einstiegsqualifizierung (EQ)“.

Sie bietet den Unternehmen die Möglichkeit, im Rahmen eines Praktikums den jungen Menschen besser kennen zu lernen und stellt in vielen Fällen eine Brücke in betriebliche Ausbildung dar. „Die gute Übernahmequote von rund 60 Prozent in eine betriebliche Ausbildung spricht für die Wirksamkeit der Maßnahme. Hier profitieren der Unternehmer und der Praktikant in besonderer Weise voneinander“, so Glawe.

Margit Haupt-Koopmann betonte: „Im Jahresdurchschnitt nutzen knapp 300 Jugendliche dieses Angebot in Mecklenburg-Vorpommern. Hier kann ich mir angesichts des ständig wachsenden Fachkräftebedarfs und der demografischen Entwicklung deutliche höhere Zahlen vorstellen. Denn wir müssen alle Potenziale nutzen. Ich setze dabei auf das Interesse der Betriebe an der eigenen Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit. Sie sollten daher auch Jugendlichen mit Startschwierigkeiten, die noch nicht für eine Ausbildung in Betracht kommen, eine Chance geben. Der Vorteil: Die Betriebe erhalten – wenn sie die Einstiegsqualifizierung nutzen – einen Jugendlichen, der ein Jahr später fit für eine Ausbildung ist.“

Minister Glawe unterstrich darüber hinaus: „Die richtige Wahl des Ausbildungsberufes ist besonders wichtig. Sie hilft auch, spätere Vertragslösungen zu verhindern. Deshalb unterstützt das Wirtschaftsministerium Projekte zur Berufsfrühorientierung in der Freizeit und in der Zeit des Schülerpraktikums. Diese Maßnahmen bieten den Jugendlichen die Möglichkeit, sich über einen längeren Zeitraum zu qualifizieren, in verschiedenen Berufsfeldern auszuprobieren und an Betriebsbesichtigungen teilzunehmen.“ Im Rahmen der Berufsfrühorientierung stellt das Wirtschaftsministerium für die Förderperiode von 2009 bis 2013 insgesamt 4,15 Mio. Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) zur Verfügung. Das Wirtschaftsministerium fördert u.a. Projekte, Schülerexkursionen zu Unternehmen, Großbetrieben, Technologiezentren, Forschungseinrichtungen, Hochschulen, Universitäten und Messen sowie Schülerfirmen.

„Viele Jugendliche sind noch zu wenig über Ausbildungs- und Arbeitsmarktchancen in ihrer Region informiert. Sie suchen deshalb von vornherein einen Ausbildungsplatz über die Landesgrenzen hinaus. Deshalb werben wir weiter mit unserer Fachkräftekampagne ´Durchstarten in MV – Dein Land, deine Chance´“, so Glawe. Auf der Internetseite der Fachkräftekampagne „Durchstarten in MV – Dein Land, deine Chance“ (www.durchstarten-in-mv.de) werden weiter Ausbildungsangebote von über 1.060 Unternehmen veröffentlicht. Das Wirtschaftsministerium unterstützt Unternehmen beispielsweise im Rahmen der Verbundausbildung oder der überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung im Handwerk. Beide Programme sowie auch die Fachkräftekampagne werden aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) unterstützt.

Information zum „EQ – betriebliche Einstiegsqualifizierung“

Ziel der betrieblichen Einstiegsqualifizierung ist, Jugendlichen in einem Zeitraum von mindestens sechs bis maximal zwölf Monaten eine Perspektive für den Einstieg in eine Ausbildung zu geben. Bei der Einstiegsqualifizierung haben sie die Möglichkeit, einen Ausbildungsberuf in einem Unternehmen kennen zu lernen und sich auf eine spätere Ausbildung – möglichst im gleichen Betrieb – vorzubereiten. Das Programm bietet den Unternehmen eine Chance, die Jugendlichen über einen längeren Zeitraum kennen zu lernen und in Ruhe entscheiden zu können, ob er oder sie später in eine Ausbildung oder Beschäftigung übernommen werden kann.

Zielgruppe der EQ sind Ausbildungsbewerber mit individuell eingeschränkten Vermittlungsperspektiven, die auch nach dem 30. September eines Jahres noch nicht in Ausbildung vermittelt sind. Der Betrieb erhält hierfür von der Arbeitsagentur oder dem jeweiligen Träger der Grundsicherung eine Vergütung von 216,- Euro/Monat (ab 01.08.2010) sowie einen pauschalierten Anteil am durchschnittlichen Gesamtsozialversicherungsbeitrag. Dieser Betrag wird jährlich neu berechnet und beträgt aktuell 109,- Euro.

Die Aufbau Service Petersen GmbH in Parchim

Der Geschäftsführer heißt Hinrich Petersen. Die Aufbau Service Petersen GmbH ist seit 1992 am Markt, rund 20 Beschäftigte arbeiten im Unternehmen. Die Firma bietet u.a. Leistungen im Bereich Fahrzeugumbau, Fahrzeuglackierung, Unfallinstandsetzung, gesundes Sitzen im Fahrzeug mit Spezialsitzen. Dazu gehören auch behindertengerechte Fahrzeugumbauten, ergonomische & orthopädische Sitze, Fahrschulumbauten oder Restaurierung von Young- und Oldtimern.

TBF am 15. November 2012, 10:33 Uhr

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