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Montag, 19. August 2019 18:17:49 Uhr

Jeder Facebook-Nutzer bringt 3,3 Euro Umsatz

Facebook: Börsengang steigert Erwartungen (Foto: wikipedia, cc frydolin)

Facebook: Börsengang steigert Erwartungen (Foto: wikipedia, cc frydolin)

Menlo Park (pte019/02.02.2012/13:55) – Facebook hat gestern, Mittwoch, um einen Börsengang angesucht. Vorerst sollen Anteile im Wert von fünf Mrd. Dollar ausgegeben werden. Der Wert des Unternehmens wird auf 75 bis 100 Mrd. Dollar geschätzt. Im Jahr 2011 hat jeder der 845 Mio. monatlich aktiven Nutzer 3,30 Euro zum Jahresumsatz von 3,7 Mrd. Dollar beigetragen. Durch den Börsengang wird sich für das Ökosystem Facebook einiges ändern. Neues Kapital, gestiegene Erwartungen, schärfere Konkurrenz und reiche Beteiligte sind nur einige der Konsequenzen.

„Die gestiegenen Gewinnerwartungen werden vermutlich schon bald zu weiteren Preissteigerungen für Geschäftskunden mit Unternehmensseiten führen. Privatnutzer werden eher nicht betroffen, da sie sich bei negativen Auswirkungen von der Plattform zurückziehen können“, sagt Bianca Brendel von ser Social Media Agency http://www.socialmediaagency.de im Gespräch mit pressetext

Bono casht ab

Durch den Börsengang von Facebook, der der größte ist, den es für eine Internetfirma je gab, verdienen viele Investoren eine Menge Geld. Bei einer angenommenen Bewertung des Unternehmens mit 100 Mrd. Dollar sind die Anteile von Gründer Marc Zuckerberg beispielsweise 28,4 Mrd. Dollar wert. Aber auch viele Angestellte halten Anteile. Der Maler, der das erste Facebook-Hauptquartier mit seinen Werken verschönert hat, erhielt für seine Arbeit eine kleine Beteiligung, die nach dem Börsengang etwa 200 Mio. Dollar wert sein dürfte. Auch viele andere Menschen haben als sogenannte „Berater“ Anteile in der Größenordnung von 0,1 bis 0,25 Prozent an Facebook erhalten.

Berühmtheiten wie Bono von U2 verdienen mit ihren Investitionen in das soziale Netzwerk ebenfalls ein Vermögen. Investmentbanken werden allein mit für den Börsengang fälligen Gebühren etwa 500 Mio. Dollar einnehmen. Der Staat Kalifornien wird über Kapitalertragssteuern ebenfalls am Börsengang verdienen. Der Wert eines einzelnen Users für das Unternehmen wird sich ebenfalls erhöhen. Der Otto-Normal-Investor kann derzeit noch keine Anteile an Facebook erwerben. Lediglich institutionelle Investoren und ausgesuchte Privatanleger haben im Moment Zugriff.

Steigender Druck

Einige US-Experten erwarten, dass die Facebook-Aktien für Privatanleger keine gute Investition sein werden. Billige Anteile werden zum Zeitpunkt der Öffnung für alle kaum mehr zu haben sein. Außerdem erwarten Analysten stagnierende Mitgliedszahlen beim sozialen Netzwerk. Auch Facebook selber weiß, dass der Druck auf das Unternehmen durch den Börsengang wachsen wird. Im Zuge des Ansuchens um eine öffentliche Listung hat das Unternehmen eine Liste mit möglichen Gefahren für die Zukunft veröffentlicht.

Neben der Konkurrenz durch Google hat Facebook ein Problem mit der Abhängigkeit von Spieleentwickler Zynga. Ein Absturz des wertvollen Partners oder gar dessen Rückzug auf eine andere Plattform wäre ein herber Rückschlag. Auch das fehlende Geschäftsmodell im mobilen Bereich macht dem Management Sorgen. Derzeit wird beim Aufruf von Facebook via mobilen Endgeräten keine Werbung angezeigt. Da der mobile Markt rasant wächst, ist das ein großes Manko. „Das Unternehmen arbeitet bestimmt schon an einer Lösung. Facebook wird weiterhin florieren“, sagt Brendel.

Auch vor der zunehmenden Häufigkeit von Betrugsversuchen, Phishing-Attacken und Hacker-Angriffen hat Facebook Respekt. Schon die schiere Größe des Internet-Unternehmens macht es zu einem attraktiven Ziel für kriminelle Machenschaften.

TBF am 3. Februar 2012, 15:18 Uhr

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