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Dienstag, 12. Dezember 2017 17:10:41 Uhr

POL-SH: Raser im Visier der Polizei – Länderübergreifender Einsatz gegen Geschwindigkeits- und Aggressionsdelikte

23.08.2012 – 12:44 Uhr, Landespolizeiamt Schleswig-Holstein – Kiel (ots) – Fast 4.000 Verstöße – das ist die Bilanz der Kontrolltage im Rahmen des länderübergreifenden Schwerpunkteinsatzes Geschwindigkeits- und Aggressionsdelikte im Straßenverkehr für Schleswig-Holstein. 2011 registrierte die Polizei in Schleswig-Holstein 70.541 Verkehrsunfälle, bei denen 15.222 Personen verletzt und 120 getötet wurden. Zu den Hauptunfallursachen gehörte die „Nicht angepasste Geschwindigkeit“. Um diesen Entwicklungen entgegenzuwirken und gleichzeitig eine hohe Kontrolldichte sowie eine deutlich wahrnehmbare Öffentlichkeitswirkung zu erreichen, beteiligte sich die Landespolizei am Montag und Dienstag an einer länderübergreifenden Kontrolle der norddeutschen Bundesländer zur Feststellung von Geschwindigkeits- und Aggressionsdelikten. Besonders herausragende Fälle: Ein Fahrzeugführer fuhr auf der Autobahn 210 im Raum Rendsburg 86 km/h zu schnell, er fuhr 206 km/h, obwohl nur 120 km/h zugelassen waren. Der Fahrer wird seinen Führerschein für drei Monate abgeben und 600 Euro Bußgeld zahlen müssen. Ein Pkw-Fahrer war im Bereich Pinneberg in einer 30′ er Zone zu schnell, statt der erlaubten 30 km/h fuhr er 69 km/h, obwohl er wegen früherer Verstöße zuvor an einem Aufbauseminar teilgenommen hatte. Ihm droht zumindest ein Bußgeld, außerdem kann die zuständige Fahrerlaubnisbehörde prüfen, ihm gegebenenfalls die Fahrerlaubnis zu entziehen. Weiterhin stellten die Polizisten einige Verkehrsteilnehmer mit einem Handy am Ohr fest oder kontrollierten nicht angegurtete Verkehrsteilnehmer. Telefonierender Weise ein Fahrzeug zu führen ist kein Kavaliersdelikt, ein Bußgeld von 40 Euro und ein Eintrag von einem Punkt im Verkehrszentralregister Flensburg sind die Folge. „Gu rtmuffel“ zahlen 30 Euro Verwarnungsgeld.

Die Messungen führten die Beamtinnen und Beamten zum größten Teil mit Großmessgeräten durch. An Schulwegen benutzten die Polizeibeamten Handmessgeräte und kontrollierten im Bereich der Schulen mehr als 500 Verkehrsteilnehmer. Darüber hinaus setzten die Kontrollkräfte so genannte „Videofahrzeuge“ ein.

Neben den regelmäßig stattfindenden länderübergreifenden Kontrollen führen Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte tagtäglich derartige Kontrollen durch. Denn aus polizeilicher Sicht bietet dieses Ergebnis ausreichend Anlass zur Weiterführung intensiver polizeilicher Verkehrsüberwachungsmaßnahmen.

TBF am 23. August 2012, 15:55 Uhr

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