Stiftung Naturschutz arbeitet mit Hochdruck an Aufklärung der verendeten Rinder in Neustadt i. H. » hier-luebeck - Das interaktive, älteste Online-Magazin für Lübeck und Umgebung seit 1999

Anmelden

hier-luebeck

Das interaktive, älteste Online-Magazin für Lübeck und Umgebung seit 1999

Sonntag, 25. August 2019 13:41:26 Uhr

Stiftung Naturschutz arbeitet mit Hochdruck an Aufklärung der verendeten Rinder in Neustadt i. H.

Schnell, lückenlos und absolut transparent will die Stiftung Naturschutz den Verdacht aufklären, dass ein Highland-Rind auf der Stiftungsweide in Neustadt i.H., Kreis Osthol-stein, verendet sei, weil es Jakobs-Kreuzkraut (JKK) gefressen haben soll. „Wir haben ein großes Interesse daran, herauszubekommen, ob das Highland-Rind tatsächlich auf der Wiese frisches Kreuzkraut gefressen hat oder ob die Leber-Schäden aus einer Winterfütterung mit Pyrrolizidin-Alkaloide-haltigen Heu resultieren oder gar ganz andere Ursachen haben,“, betont Walter Hemmerling, Geschäftsführer der Stiftung in Molfsee heute. Deshalb habe die Stiftung mit Aufkommen des Verdachts sofort reagiert. Jetzt sollen weitere Untersuchungen von mindestens fünf Rinderlebern schnellstmöglich Gewissheit bringen.

Gleich zu Beginn der kommenden Woche werden mehrere Galloway- und Highland-Rinder, die auf Flächen mit Jakobs-Kreuzkraut-Vorkommen, wie beispielsweise in Holnis, Kreis Schleswig-Flensburg, oder dem Eidertal, Kreis Rendsburg-Eckernförde, gegrast haben, geschlachtet. Ihre Lebern werden per Kühltransport an die Tiermedizinische Hochschule Hannover (TIHU) überbracht. Der diagnostische Pathologe Dr. Peter Wohlsein wird sie dort genau unter die Lupe nehmen und die Lebern auf Schäden durch Pyrrolizidin-Alkaloide (PA) untersuchen.

Überdies laufen derzeit noch die Gespräche zwischen der Stiftung Naturschutz mit dem Rinderhalter aus Neustadt, der den Verlust zu beklagen hat. Der Viehhalter hat der Stiftung ein weiteres Tier aus der Herde des verendeten Rinds in Aussicht gestellt. Sollte der Kauf einer Kuh gelingen, würde auch diese Leber nach der Schlachtung direkt an die TIHU Hannover geschickt.

Die Untersuchungs-Ergebnisse werden innerhalb der nächsten zwei Wochen erwartet. „Die Untersuchungen dienen als Pilotstudie und sollen uns erste Hinweise geben um eine Risikobewertung und Gefahrenabschätzung zu machen“, erklärt Dr. Aiko Huckauf, Leiter des JKK-Kompetenzzentrums bei der Stiftung. Statistisch belastbare Ergebnisse werden im Rahmen der wissenschaftlichen Untersuchungsreihe zur PA-Belastung von Weidetieren an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel erwartet. Unter der Leitung von Prof. Dr. Steffi Wiedemann werden die Lebern auf Schädigungen durch Pyrrolizidin-Alkaloide, sowie deren Rückstände untersucht.

Draußen auf den Stiftungsflächen laufen parallel zahlreiche Akut-Maßnahmen im Kampf gegen JKK. Überall im Land werden die Mäh-Maschinen jetzt auf das Jakobs-Kreuzkraut losgelassen.
Weitere Informationen unter http://www.stiftungsland.de/home/jkk-informationen/

Luebecker Dienstleistungskontor am 22. Juni 2015, 17:03 Uhr

Bible verse of the day

Denn wir wandeln im Glauben und nicht im Schauen.
 

Kalender

August 2019
S M D M D F S
« Jul    
 123
45678910
11121314151617
18192021222324
25262728293031

Stichwörter

Kategorien

Archive

Polls

Wird sich Frau Dr. Merkel noch bis zum Ende der Legislaturperiode als Kanzlerin halten?

Ergebnisse

Loading ... Loading ...

RSS-Feed

RSS-Feed abonnieren

Öffnen Sie eine Kategorie, für Kategorie RSS-Feeds