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Donnerstag, 29. Oktober 2020 05:27:39 Uhr

Äthiopien: Neuer Gesetzesentwurf versetzt Christen in Sorge

Open_Doors_Nachrichten_Banner_600x168Nachrichten aus der verfolgten Kirche – 28.04.2017 – Äthiopien: Neuer Gesetzesentwurf versetzt Christen in Sorge – Kleineren Gemeinden im Bundesstaat Tigray droht Versammlungsverbot – (Open Doors, Kelkheim) – Die Regierung des Bundesstaates Tigray im Norden Äthiopiens erwägt, ein neues Gesetz zu erlassen, das christliche Aktivitäten auf behördlich anerkannte Kirchengelände beschränken würde. Die neue Regelung hätte besonders drastische Auswirkungen auf kleine Hausgemeinden, die kein eigenes Gebäude haben – ihre Versammlungen würden dadurch illegal.

Evangelisation außer­halb von Kirchen bald ver­bo­ten?

Sollte das Gesetz tat­säch­lich ver­ab­schie­det wer­den, wären davon vor allem die Christen außer­halb der Äthiopisch-​Orthodoxen Kirche betrof­fen. Um über­haupt ein eige­nes Grundstück erwer­ben zu kön­nen, müss­te eine Kirche (ver­mut­lich bezo­gen auf die Denomination) min­des­tens 6.000 Mitglieder vor­wei­sen kön­nen – mehr, als es in Tigray über­haupt nicht-​orthodoxe Christen gibt. Grundsätzlich wür­de das Gesetz allen Christen ver­bie­ten, außer­halb eines kirch­li­chen Geländes über ihren Glauben zu spre­chen.

Kirchenleiter vor Ort haben gegen­über der Regierung ihre Bedenken bezüg­lich des geplan­ten Gesetzes geäu­ßert, doch bis jetzt noch kei­ne Antwort erhal­ten. Ein ähn­li­ches Gesetz trat kürz­lich im benach­bar­ten Bundesstaat Amhara in Kraft. Die äthio­pi­schen Christen befürch­ten, dass sich die Situation nun auch in ande­ren Regionen des Landes ver­schlech­tern könn­te.

Wachsende Gemeinden und zuneh­men­de Spannungen

In den letz­ten zehn Jahren ist die Zahl pro­tes­tan­ti­scher Christen in Äthiopien erheb­lich gewach­sen. Die neu­en Gläubigen haben zum gro­ßen Teil einen ani­mis­ti­schen Hintergrund; eini­ge sind jedoch auch vom ortho­do­xen zum evan­ge­li­schen Glauben kon­ver­tiert. Neben den Spannungen, die aus der Abwendung von der jewei­li­gen Tradition resul­tie­ren, setzt die Regierung die Christen zuneh­mend unter Druck. Um jeg­li­che mög­li­che Opposition im Keim zu ersti­cken, wer­den reli­giö­se Institutionen immer stär­ker über­wacht. Besonders Mitglieder pro­tes­tan­ti­scher Freikirchen wer­den ver­däch­tigt, aus­län­di­sche Spione zu sein, die einen Sturz der Regierung her­bei­füh­ren möch­ten.

Äthiopien belegt auf dem Weltverfolgungsindex 2017 von Open Doors Platz 22 unter den Ländern, in denen Christen am stärks­ten ver­folgt wer­den. Neben den genann­ten Problemen lei­den Christen in mus­li­misch domi­nier­ten Gebieten wie den Regionen Afar und Somali im Osten des Landes unter einem zuneh­mend extre­mis­ti­schen Islam. Sie wer­den gesell­schaft­lich aus­ge­schlos­sen und sind immer wie­der gewalt­sa­men Übergriffen aus­ge­setzt.

Quellen: World Watch Monitor, Open Doors

Herzliche Einladung: In vier Wochen fin­den in Dortmund am ver­län­ger­ten Himmelfahrts-​Wochenende der dies­jäh­ri­ge Open Doors Tag (27.05.), der Open Doors Jugendtag (25.05.) und ein Gebetsabend für Nordkorea und die isla­mi­sche Welt (26.05.) statt. Kommen Sie und erfah­ren Sie mehr über ver­folg­te Christen und dar­über, wie Sie sich für sie ein­set­zen kön­nen! Der Eintritt ist frei. (Alle wich­ti­gen Informationen unter: www.opendoors.de/himmelfahrtswochenende)

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Über Open DoorsNach einer neu­en Einschätzung lei­den mehr als 200 Millionen Christen unter einem hohen Maß an Verfolgung. Open Doors ist als über­kon­fes­sio­nel­les christ­li­ches Hilfswerk seit über 60 Jahren in rund 60 Ländern im Einsatz für ver­folg­te Christen. Jährlich ver­öf­fent­licht Open Doors den Weltverfolgungsindex, eine Rangliste von Ländern, in denen Christen am stärks­ten ver­folgt wer­den. Projekte von Open Doors umfas­sen Hilfe zur Selbsthilfe, Ausbildung von christ­li­chen Leitern, Engagement für Gefangene, Nothilfe und Trauma-​Arbeit, die Bereitstellung von Bibeln und christ­li­cher Literatur sowie die Unterstützung von Familien ermor­de­ter Christen. Mit einer brei­ten Öffentlichkeitsarbeit infor­miert das Werk in Publikationen und mit Vorträgen über Christenverfolgung und ruft zu Gebet und Hilfe für ver­folg­te Christen auf.
Die Arbeit von Open Doors Deutschland e.V. wird durch Spenden finan­ziert. Das Werk trägt das Spendenprüfzertifikat der Deutschen Evangelischen Allianz.

TBF am 30. April 2017, 10:40 Uhr

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Wenn jemand sagt: Ich liebe Gott, und hasst seinen Bruder, ist er ein Lügner. Denn wer seinen Bruder nicht liebt, den er gesehen hat, kann nicht Gott lieben, den er nicht gesehen hat.

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