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Donnerstag, 22. Oktober 2020 19:25:35 Uhr

Firmen jährlich um 300 Milliarden Euro geprellt – Schlechte Zahlungsmoral trifft besonders kleine Unternehmen

Schwere Zahlungsausfälle kos­ten Unternehmen jähr­lich Milliarden (Foto: aboutpixel.de, Ines Frank)rzenbach (pte/17.05.2010/11:40) – Die Zahlungsmoral hat sich in Europa im ver­gan­ge­nen Jahr zwar leicht ver­bes­sert. Der Schaden, der Unternehmen auf­grund von Ausfällen bleibt, ist aber nach wie vor enorm. Jährlich ent­ge­hen den Firmen euro­pa­weit über 300 Mrd. Euro (rund 425 Mrd. Franken), wie die Kreditmanager von Intrum Justitia http://www.intrum.ch auf­zei­gen. Pro Tag wer­den beson­ders klei­ne Betriebe um ins­ge­samt rund 1,2 Mrd. Franken gebracht. Mit einer Besserung der Situation sei aber nicht zu rech­nen.Engpass bei Krediten

„Viele Unternehmen haben ihre Mahnprozesse zu wenig im Griff“, erklärt Thomas Hutter, DACH-​Geschäftsführer bei Intrum Justitita, im Gespräch mit pres­se­text. Sie müss­ten ihr Rechnungs- und Kreditmanagement straf­fer gestal­ten und ihre Kunden auf Zahlungsfähigkeit prü­fen. Drei Prozent aller Forderungen durch klei­ne und mit­tel­stän­di­sche Unternehmen wer­den nicht begli­chen. Dabei könn­ten Ausfälle hier schnell zu einer Existenzbedrohung wer­den.

Gleichzeitig kla­gen mehr als 50 Prozent der Firmen über man­geln­de Unterstützung von­sei­ten der Banken bei der Überwindung von Engpässen oder dem Geschäftsausbau. „Seit Lehman sind die Banken bei der Kreditvergabe kon­ser­va­ti­ver gewor­den“, meint Hutter. Die schlech­te Zahlungsmoral ste­he mit der Gesamtwirtschaft in Zusammenhang und wer­de von Faktoren wie Jobverlusten oder Scheidungen beein­flusst. Der Verbraucher sei aber auch selbst in der Pflicht und sol­le nur Geld aus­ge­ben, das er tat­säch­lich hat.

Strafzinsen

„Eine Verbesserung der Zahlungsmoral wür­de der loka­len, natio­na­len und regio­na­len Wirtschaft deut­lich Auftrieb geben und Arbeitsplätze schaf­fen“, heißt es von Intrum Justitia. Davon gehen mit nur zehn Prozent aber die wenigs­ten Firmen aus. Europaweit hat sich die Durchschnittsdauer bis zum Zahlungseingang von 57 auf 55 Tage zuletzt kaum ver­bes­sert. Mit einer Verspätung von nur fünf bis sie­ben Tagen lie­gen die skan­di­na­vi­schen Länder dabei an der Spitze. Ihre gute Zahlungsmoral sei auf Strafzinsen von bis zu zehn Prozent zurück­zu­füh­ren, die auf den Rechnungsbetrag addiert wer­den, erläu­tert Hutter gegen­über pres­se­text.

Deutschland, Österreich und die Schweiz lie­gen mit einer durch­schnitt­li­chen Zahlungsverzögerung von zehn bis 13 Tagen im euro­päi­schen Mittelfeld. Die Schlusslichter bil­den Griechenland, Italien und Portugal. „Europäische Firmen könn­ten min­des­tens 25 Mrd. Euro spa­ren, wenn sie auf zeit- und geld­auf­wän­di­ge Prozesse zur Verfolgung säu­mi­ger Zahler ver­zich­ten könn­ten“, schließt Hutter.

TBF am 17. Mai 2010, 12:39 Uhr

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